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30. Juni 2024

JWOC 2024 – Let’s get ready!

Team Deutschland bei der JWOC 2024
Team Deutschland bei der JWOC 2024
Foto: Veit Slodowski
Team Deutschland bei der JWOC 2024
Foto: Veit Slodowski

„Bald geht’s los, langsam kribbelt’s im Bauch! Ich freue mich extrem auf die Läufe hier in Tschechien!“ Tobias Nagel, und mit ihm das gesamte Team, ist in angespannter Vorfreude auf die Juniorenweltmeisterschaften 2024, welche am morgigen Montag im tschechischen Pilsen starten. Das 11-köpfige deutsche Team hat sich in den letzten 15 Monaten in drei Trainingslagern in relevantem Gelände vorbereitet. Entsprechend gut sind die Geländekenntnisse. Eine Reihe guter Platzierungen mit einzelnen Läufen in die Top30 sind das Ziel des Teams. Auch in den Staffeln sind gute Top10-Platzierungen möglich. Ausnahmeleistungen wie der letztjährige Sprintsieg von Anselm Reichenbach sind in diesem Jahr nicht realistisch.

Das Programm

Das Team reiste bereits am vergangenen Donnerstag an, um die Geländekenntnisse vor den Wettkämpfen noch einmal aufzufrischen. Morgen geht es dann los. „Der Sprint steht vor der Tür. Beim Sprintmodel heute geht es mir jetzt nochmal darum den Körper zu aktivieren und mich vorzubereiten auf die ersten Wettkämpfe. Bock hab‘ ich auf jeden Fall!“, stimmt Anton Knoll ein. Ab 16:15 Uhr startet die Sprintstaffel in Pilsen. Von der Arena am Amphitheater aus wird ein Großteil des Rennens im angrenzenden Wohnplattenbau-Viertel ausgetragen. Abschnitte im Dinopark und Zoo bringen Abwechslung in die Art des Geländes.

Nach der Sprintstaffel folgt am Dienstag der Einzelsprint in Stříbro, 40 Fahrtminuten von Pilsen entfernt. Ein wiederum einigermaßen höhenmeterreicher Sprint erwartet die Teilnehmer*innen, dazu Altstadtgelände, Park und simple, parallele Wohnblöcke. Mit der Langdistanz bei Hůrky steht am Mittwoch die erste Walddistanz auf dem Programm. Steile, lange Strecken in schnell belaufbarem Gelände werden für müde Beine sorgen. Das Gelände ist typisch mitteleuropäisch. Viele Wege, teils etwas schwammige Vegetation, viele kennen diesen Geländetyp auch aus Deutschland. Nach einem Ruhetag startet am Freitag die Mitteldistanz. Erneut in einem sehr schnellen Gelände kommt es insbesondere auf die Tempowechsel an. Den schnellen Wald durchsetzen dichte Abschnitte und tief eingeschnittene Täler, in welchen höchste Präzision gefragt sein wird. Die Staffel am Samstag startet von derselben Arena wie die Mitteldistanz und schließt die Wettkampfwoche ab.

 

Das Team

Im Team freuen sich alle auf die Wettkämpfe. Der Fokus ist – verständlicherweise – bei den einzelnen Athlet*innen jeweils ein etwas anderer. Während bei den Damen Emma, Julia und Jule auch einen Fokus auf den Sprint setzen, schauen die Herren besonders auf den Wald. Einig sind sich alle, dass die Staffeln eine coole Sache sind – die Teamchemie stimmt also.

„Sprint, weil ich jetzt gerade gut in den Sprintroutinen drin bin!“, erklärt Emma Caspari, die kürzlich beim Sprintweltcup in Italien und der Schweiz schon dabei war. Auch die Mitteldistanz steht hoch im Kurs: „Ich finde den Wald toll!“, schwärmt unter anderem Marlene Fritz (fünf Euro ins Phrasenschwein). „Der Wald ist offen, man kann schnell direkt zu den Posten laufen, ohne dass viel Zeugs auf dem Boden liegt“, führt Emma weiter aus. Marlenes Schwester Julia ergänzt, dass die vielen Geschwindigkeitswechsel ihr gut liegen könnten. Alle drei haben inzwischen reichlich Erfahrung bei JWOCs, für die Zwillinge ist es die zweite, für Emma sogar die dritte. Langjährige Erfahrung bei internationalen Einsätzen hat auch Till Buchberger, für den eher die Walddistanzen im Fokus stehen: „Ich bin gut ans Gelände gewöhnt und denke deshalb, dass da auf jeden Fall gute Läufe bei rauskommen können.“ Er stellt aber auch das Team in den Fokus. „Ich freue mich auch auf die ganze Woche mit dem Team, gerade die Staffelwettkämpfe sind da auch immer schön.“ Bei einigen anderen Herren ist die Erfahrung bei internationalen Wettkämpfen oder in Tschechien im speziellen geringer. „Wir waren jetzt das erste Mal in Tschechien, aber der Wald ist ähnlich, wie wir es auch in unserer Heimat kennen“, erklärt der in der Schweiz lebende Florian Nagel, stellvertretend auch für Zwillingsbruder Tobias. „Von daher fühlen wir uns gut vorbereitet!“ Für Teo Struck ist es sogar die erste internationale Meisterschaft: „Alles hier ist ziemlich neu und spannend, und ich werde viel dabei lernen. Ich war schon in tschechischem Gelände, auch wenn das mehr in den Bereichen der Sandsteinfelsen war.“

Das Team hat das Glück, ohne größere Verletzungssorgen an den Start zu gehen. Als Vorsichtsmaßnahme wird lediglich Jule Roßner nach einem verletzungsgeplagten Jahr mit reduziertem Programm an den Start gehen und lediglich Sprint und Waldstaffel laufen. „Dort möchte ich zunächst erstmal wieder den Flow finden und dann schauen ob ich meine läuferische Stärke trotz der weniger guten Vorbereitung abrufen kann“, legt sie ihre Ziele offen.

 

Wettkampftag 1 - Sprintstaffel

Da damit in der Sprintstaffel ein Damen und ein Herrenstartplatz freibleiben, geht Team Deutschland mit zwei Staffeln an den Start. Das nominell erste Team bilden Julia Fritz, Tobias Nagel, Florian Nagel und Marlene Fritz. Team zwei mit Emma Caspari, Anton Knoll, Till Buchberger und Lone Pompe werden alles dafür tun, am Ende weiter vorn platziert zu sein. Anne Kästner und Teo Struck gehen in einem Mixedteam mit einem Österreicher und einer Portugiesin an den Start.

Alle Wettkämpfe können auf IOF Live verfolgt werden. Es gibt kostenfreies Web-TV, Livesplits und GPS-Tracking aller Wettkämpfer*innen.

Herrenteam Herrenteam
Das Herrenteam mit (v.l.n.r.) Anton Knoll, Florian Nagel, Tobias Nagel, Teo Struck und Till Buchberger.
Foto: Veit Slodowski
Das Herrenteam mit (v.l.n.r.) Anton Knoll, Florian Nagel, Tobias Nagel, Teo Struck und Till Buchberger.
Foto: Veit Slodowski
Damenteam Damenteam
Das Damenteam mit (v.l.n.r) Anne Kästner, Jule Roßner, Julia Fritz, Lone Pompe, Marlene Fritz, Emma Caspari.
Foto: Veit Slodowski
Das Damenteam mit (v.l.n.r) Anne Kästner, Jule Roßner, Julia Fritz, Lone Pompe, Marlene Fritz, Emma Caspari.
Foto: Veit Slodowski
Technical Model Technical Model
Anton Knoll, Tobias und Florian Nagel testen beim Technical Model schonmal, wie es sich anfühlt über die Ziellinie zu laufen.
Foto: Leon Kollenbach
Anton Knoll, Tobias und Florian Nagel testen beim Technical Model schonmal, wie es sich anfühlt über die Ziellinie zu laufen.
Foto: Leon Kollenbach
Anton Knoll Anton Knoll
Anton Knoll beim Sprint Model Event.
Foto: Sabine Rothaug
Anton Knoll beim Sprint Model Event.
Foto: Sabine Rothaug
Besprechung Besprechung
.... und am Treffpunkt des Technical Model/Sprint Model Events.
Foto: Sabine Rothaug
.... und am Treffpunkt des Technical Model/Sprint Model Events.
Foto: Sabine Rothaug
Sprintmodel Sprintmodel
Besprechung der Karte beim Model Event im Gelände....
Foto: Leon Kollenbach
Besprechung der Karte beim Model Event im Gelände....
Foto: Leon Kollenbach
Florian Nagel Florian Nagel
Florian Nagel beim Langdistanz Model.
Foto: Sabine Rothaug
Florian Nagel beim Langdistanz Model.
Foto: Sabine Rothaug
Marlene und Emma Marlene und Emma
Marlene Fritz und Emma Caspari bei der Geländebegehung eines mitteldistanz-relevanten Geländes.
Foto: Sabine Rothaug
Marlene Fritz und Emma Caspari bei der Geländebegehung eines mitteldistanz-relevanten Geländes.
Foto: Sabine Rothaug

Mehr:
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Website JWOC 2024

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