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12. Oktober 2026

Juniors European Cup in der Schweiz

Landschaft
In malerischer Landschaft fand die JEC Langdistanz 2026 statt. Hier startet Marika Prolingheuer in ihr Rennen.
Foto: Matthias Merkli / OLV Luzern
In malerischer Landschaft fand die JEC Langdistanz 2026 statt. Hier startet Marika Prolingheuer in ihr Rennen.
Foto: Matthias Merkli / OLV Luzern

Zum JEC 2026 ging es zeitgleich zum DM Lang Wochenende (02.-04.10.) nach Willisau und Sörenberg im Schweizer Kanton Luzern. Jugendteams aus ganz Europa trafen sich zum Saisonabschluss einmal mehr zu einem internationalen Jugendmeeting. Mit Platz 9 im Sprint durch Daniel Schmidt (H18) konnte das deutsche Team sich über ein Top10-Resultat freuen.

Den Auftakt zu den Wettkämpfen bildete – etwas ungewöhnlich – die Staffel. In Willisau, in typischem Mittellandgelände mit einigen Höhenmetern und in Teilen eingeschränkter Belaufbarkeit, wurde eine traditionelle Dreier-Waldstaffel gelaufen. Beim JEC gibt es dabei keine Altersklassenkategorien, sodass die Athlet*innen der D/H18 gegen bis zu drei Jahre ältere Konkurrenz antraten.
In der Herrenkategorie stellte das deutsche Team gleich vier Staffeln. Nominell gab es dabei zwei „erste“ Teams: Die drei deutschen Topläufer der H20 traten gegen die drei jüngeren H18er an. Im Rennverlauf lagen beide Teams dicht beisammen, letztlich setzten sich die H20er im internen Vergleich knapp durch. In der Besetzung Jacob Drechsler – Niklas Wetzel – Ole Baath lief das Team auf Platz 28 (+18:09). Der Sieg ging an die heimischen Eidgenossen, die Schweiz setzte sich vor Tschechien und Schweden durch.
Bei den Damen trat Deutschland mit drei altersklassengemischten Teams an. Im nominell ersten Team machten Katja Horst und Jannika Wetzel den Auftakt, die erfahrene, wenn auch etwas angeschlagene Stanja Lindig brachte die Staffel auf Platz 29 (+28:48) ins Ziel und setzte sich dabei noch gegen das dänische Team durch. Den Sieg holte sich wiederum die Schweiz, die sich vor Tschechien und wiederum einem zweiten Schweizer Team durchsetzten.

Zum Sprint am Samstag ging es hinauf in die Voralpen. Der Kampf um die Sekunden stand in Sörenberg auf einer Höhe von über 1100m an. Ein erster Blick auf das Gelände versprach einen physischen, technisch aber nicht allzu anspruchsvollen Sprint – eine Fehleinschätzung, wie sich zeigte. Die Veranstalter hatten im Bergdorf zahlreiche Privatflächen geöffnet, es ging durch Gärten und über Wiesen, mit vielen Gebüschen galt es zwischen den Gebäuden den Überblick zu behalten. So ging es mehr um das Orientieren im Moment als um die Routenwahl. Physisch wurde es auch, einer deutlichen Zielüberhöhung sei Dank. Für das beste deutsche Ergebnis des gesamten Meetings sorgte Daniel Schmidt mit Platz 9 in der H18. Nach einer durchgehend soliden Leistung ohne größere Zeitverluste fehlten ihm am Ende 14 Sekunden auf Sieger Finn Selmer-Duguid aus Großbritannien. Julian Doetsch als 17. (+0:46) und in der H20 Jakob Drechsler als 20. (+1:56) erliefen weitere gute Platzierungen. Beste deutsche Dame wurde Katja Horst als 30. in der D18 (+2:18).
Neben dem britischen H18-Sieg ging die Goldmedaille in der H20 überlegen an den Schweizer Loïc Berger. Die Kategorie D18 gewann die Schwedin Elsie Hördegårdh – äußerst knapp vor Landsfrau Elsa Ehrenborg. In der D20 gab es ein rein schweizerisches Podest mit Leonie Mathis zuoberst.

Zum Abschluss des JEC stand die Langdistanz auf der Rossweid oberhalb von Sörenberg an. Vor Alpenpanorama ging es hinauf bis auf 1600 Meter Höhe, nach Anfahrt per Seilbahn waren viele negative Höhenmeter im offenen Wiesengelände zu absolvieren. So galt es, bei hohem Tempo unnötige Meter zu sparen und auch in unübersichtlicheren steinigen oder feinkuppierten Bereichen präzise zu orientieren.
Aus deutscher Sicht gelang dies Julian Doetsch am besten. In der H18 lief er auf Platz 16 (+7:01). In der H20 sorgte Ole Baath für einen weiteren 20. Platz (+9:17). Beste deutsche Dame war erneut Katja Horst als 38. in der D18 (+14:15).
International setzte sich in der D18 die schwedische Juniorenweltmeisterin in der Mitteldistanz, Felicia Persson, durch. Bei den gleichaltrigen Herren gewann Martin Bulicka (CZE). Die Kategorie der älteren Juniorinnen D20 brachte ein weiteres rein schweizerisches Podest mit Rahel Good zuoberst. In der H20 siegte der Franzose Lucas Verjux deutlich.

Daniel Schmidt Daniel Schmidt
Daniel Schmidt erreichte mit Platz 9 im Sprint das beste deutsche Ergebnis beim JEC 2026. Hier läuft er die Schlussstrecke der Staffel.
Foto: Matthias Merkli / OLV Luzern
Daniel Schmidt erreichte mit Platz 9 im Sprint das beste deutsche Ergebnis beim JEC 2026. Hier läuft er die Schlussstrecke der Staffel.
Foto: Matthias Merkli / OLV Luzern
Julian Doetsch Julian Doetsch
Julian Doetsch, hier auf der Staffelstartstrecke, wird als 16. bester Deutscher auf der Langdistanz.
Foto: Matthias Merkli / OLV Luzern
Julian Doetsch, hier auf der Staffelstartstrecke, wird als 16. bester Deutscher auf der Langdistanz.
Foto: Matthias Merkli / OLV Luzern
Karl Jobke Karl Jobke
Karl Jobke im Sprint in Sörenberg.
Foto: Matthias Merkli / OLV Luzern
Karl Jobke im Sprint in Sörenberg.
Foto: Matthias Merkli / OLV Luzern
Lennart Mühlstädt Lennart Mühlstädt
Lennart Mühlstädt im Sörenberger Minigolfpark beim Sprint.
Foto: Matthias Merkli / OLV Luzern
Lennart Mühlstädt im Sörenberger Minigolfpark beim Sprint.
Foto: Matthias Merkli / OLV Luzern
Start zum Sprint Start zum Sprint
Rasmus Viertel und Greta Pompe am Start zum JEC-Sprint in Sörenberg.
Foto: Franz Blättler / OLV Luzern
Rasmus Viertel und Greta Pompe am Start zum JEC-Sprint in Sörenberg.
Foto: Franz Blättler / OLV Luzern
Jannika Wetzel Jannika Wetzel
Jannika Wetzel auf der Langdistanz auf der Rossweid.
Foto: Matthias Merkli / OLV Luzern
Jannika Wetzel auf der Langdistanz auf der Rossweid.
Foto: Matthias Merkli / OLV Luzern
Karla Breckle Karla Breckle
Karla Breckle im Gelände der Langdistanz.
Foto: Matthias Merkli / OLV Luzern
Karla Breckle im Gelände der Langdistanz.
Foto: Matthias Merkli / OLV Luzern
Zaunsprung Zaunsprung
Auf den Almwiesen der Rossweid musste der ein oder andere Zaun zeitsparend überquert werden.
Foto: Matthias Merkli / OLV Luzern
Auf den Almwiesen der Rossweid musste der ein oder andere Zaun zeitsparend überquert werden.
Foto: Matthias Merkli / OLV Luzern

Mehr:
Website des JEC 2026
Ergebnis JEC Staffel
Ergebnis JEC Sprint
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Leon Kollenbach
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