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03. Oktober 2015

Lösch läuft zum Weltcup-Finale in die Punkte

Mit dem 33. Rang über die Mitteldistanz lief Susen Lösch (USV Jena) als einzige deutsche Starterin zum Weltcup-Finale in die Punkte. Beim Wettkampf im alpinen Gelände rund um Arosa freute sich die Britin Catherine Taylor über ihren ersten Weltcupsieg. Im Herrenrennen entschied Daniel Hubmann (Schweiz) mit dem Tagessieg auch den Gesamtweltcup zu seinen Gunsten.

Es war die Art von Gelände, welches die Schweizer Verantwortlichen im Vorfeld wohl im weitesten Sinne mit Skandinavien verglichen hatten. Ein teilweise sehr feingliedriges Kartenbild erforderte ein technisch oft sehr sauberes orientieren. Typisch alpin waren allerdings die offenen Wiesenpassagen, die steilen Hänge, der Wald sowie der Unterbewuchs in Form von Alpenrosen, Farn und Heidelbeeren. Durch insgesamt 29 Posten auf der Herrenbahn und 24 Posten auf der Damenbahn bestanden ausreichend Möglichkeiten beim Anlaufen der Kontrollpunkte Zeit zu verlieren. Susen Lösch konnte im Ziel nur von kleinen Fehlern berichten. Gerade auf den ersten Postenverbindungen musste das Tempo sehr hoch gehalten werden. Dies gelang der 22-jährigen Studentin aufgrund der starken Belastung vom Vortag nur bedingt. Eine Platzierung innerhalb der Punkte verbuchte die Nationalläuferin trotzdem als Erfolg. Als zweite deutsche Starterin lief Christiane Tröße (SV TU Ilmenau) im Damenrennen auf einen zufriedenstellenden 50. Rang. Ein größerer Fehler verhinderte allerdings eine bessere Platzierung.

Bei den Herren erreichten die deutschen Läufer die Plätze 54, 57 und 59. Bester Läufer war Bjarne Friedrichs (MTV Seesen). Im Zielgelände wurde ein Fehler unter einer Minute auf dem Weg zum 7. Posten analysiert. Auf der längeren Routenwahl vom 17. Posten zum 18. Posten wurde im Nachgang ebenfalls eine schnellere Alternativroute besprochen. Letztendlich beweisen die Platzierungen der deutschen Läufer aber auch das starke Starterfeld beim Weltcup-Finale. Ganz vorn an der Spitze spielte sich im Damenrennen gleich nach dem Start ein Drama ab. Tove Alexandersson (Schweden) begab sich als letzte Starterin mit einer Karte der Herren in das Wettkampfgelände, merkte dies aber und kehrte zum Start zurück. Nach Rücksprache mit den Organisatoren, die für die Übergabe der Karte verantwortlich waren, startete die Führende im Gesamtweltcup zu einem späteren Zeitpunkt erneut mit der korrekten Karte. Der Sieg ging an diesem Tag allerdings nach Großbritannien. Mit einem nahezu fehlerfreien Lauf gewann Catherine Taylor ihr erstes Rennen im Weltcup vor Nadiya Volinska (Ukraine) und Sara Lüscher (Schweiz). Trotz des 11.Ranges mitsamt des verpatzten Starts holte Tove Alexandersson den Sieg im Gesamtweltcup.

Bei den Herren ließ Daniel Hubmann von Anfang an keine Zweifel an seinen Fähigkeiten aufkommen. Sowohl der Tagessieg als auch der Sieg im Gesamtweltcup ging an den Eidgenossen. Auf den weiteren Plätze folgten über die Mitteldistanz Ruslan Glibov (Ukraine) und Baptiste Rollier (Schweiz). Bis zum letzten Drittel des Rennens lag der Norweger Karl Godager Kaas in direkter Schlagdistanz zum Schweizer Tagessieger. Ein Einspruch des Norwegers wegen einer zeitweise fehlenden SI-Station an einem Kontrollpunkt wurde nach dem Rennen abgelehnt. Am Sonntag folgt ab 13:20 der Massenstart der Sprintstaffel. Deutschland greift mit den Läufern Susen Lösch, Christiane Tröße, Christoph Brandt (SSV Planeta Radebeul) und Felix Späth (OLG Siegerland) beim letzten OL-Weltcup des Jahres an.

Ergebnisse

Damen (5,5 km; 140 Hm; 24 P)
1. C. Taylor		Großbritannien	34:13 min	
2. N. Volynska		Ukraine		35:59 min
3. S. Lüscher		Schweiz		36:05 min
33. S. Lösch		Deutschland	41:36 min
50. C. Tröße		Deutschland	45:24 min 
Herren (6,4 km; 210 Hm; 29 P)
1. D. Hubmann		Schweiz		34:35 min
2. R. Glibov		Ukraine		35:39 min
3. B. Rollier		Schweiz		35:49 min
54. B. Friedrichs	Deutschland	42:45 min
57. C. Brandt		Deutschland	44:11 min
59. F. Späth		Deutschland	45:42 min

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