02. Oktober 2024
JEC 2024 in Österreich
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Mit dem Junioreneuropacup (JEC) ging am vergangenen Wochenende die internationale Saison der Jugend und Junior*innen zu Ende. Die beste Platzierung erlief Loic Dequiedt mit Platz 11 im Sprint, Julia Fritz sowie Florian und Tobias Nagel konnten über die Mitteldistanz für weitere Top15-Ergebnisse sorgen.
Den Auftakt bildete am Freitag der Sprint. Nach dem Hochwasser der letzten Wochen in Wien und Umgebung wurde die gesamte Veranstaltung zu einer organisatorischen Herausforderung. Der Aupark Klosterneuburg am Ufer der Donau, in welchem der Sprint gelaufen wurde, war nur Tage zuvor noch überflutet, ein Wettkampf an der Stelle wäre unmöglich gewesen. Entsprechend prägten Schlamm und Müllberge das Gelände. Viele kleinteilige Umzäunungen und zusätzliche künstliche Sperren schafften interessante Routenwahlen. Am besten kam damit aus deutscher Sicht Loic Dequiedt klar. Er wurde 11. In der M18, 34 Sekunden hinter dem Sieger. Auch Florian Nagel (21., M20), Julia Fritz (22., W20), Schwester Marlene (26., W20) und Stanja Lindig (27. W18) konnten mit guten Ergebnissen aufwarten. Im technischen Gelände gewannen nicht überall die Favorit*innen. Die Siege in den Juniorenkategorien gingen an unsere schweizer Nachbarn – Seline Sannwald gewann die W20, Elia Ren bei den gleichaltrigen Herren. In der weiblichen Jugend gewann Freja Hjerne (SWE), die Konkurrenz der M18 entschied Vladimir Srb (CZE) für sich.
Die Mitteldistanz am Samstag war zugleich der beste Wettkampf des deutschen Teams. Mit Platz zwölf und 13 durch Florian und Tobias Nagel in der M20 sowie Platz 13 durch Julia Fritz bei den gleichaltrigen Damen konnte das Team drei Top15-Ergebnisse erzielen. In der W18 lief Stanja Lindig auf einen guten 21. Platz. Das Gelände war typisch mitteleuropäisch, wie es von einem Wiener Wald erwartet werden konnte. Der Wettkampf spielte sich am Rande eines Bergrückens ab, der mitunter recht steil daherkam. Bisweilen waren die Hänge recht grün, kleine Rinnensysteme brachten zusätzliche Schwierigkeit. In den Juniorenklassen gab es Favoritensiege. Die W20 gewann die Schwedin Alma Svennerud, bei den Herren der M20 setzte sich Jan Strycek (CZE) durch. In der M18 konnte sich mit dem mehrfachen Juniorenweltmeister Mattieu Bührer (SUI) ebenfalls der Topfavorit durchsetzen. In der Konkurrenz der W18 siegte die Finnin Anni Mäki-Hokkonen.
In der Staffel schließlich ging es nach Pressbaum westlich von Wien. Auch dieser Wald so typisch wie der tags zuvor. Ein Tal in Hanglage mit vorgelagertem Hügel prägte das Gelände, etwas detailreicher als tags zuvor, Gabelposten fanden sich oft an ähnlichen Objekten. In der Staffel sind die Kategorien nicht in Jugend und Junior*innen getrennt, es gibt nur eine Klasse je Geschlecht. Bei den Herren kamen zwei deutsche Teams nur um sechs Sekunden getrennt ins Ziel. Es setzte sich das nominell zweite Team mit Anton Knoll und den beiden Jugendklassenläufern Lennart Mühlstädt und David Saupe durch. Die drei kamen auf Platz 8 der bereinigten Nationenwertung (17. gesamt). Bei den Damen starteten im ersten Team die drei Juniorinnen Marlene Fritz, Lone Pompe und Julia Fritz. Sie erreichten einen bereinigten 7. Platz (19. gesamt). Der Sieg bei den Herren ging wie bei der JWOC im Juli an die Schweiz, für die David Baumberger, Joschi Schmid und Matthieu Bührer starteten. Das Podium komplettierten Tschechien und Schweden. Bei den Damen setzten sich die schon zur JWOC favorisierten und dort durch zu viele individuelle Fehler geschlagenen Tschechinnen mit Michaela Novotna, Viktorie Skachova und Lucie Dittrichova durch. Auf Silber folgte die Staffel der Schweiz, Bronze gewann Norwegen.
Die Wettkämpfe in diesem Jahr waren mit rund doppelt so vielen Starter*innen und zahlreichen Topläufer*innen der Jugend- und Juniorenklassen hervorragend besetzt. Für Deutschland resultierte ein guter Platz sieben in der Nationenwertung. Im nächsten Jahr findet der JEC in Schottland statt, dann soll ein nächster Schritt in der Verfolgung der Top6-Nationen erfolgen.
Ein Lob zum Abschluss geht an die österreichischen Veranstalter: Neben guten Wettkämpfen nach kurzfristig komplizierter Vorbereitung bleibt auch in Erinnerung, dass alle Teams in Wien untergebracht waren und die Wettkämpfe sämtlich mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichen konnten.
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