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12. November 2024

JAKT 2024

Mannschafts-OL
Drei Verbände, eine Idee: So lernt man sich und andere beim OL kennen.
Foto: Leon Kollenbach
Drei Verbände, eine Idee: So lernt man sich und andere beim OL kennen.
Foto: Leon Kollenbach

Kennenlernen, Kontakte knüpfen, gemeinsam trainieren und Spaß haben, aber auch sich den Trainer*innen des Bundeskaders präsentieren: Darum geht es beim Bundesjugendanschlusskadertreffen (JAKT). In diesem Jahr fand der JAKT im nordhessischen Nieste bei Kassel statt. Auch wenn das Teilnehmendenfeld mit gerade etwa 40 Teilnehmenden leider recht klein war, geht ein großer Dank an die Organisatoren des OSC Kassel.

Vier Trainings standen auf dem Programm des JAKT 2024. Dazwischen gab es reichlich Zeit zum Kennenlernen. Die Niester Sporthalle bot das passende Ambiente dafür. Ob zum Quatschen oder Spielespielen auf einem Weichboden oder zum Volleyball spielen zwischen den Trainings, der bundesländerübergreifende Austausch scheint in dieser Umgebung angeregt worden zu sein. Auch auf struktureller Ebene konnte viel erreicht werden. Im Hintergrund gab es eine Vielzahl an Gesprächen zwischen Landesjugendfachwart*innen und dem Bundestrainer*innenteam. Auf der Landesjugendfachwarttagung am Samstagabend wurden zahlreiche Beschlüsse gefasst.

Los ging das Programm am Freitagabend mit einem Sprint. In den Wohngebieten des 2000-Einwohner-Dörfchens ging es um Routenwahlen. Um diese interessanter zu machen, gab es einerseits künstliche Sperren, andererseits wurden künstliche Brücken eingeführt. Derartig konnte auch eine in Teilen nicht sonderlich spannende Karte anspruchsvoll aufbereitet werden, wahrscheinlich zu anspruchsvoll, wenn zu komplexe Strukturen an völlig unerwartbaren Stellen auftauchen. In der Auswertung am nächsten Morgen ging es weniger um diese, es wurden Methoden zum Einschätzen von Routenoptionen vorgestellt.
Weiter ging es am Samstagvormittag mit einem O400-Test auf der etwas waldigen Laufbahn am Sensenstein. Dieser verbindet die Aspekte des Kartelesens und Kartengedächtnis mit der physischen Leistungsfähigkeit. Auf einer 400-Meter Runde müssen auf einem Kartenausschnitt vier Posten memorisiert werden, anschließend werden diese auf einer Blankokarte eingezeichnet. Vier Runden, abschließend eine Runde ohne kognitiver Aufgabe. Fehler werden mit einer Zeitstrafe bestraft. Der Test bietet die Möglichkeit, sich untereinander zu vergleichen, vor allem aber die eigene Entwicklung in der Kombination aus Laufen und technischen Fähigkeiten einzuschätzen.
Zum Nachmittagstraining hatte Daniel Janischowsky einen Mannschafts-OL vorbereitet. Das Training bot die Möglichkeit, andere alters- und bundeslandübergreifend kennenzulernen. An der Königsalm oberhalb von Nieste war die Karte zwar nicht mehr brandaktuell und in Teilen grüner als angenommen, große Teile waren aber auch schönster offener Buchenwald, durch den man nur so hindurch fliegen konnte. Wer dann noch seine Fähigkeiten am besten einschätzen und den Teamkolleg*innen mitteilen konnte, musste auch am letzten Posten nicht allzu lange in der Kälte warten.
Während die Betreuer am Abend bei der Landesjugendfachwarteversammlung waren, schloss eine Teamchallenge aus der Feder von Sebastian Schmetzke den Tag für die Jugendlichen ab. Es ging um Kraft, um Wasser oder um Salzstangen, aber natürlich auch um OL.
Zum Abschluss des Wochenendes hatte sich Bundesjugendfachwart Joachim Stamer etwas besonderes ausgedacht. Ein Massenstart-OL, auf dem die erste Hälfte aus einem Score bestand, anschließend ging es auf eine ungegabelte Bahn. Damit sollte Gegnerkontakt und Tramlaufen geübt werden. Insbesondere an der Spitze funktionierte es, und die schnellsten Jungs machten aus dem Training ein Ausscheidungsrennen.

Mit 40 Teilnehmenden, rekrutiert aus den Landeskadern und dem zeitgleichen Trainingswochenende der Hessen am selben Ort, war der JAKT 2024 vergleichsweise klein – in anderen Jahren waren fast 80 Athlet*innen vor Ort. Auch der Kontakt zu den Bundeskaderathlet*innen war nicht so gut möglich, waren doch nur wenige von ihnen vor Ort. Nach einer langen und anstrengenden Saison, insbesondere für die international startenden Jugendlichen, lag er in der wichtigen und wohlverdienten Saisonpause.

Ein besonderer Dank geht an den OSC Kassel: Der Verein stellte nicht nur die Trainingskarten bereit, er sorgte auch für Unterbringung und Verpflegung. Mit drei Personen stemmten sie das gesamte Catering.

O400 - Laufen O400 - Laufen
Bundeskaderathletin Katja Horst beim O400-Test auf der Asche/Laub-Bahn.
Foto: Leon Kollenbach
Bundeskaderathletin Katja Horst beim O400-Test auf der Asche/Laub-Bahn.
Foto: Leon Kollenbach
O400 - Zeichnen O400 - Zeichnen
Auch die Zeit beim Einzeichnen zählt - hier Jacob Imbsweiler, der als einer von fünf fehlerfrei blieb.
Foto: Leon Kollenbach
Auch die Zeit beim Einzeichnen zählt - hier Jacob Imbsweiler, der als einer von fünf fehlerfrei blieb.
Foto: Leon Kollenbach
O400 - Gruppe O400 - Gruppe
In 8er-Gruppen liefen die Jugendlichen den O400-Test.
Foto: Leon Kollenbach
In 8er-Gruppen liefen die Jugendlichen den O400-Test.
Foto: Leon Kollenbach
Volleyball Volleyball
In den Pausen zwischen den Trainings nutzten die Jugendlichen die Zeit zum Volleyballspielen. Hier vergnügen sich Athletinnen aus vier Landesverbänden gemeinsam.
Foto: Leon Kollenbach
In den Pausen zwischen den Trainings nutzten die Jugendlichen die Zeit zum Volleyballspielen. Hier vergnügen sich Athletinnen aus vier Landesverbänden gemeinsam.
Foto: Leon Kollenbach
Mannschaftschaos Mannschaftschaos
Um nicht zu lange Wartezeiten zu haben wurde auch der Mannschafts-OL mit Massenstart gelaufen. Am ersten Pflichtposten führte das zu etwas Chaos und Stress, wenn ablaufende Teams die anderen unter Druck setzten.
Foto: Leon Kollenbach
Um nicht zu lange Wartezeiten zu haben wurde auch der Mannschafts-OL mit Massenstart gelaufen. Am ersten Pflichtposten führte das zu etwas Chaos und Stress, wenn ablaufende Teams die anderen unter Druck setzten.
Foto: Leon Kollenbach
Mit Schwung im Wald Mit Schwung im Wald
Bundeskaderathlet Lionel Kumbier ist der Leistungsstärkste in seinem Team, muss entsprechend die meisten Posten anlaufen und ist dabei fast zu schnell für die Kamera.
Foto: Leon Kollenbach
Bundeskaderathlet Lionel Kumbier ist der Leistungsstärkste in seinem Team, muss entsprechend die meisten Posten anlaufen und ist dabei fast zu schnell für die Kamera.
Foto: Leon Kollenbach
Kampf um den Zielposten Kampf um den Zielposten
Beim Massenstarttraining zum Abschluss ging es heiß her. Hier kommt es zum bayerninternen Kampf um den ersten Zielstempel.
Foto: Leon Kollenbach
Beim Massenstarttraining zum Abschluss ging es heiß her. Hier kommt es zum bayerninternen Kampf um den ersten Zielstempel.
Foto: Leon Kollenbach
Nebel Nebel
Neblig wars am Sonntagmorgen!
Foto: Leon Kollenbach
Neblig wars am Sonntagmorgen!
Foto: Leon Kollenbach
Leon Kollenbach
Wintersaison hat Weltcup im eigenen Land als Höhepunkt
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