01. Juli 2023
Jukola & Venla 2023
Die finnische Traditionsveranstaltung fand dieses Jahr am 17.06. in der 74. Auflage in Porvoo östlich von Helsinki statt. Bei blauem Himmel, strahlendem Sonnenschein und Temperaturen um die 25 Grad im Schatten trafen sich dieses Jahr circa 18.000 Orientierungslauf-liebende Personen, um durch den finnischen Wald zu laufen.
Bereits um 14 Uhr ging es für die 1558 Startläuferinnen der Damenstaffeln bei der Venla los. Gespannt wurde auf den auf dem Zielgelände verteilten Leinwänden das Rennen verfolgt und erste Eindrücke über Gelände und Karte hitzig diskutiert.
Aus deutscher Sicht war bei der Venla der OK Leipzig mit zwei Staffeln vertreten. Die junge, mit Nachwuchsläuferinnen besetzte Staffel OK Leipzig 1 konnte auf einem guten 276. Platz ins Ziel laufen, OK Leipzig 2 wurde 509. Die zweite Staffel des schwedischen Vereins OK Linné bestand zur Hälfte aus deutschen Läuferinnen. Hier lief Leonore Winkler die Startstrecke und Susen Lösch brachte die Staffel auf Position 29 ins Ziel.
Der Sieg der Venla ging an das stark besetzte Team des IFK Göteborg (Ingrid Lundanes, Simona Aebersold, Sanne Fasth, Sara Hagström), welches mit deutlichen 4:45 Minuten Vorsprung vor der ersten Mannschaft des OK Linné gewinnen konnte.
Spätestens beim Startschuss der Damen machte sich auch bei allen Jukola laufenden Orientierungsläufer:innen ein Mix aus Vorfreude und Anspannung breit.
Während der 6 Stunden Wartezeit zwischen Zieleinlauf der Venla und Start der Jukola konnte die Zeit in den zahlreich vorhandenen OL-Shops, Durchprobieren der Essensangebote oder Socializing vertrieben werden.
Der Startschuss der 1704 Herrenstaffeln, bei der auch Damen mitlaufen können, fiel um 23:00 Uhr. Aus Deutschland waren mit dem OK Leipzig, OSC Hamburg, SV Wannweil und zwei Run4Alex Staffeln insgesamt 6 Teams vertreten. Die Run4Alex Staffeln liefen zum Gedenken an ihren Freund und Wegbegleiter Alexander Lubina, welcher auf tragische Weise letztes Jahr verstarb. Die erste Run4Alex Staffel konnte mit Platz 175 das beste deutsche Staffelergebnis erzielen. Einige weitere Deutsche waren für skandinavische Vereine gemeldet. So schlug bei vielen das Herz höher, als Colin Kolbe auf der Startstrecke am ersten Sichtposten auf Platz 2 auf der Leinwand zu sehen war. Anselm Reichenbach erreichte auf der Startstrecke als 17. ein erneut hervorragendes Ergebnis. Letzten Endes konnte bei den Herren die Staffel von Stora Tuna aus Schweden um Schlussläufer Emil Svensk ihren vierten Jukola Sieg in Folge feiern. Erfreulich aus deutscher Sicht: Bojan Blumenstein konnte auf der Schlussstrecke Platz 14 für seinen Verein Nydalen SK halten.
Das Gelände der diesjährigen Jukola wurde von vielen Läufern im Nachhinein als ruppig und anstrengend zu belaufen beschrieben. Das hatte Einfluss auf die prognostizierten Siegerzeiten, welche deutlich überschritten wurden.
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