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14. April 2019

Dresdner Siege zur Ultralangdistanz

Anne Heinemann (SV Robtron Dresden) und Wieland Kundisch (USV TU Dresden) holen die Titel über die Ultralangdistanz im Waldgebiet 30 Kilometer nordöstlich von Dresden. In einer Laufzeit von mehr als zwei Stunden waren die Ergebnisse in den Eliteklassen dennoch knapper als erwartet. Zur Mitteldistanz am Sonntag starteten die Teilnehmer in einen teilweise weißen Wald.

Am Freitagnachmittag begaben sich die Sprinter zunächst in eine namentlich medial sehr präsente Stadt unweit von Dresden. Vom Schwimmbad aus führten die Strecken in Radeberg quer durch die historische Altstadt. Mit Sprintspezialist Marvin Goericke (Berliner TSC) gewann bei den Herren einer der wenigen daheimgebliebenen Kader im Kreise der Nationalmannschaft, der nicht in Norwegen am Trainingslager und den Sichtungsläufen teilnahm. Bei den Damen siegte Perspektivkader Ann-Charlotte Spangenberg (TG 1860 Münden). Die Deutschen Meisterschaften über die Ultralangdistanz wurden am Samstag im zuletzt intensiver belaufenen Waldgebiet von Burkau ausgetragen. Bei Temperaturen unter 10 Grad waren am Samstag vor allem die physischen Fähigkeiten gefordert. In vielen Klassen boten sich immer wieder Routenwahlen über Wege an. Ähnlich wie zur Nachtmeisterschaft bei Siebenlehn waren auch im Waldgebiet Burgstall – Hochstein – Schleißberg die unterschiedlichsten Waldschäden zu umlaufen. Hinzu kamen zahlreiche Höhenmeter, aufgeforstete oder beräumte Waldabschnitte sowie viele diffuse Vegetationsübergänge und Grabensysteme. Eine Vielzahl von Steingebieten erhöhten den läuferischen und den technischen Anspruch.

Damensiegerin Anne Heinemann (SV Robotron) berichtete im Ziel von einem schönen und fordernden Lauf, der nach einer intensiven Wintersaison beim Ski-Orientierungslauf und der entsprechenden Grundlage auch etwas länger hätte sein können. Anicó Kulow (Berliner TSC) und Sonnhild Grismajer (USV TU Dresden) komplettierten das Podest. Im Herrenrennen bestätigte Wieland Kundisch die starken Ergebnisse der letzten Wochen und gewann in einem nahezu fehlerfreien Lauf vor Marvin Goericke und Sören Lösch (USV Jena). Zum Bundesranglistenlauf über die Mitteldistanz erblickten mehr als 500 Teilnehmer zunächst ein weiß gepudertes Wettkampfzentrum. Nachdem über Nacht die Temperaturen weiter gefallen waren, ließen sich die Ausrichter vom Post SV Dresden im vollelektronischen Startbereich den Hinweis nicht nehmen, dass an diesem Tag kein Ski-Orientierungslauf ausgetragen wird. Im Gegensatz zum Vortag galt es nun viele kurze Postenverbindungen im Quergang zu absolvieren. Auch die Höhenmeter beim Lauf rund um die Steingebiete des Hochsteins waren für viele Teilnehmer am dritten Wettkampftag zu spüren. Im Damenrennen stand einmal mehr Ann-Charlotte Spangenberg ganz oben auf dem Podest. Der Tagessieg bei den Herren ging an Markus Grätsch (USV TU Dresden).

Nach einer gelungenen Veranstaltung war Abteilungsleiter Dietmar Fuchs froh, dass der Post SV Dresden im kommenden Jahr bei der Ausrichtung einer Bundesveranstaltung aussetzen wird. Nach mehreren Bundesveranstaltungen in der Vergangenheit sind die Dresdner Orientierungsläufer in diesem Jahr kurzfristig eingesprungen und haben somit die ersten Deutschen Meisterschaften des Deutschen Orientierungssport-Verbandes ausgerichtet.

Ergebnisse

DM Ultralangdistanz Damen; 14,6 km, 405 Hm, 17 Posten
1. A. Heinemann	SV Robotron Dresden	2:01:32 2. A. Kulow	Berliner Turnerschaft	2:04:34 3. S. Grismajer	USV TU Dresden		2:04:58
Herren; 21,3 km, 695 Hm, 26 Posten
1. W. Kundisch	USV TU Dresden		2:10:36 2. M. Goericke	Berliner TSC		2:11:20 3. S. Lösch	USV Jena		2:15:03
BRL Mitteldistanz Damen; 4,7 km, 155 Hm, 15 Posten
1. A.-C. Spangenberg	TG 1860 Münden	48:31 min 2. S. Rothaug		OSC Kassel	48:48 min 3. T. Meißner		MTV Seesen	49:23 min
Herren; 6,5 km, 195 Hm, 17 Posten
1. M. Grätsch		USV TU Dresden	45:39 min 2. T. Kääriäinen	USV TU Dresden	48:02 min 3. M. Goericke		Berliner TSC	48:54 min

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