26. Juli 2025
Deutsches Turnfest 2025
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Inzwischen ist das Deutsche Turnfest bereits eine Weile vorüber, trotzdem soll auch an dieser Stelle noch darüber berichtet werden. Vom 28. Mai bis zum 1. Juni lockte das Turnfest 80.000 Sportler*innen und ein Vielfaches an Besucher*innen nach Leipzig. Auch der deutsche Orientierungssport war dort vertreten – durch einen Orientierungslauf, den der OK Leipzig um Wieland Kärger anbot, sowie durch einen Infostand und ein Mitmachangebot im Go4O-Format unter Federführung von Werner Drese.
Orientierungslauf am Kulkwitzer See
Im Rahmen des Internationalen Deutschen Turnfests fand am 30. Mai auch ein Orientierungslauf am südwestlichen Stadtrand von Leipzig, konkreter am Ostufer des Kulkwitzer Sees statt. Ursprünglich war dieser im zentrumsnahen Clara-Zetkin-Park geplant, jedoch wurde dieser in der konkreten Planungsphase von der Naturschutzbehörde bedauerlicherweise nicht genehmigt. Die Gesamtleitung, die im Vorfeld mit viel Organisation und zahlreichen Abstimmungen mit dem Turnfest-Organisationsteam verbunden war, übernahm Wieland Kärger. Viele fleißige Hände von Vereinsmitgliedern des OK Leipzig und LVB Leipzig trugen zu einer sehr gelungenen Veranstaltung bei, die für viele Turnfest-Sportler*innen zu einem echten Premiere-Erlebnis wurde. Aber auch das Wetter mit strahlendem Sonnenschein und die Aussicht auf ein anschließendes Bad im See trugen nicht ganz unwesentlich dazu bei.
Die Gesamtzahl der Meldungen belief sich auf knapp 1000 Sportler*innen, die zwischen 10:00 bis 15:00 Uhr auf die verschiedenen Strecken bei freier Startzeit gingen. Um einen Startstau zu vermeiden, waren den Landesverbänden für die ca. 600 gemeldeten Einzelläufer im Vorfeld Startfenster zugewiesen worden. Gelaufen wurde auf insgesamt vier Bahnen zwischen 2 bis 6 km Länge, die sich auf zehn Klassen verteilten: Kinder-, Jugend-, Haupt- und zwei Seniorenklassen, jeweils männlich und weiblich.
Parallel zu den Einzelläufen fand ein Turn-Gruppen-Wettkampf und eine Turn-Gruppen-Meisterschaft statt. Es handelt sich um einen Mannschaftsmehrkampf, wobei Orientierungslaufs eine Disziplin darstellt. Hierbei absolviert jedes Team einen Score-OL mit 10 Posten, die innerhalb von 30 Minuten (männlich) bzw. 35 Minuten (weiblich) vom ganzen Team bestehend aus acht bis zehn Sportler*innen angelaufen werden müssen. 40 Teams mit knapp 400 Teilnehmer*innen gingen an den Start. Die Stimmung in den Teams war bombastisch und die Sportler*innen liefen teils bis zur völligen Erschöpfung, und dies im wahrsten Sinne des Wortes. Für einige (oder doch viele?) Teilnehmer*innen war der Orientierungslauf ein wahres Abenteuer, das aber mit viel guter Feierlaune angegangen wurde. Wie schön wäre es doch, diese Vibes auch im normalen O-Sport viel öfter zu erleben.
Orientierungslauf in der Messehalle
Ein weiteres Team um Werner Drese gemeinsam mit weiteren Helfer*innen, hauptsächlich vom OLV Uslar, war über den gesamten Zeitraum des Turnfests in der Leipziger Messe vertreten und boten dort neben vielen Informationen rund um den Orietierungslauf auch einen Go4O an. Das Angebot war offen für alle: In den fünf Festtagen wurden mehr als 5.200 Strecken auf dem 4x4-Feld absolviert – das sind zwei Strecken pro Minute. Eine Höchstbelastung für alle Helfer*innen, die daher in Schichten arbeiten mussten. Unter den Teilnehmenden waren allerhand Turnfestteilnehmende. Besucher*innen, aber auch die Jugendlichen, deren Wettkämpfe, teils sogar deutsche Meisterschaften beim Turnfest ausgetragen wurden, die nach langen Tagen völlig erschöpft trotzdem noch den Orientierungslauf ausprobierten. Wer nicht mehr laufen konnte – kein Problem: Turner können das auch im Handstand.
Ob „richtiger“ OL im Gelände oder „nur“ Go4O, die Resonanz in Form von Beteiligung beim Turnfest war überwältigend. All das war nur durch die vielen freiwilligen Helfer*innen möglich, die dadurch teils auch auf die parallel stattfindenden Deutschen Mitteldistanzmeisterschaften in Berlin verzichteten. Ihnen gilt ein Riesendank für diese Bereitschaft!
In vier Jahren wird das Deutsche Turnfest in München stattfinden. Das Angebot sollte dort auf jeden Fall wiederholt, wenn möglich sogar ausgebaut werden – nirgendwo sonst bekommt der Orientierungssport in Deutschland eine so große Reichweite gegenüber Sportinteressierten. Vielleicht kann man es sogar wie andere Sportarten im Turnverband halten und dort eine Deutsche Meisterschaft austragen?
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