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07. Dezember 2017

Dr. Eberhard Höfer gestorben

Wer kannte ihn nicht, den „Honigmann“ in seinem grün-weißen OL-Shirt, mit seinen lustig blitzenden Augen und einem Schalk im Nacken, wenn er mit seinen Honigschätzen an einem zentralen Ort der Zielwiese einen kleinen Sammelpunkt bildete, Freundlichkeit ausstrahlte und dann ganz unvermittelt zum OL-Start entschwand während seine Frau Rosi souverän die Stellung hielt. Der OL hatte eine ganz zentrale Bedeutung in seinem Leben, sei es als Kartierer, als Organisator oder als Wettkämpfer. Gerne war er international unterwegs und pflegte seine OL-Freundschaften in aller Welt.

Dr. Eberhard Höfer
Dr. Eberhard Höfer
Foto: Nikolaus Risch
Dr. Eberhard Höfer
Foto: Nikolaus Risch

Eberhard hatte ein erfülltes Leben, die gesundheitlichen Begleiterscheinungen zweier Schlaganfälle hatte er mit viel Akribie im Griff und klaglos weggesteckt. Er konnte damit wie selbstverständlich umgehen und blieb seinem gewohnten Leben treu. Das ist bewundernswert und beneidenswert zugleich. Wir kennen ihn als geradlinig, als Verfechter von Gerechtigkeit und durchaus auch als dickköpfig, wenn er von etwas überzeugt war. Eberhard liebte die Musik und seine Familie und er wurde geliebt. Er war ein eher stilles Vorbild, aber eben immer ein Vorbild: Stets präsent, wenn er gebraucht wurde, unaufgeregt, verlässlich, die Gemeinschaft suchend, sie ausfüllend und bereichernd. Ehrgeizig als Wissenschaftler im Beruf und im Sport und er war ein Freund, dem man jederzeit vertrauen durfte. Eberhard starb ohne sichtbar leiden zu müssen. Nach dem Training unter der Dusche brach er zusammen. Kann man sich als Sportler einen schöneren Tod wünschen? Vielleicht nicht, aber warum musste er so früh sterben? 78 Jahre sind kein Alter.

Gemeinsam mit seiner Frau Rosi - „wir hatten noch so viel vor“ - und häufig begleitet von seinen Kindern und deren Familien war er eine feste Institution bei allen größeren OL-Veranstaltungen in Deutschland. Anfang der 1990er Jahre begann sich eine tiefe kameradschaftliche Freundschaft zwischen Eberhard und den Sportlern der ASG Teutoburger Wald zu entwickeln. Die ASG wurde von da an bis heute seine sportliche Heimat. Trotz der räumlichen Distanz ist diese Beziehung nie ermüdet, wenn es wichtig wurde, war Eberhard immer dabei, mittendrin.

Sein bescheidenes Auftreten verdeckt ein wenig, dass er als engagierter Altersklassenläufer sportlich erfolgreicher war, als mancher das möglicherweise wahrgenommen hat. Wer bei einer Veteranen-WM in Sydney 2009 in einem Feld von 180 Mitbewerbern die Silbermedaille gewinnt, der hat Spuren hinterlassen, von denen viele träumen. Nicht nur Sydney hat Eberhard zu Recht stolz werden lassen, viele Medaillen und sehr gute Platzierungen bei Deutschen Meisterschaften zeugen davon, dass ihn auch gesundheitliche Rückschläge nicht haben verzagen lassen. Im Team mit ihm laufen zu können, sei es in der Staffel oder als Mannschaft, hat immer Freude gemacht und die ausgezeichnete Vereinsgemeinschaft unterstrichen. Eberhard, wir vermissen Dich. Die OL-Gemeinschaft wird Dich nicht vergessen. * 23. November 1939 † 26. November 2017 Für die Ausdauersportgemeinschaft Teutoburger Wald, Nikolaus Risch

Nikolaus Risch
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