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26. Juni 2003

Die zweiten Jugend-Europameisterschaften

Das Topergebnis der zweiten offiziellen Jugend-Europameisterschaft im slowakischen Pezinok lieferte die erst 14-jährige Sandra Juras. Sie rannte in der D16 bei der Sprintentscheidung den meisten davon und wurde achte.

Die JEM-Mannschaft vor der Abreise
Die JEM-Mannschaft vor der Abreise
Die JEM-Mannschaft vor der Abreise

Nach dem hervorragenden Europameistertitel des Vorjahres war es natürlich schwer, ein ähnliches Ergebnis zu erreichen, zumal das diesjährige EM-Team zu einem Großteil aus Läufern bestand, die noch keine internationale Erfahrung aufweisen konnten. So sollten zum Beispiel bis auf die nachnominierten Läufer keine Jugendlichen sowohl bei der EM als auch bei der Junioren-WM (Anfang Juli in Estland) laufen.

Das deutsche Team bei der Siegerehrung...
Das deutsche Team bei der Siegerehrung...
Das deutsche Team bei der Siegerehrung...

Der Sprint-Wettkampf fand in der Kleinstadt Pezinok, dem Zentralort, statt. Die Karte bestand zum größten Teil aus städtischer Bebauung, im Norden schloss sich sich ein kleines Parkgelände an. Für die Trainer und auch die Aktiven war es vor dem Rennen schwer, klare Ziele zu definieren. Zu selten sind die Meisten schon einen Sprint - zumal in der Stadt - gelaufen. Einen wirklichen Lichtblick gab es allerdings aus deutscher Sicht in der D16. Sandra Juras (eigentlich noch D14) kam mit einer knappen Minute Rückstand zur Siegerin auf den 8. Platz, bei 60 Läuferinnen! Zum Podestplatz 6 fehlten nur 7 Sekunden. Die übrigen Ergebnisse zeigten dann aber klar, welche Nationen eine Sprint-"Kultur" etabliert haben, so schnitten zum Beispiel die Österreicher an diesem ersten Wettkampftag verhältnismäßig besser ab. Eine Konsequenz sollte sein, dass mehr Sprintwettkämpfe - auch regionaler Natur - in Deutschland angeboten werden. Die Sprintdisziplin ist schließlich eine zur Klassik gleichwertige EM-Entscheidung und geht ebenso in die Nationenwertung ein. Dabei reichen Sprint-OLs in waldähnlichen Gebieten sicher nicht aus, insbesondere die geländespezifischen Eigenheiten von Park und Stadt müssen trainiert werden.

Startläuferin D-18: Britta Hommen
Startläuferin D-18: Britta Hommen
Startläuferin D-18: Britta Hommen

Umso mehr Chancen rechneten sich einige auf der leicht verkürzten Klassikdistanz am Samstag aus. Das Gelände war aus dem Ostertrainingslager und der Vorbereitungswoche hinreichend bekannt, das Wetter war warm aber nicht zu heiß und die Läufer motiviert. Zwar zeigten die meisten eine konstante bis gute Leistung, doch leider gelang niemandem der absolute Sprung nach vorne unter die Top Ten oder sogar auf das Podest. So musste sich das deutsche Team mit Plätzen ab dem 20. Rang abfinden, man sollte allerdings erwähnen, dass alle Klassen sehr stark - zum Teil stärker als in den Vorjahren - besetzt waren. Beim abschließenden Staffelwettkampf vor der spektakulären Kulisse einer alten Burg gab es ebenso keine "Ausreißer nach oben". Die H16-Staffel mit Sören Lösch, Philipp Müller und Christoph Mikuschek sorgte aber mit stabilen Läufen für einen guten 8. Rang. Für alle drei war es die erste internationale Meisterschaft. Im nächsten Jahr wird die Jugend-EM im österreichischen Salzburg stattfinden, training has started.

Mehr:
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