30. Juni 2026
JWOC Vorschau
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Die EYOC ist erst wenige Tage vorbei, die Juniorenweltmeisterschaften sind schon in vollem Gange. Im südostschwedischen Karlskrona finden die Titelkämpfe in dieser Woche direkt an der Ostseeküste statt. Die Sprintwettbewerbe liegen bereits hinter den Athlet*innen, am morgigen Mittwoch steht die Langdistanz an.
Das Programm
29.07. Einzelsprint Karlskrona Stortorget
30.07. Sprintstaffel Karlskrona Stortorget
01.07. Langdistanz Augerum
03.07. Mitteldistanz Bussevik
04.07. Staffel Bussevik
Das Team
Damen
Karla Breckle (Bovender SV)
Katja Horst (SC Königstein)
Anne Kästner (TV Oberbexbach)
Stanja Lindig (SSV Planeta Radebeul)
Norah Lindner (USV Jena)
Annika Stamer (Preetzer TSV)
Herren
Ole Baath (TSV Jetzendorf)
Jakob Drechsler (Post SV Dresden)
Loic Dequiedt (SV Robotron Dresden)
Felix Rathje (TGM Budenheim)
David Saupe (Post SV Dresden)
Niklas Wetzel (SV Robotron Dresden)
Deutschland entsendet ein vollständiges Team bestehend aus 12 Athlet*innen nach Schweden. Nur vier der Athlet*innen haben bereits JWOC-Erfahrung, für die Mehrheit sind die Titelkämpfe Neuland. Entsprechend sind auch die Rollen im Team verteilt: Teamleader sind die Erfahrenen, Loic Dequiedt und David Saupe bei den Herren wollen ihre guten Platzierungen vom Vorjahr wiederholen (u.a. Platz 20 durch David auf der Langdistanz), auf Damenseite wird auch Stanja Lindig mit hohen Erwartungen anreisen. Das Küken im Team ist Katja Horst, die vom Alter her auch nächstes Jahr noch EYOC-startberechtigt wäre. Nach einem Auslandsjahr in Schweden ist sie gut auf das Gelände vorbereitet.
Seinen ersten internationalen Einsatz bestreitet bei dieser JWOC Felix Rathje. Seine Nominierung und Nachberufung in den Kader verdiente er sich durch tolle Leistungen in diesem Frühjahr.
Die Favoriten
Die Topfavoritinnen auf Seiten der Damen sind zwei wohlbekannte Namen. Bei ihren letzten Juniorenweltmeisterschaften, zumal im Heimatland, ist wohl kein Vorbeikommen an Freja Hjerne (SWE). Als Titelverteidigerin über die Langdistanz ist sie auch in den weiteren Formaten eine Macht. Auch die Schweizerin Henriette Radzikowski ist keine Unbekannte. Sie gewann bei bisher jeder ihrer drei JWOC-Teilnahmen Medaillen. Daneben sind weitere Namen sicherlich zu beachten: Aus der Schweiz könnte Leonie Mathis vorn angreifen, aus Schweden ist auch die erst achtzehnjährige Felicia Persson besonders im Wald für eine vordere Platzierung gut. Gleiches gilt für die Tschechin Viktorie Skachova, die Mitteldistanzsiegerin des letzten Jahres. Weitere Namen, die man auf dem Zettel haben sollte, sind Janka Mikes (HUN) und Fanny Delahayes (FRA). Besonders im Sprint könnte die Fraktion der ganz Jungen für Topergebnisse sorgen: Anni Jantunen (FIN) oder die zuletzt bei der EYOC erfolgreichen Delic-Zwillinge aus Kroatien.
Im Feld der Herren kann es nur einen Topfavoriten geben: Den Schweizer Matthieu Bührer. Im letzten Jahr konnte der dreifache Goldmedaillengewinner von 2024 verletzungsbedingt nicht antreten, seinem Tempo werden aber sicher nur die wenigsten folgen können. Ähnlich schnell ist nur sein Teamkollege Loic Berger. Bei ihm wird es spannend sein zu sehen, ob er immer wieder auftretende technische Schwächen abstellen kann. Im Sprint könnte Filip Jancik (SVK) weit vorn landen. Sein Potential zeigte er in den letzten Jahren bereits. Am Start ist auch der Sprintweltmeister aus dem Vorjahr, Jonas Fenne Ingjerd (NOR). Im Wald ist an erster Stelle der Ungar Marton Csoboth zu nennen, seines Zeichens Mitteldistanzweltmeister 2025. Hinzu kommen die starken Tschechen, Vladimir Srb, Tomas Urbanek oder auch Prokop Tomasek. Der namhafteste Finne dürfte Rasmus Toyryla sein, der bei der letztjährigen EYOC und JWOC je eine Medaille abräumte. Mit Außenseiterchancen laufen beispielsweise der Franzose Simon Calandry oder der Brite James Hammond. Im Heimgelände dürfen die Schweden sicherlich nicht vernachlässigt werden, auch wenn ihre profiliertesten Athleten aus Altersgründen nicht mehr antreten dürfen.
JWOC verfolgen
Wie seit einigen Jahren üblich gibt es auch bei der JWOC eine umfassende TV-Produktion. An jedem Wettkampftag startet die Übertragung mit dem Startschuss oder kurze Zeit später und umfasst die gesamte Medaillenentscheidung bis zur Flower Ceremony. Das Paket für alle fünf Wettkampftage kostet 35€, als Zuschauer hat man anschließend die Wahl zwischen der schwedischen Übertragung mit Kommentatorenlegende Per Forsberg oder der englischen Alternative, die von Ivars Bacis oder Holly Stodgell kommentiert wird. Zusätzlich stehen natürlich von allen Wettkämpfen Liveergebnisse zur Verfügung und es gibt GPS-Routen von ausgewählten Läufer*innen. Reinschauen lohnt sich!