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27. November 2020

Deutschlands „beste“ O-Sport-Karten und -Gelände #13 Teil 2

Hier nun die Fortsetzung des Interviews mit Jens Leibiger. Nach einigen trainingsintensiven, aber wettkampfarmen Jahren als Schwimmer fand er 1972 zum OL. Besonders mit seinem jüngeren Bruder Jörg lief er zahlreiche OL-Staffeln. Er genoss nach eigenen Worten die allwöchentlichen Reisen quer durch die Republik mit den Freunden des eigenen Vereins und anderer Vereine. Und der OL, die Freunde, das Reisen, die tollen Landschaften ziehen ihn heute immer noch (fast) jedes Wochenende nach draußen.

Welche Distanzen/ welche Trainings eignen sich auf diesen Karten am besten?

Es ist ja etwas schade, dass die Schrammstein-Karte zu Helmuts Geburtstag gerade erst im Netz war. Das hatte ich nicht mitbekommen, sonst hätte ich eher eine andere Helmut-Karte, z.B. von den Rauensteinen ausgewählt.

Die Felsgebiete in Sachsen und Böhmen bieten Möglichkeiten für technisch höchst komplexe Aufgabenstellungen für Routenwahlen auf allen Distanzen. Man muss schon viele Läufe investieren, um auch nur einigermaßen ein Gefühl für die richtigen Entscheidungen aufzubauen. Aber gerade durch diese enorme Vielschichtigkeit der Anforderungen ist es immer wieder faszinierend, fesselnd, ...

Sowohl das Osterzgebirge beim Ski-OL als auch der Harz beim MTBO eignen sich vor allem für Langstrecken-Veranstaltungen/Trainings ... wie vielleicht schon bemerkt, meine Lieblingsdisziplin ;) Die Quedlinburger bieten da übrigens auf Ihrer Website ein gutes Archiv ihrer Veranstaltungen mit den Karten, Bahnen, Zwischenzeiten, vor allem in Corona-Zeiten eine gute Möglichkeit zum „Online-Training“. ;)


In welchem deutschen, lange nicht kartierten bzw. unkartierten Gelände würdest du gerne einmal laufen bzw. mit dem MTB fahren und warum?

Ich denke da oft an die OLs zur Swiss O-Week, in Tirol, den Dolomiten in sehr spannendem, alpinem Gelände ... das würde ich mir in unserem Alpenraum auch mal wünschen.


Welchen geografischen Vorteil siehst du allgemein in OL-Deutschland?

Deutschland liegt in Nachbarschaft mit fast allen großen OL-Nationen und dies eröffnet die Möglichkeit, oft mit vergleichsweise geringem Aufwand an hochqualitativen Läufen in unseren Nachbarländern teilzunehmen. Bei uns selbst gibt es erst einmal über das gesamte Land verteilt viel Wald an sich, der auch ein sehr vielfältiges Spektrum von Geländeformen abdeckt. Darum beneiden uns sicher einige. Was nicht ganz dazu passt, ist eher die Anzahl und geografische Verteilung der OLer in Deutschland. Daran müssen wir zuerst arbeiten, dann kommen wir auch mal zu Karten in noch unerschlossenen Lieblingswäldern. Vielleicht sollte ich einfach als Rentner mal meinen Unruhesitz am Alpenrand suchen. ;)

Mehr:
Festposten für Ski-OL im Gebiet Kahleberg (existiert auch auf MTBO-Kartengrundlage und wird möglicherweise erweitert)
Artikel „Brücke für die Biathlonarena Hofmannsloch“
Presseartikel und Ergebnisse aus den 70er und 80er Jahren