OL OL

10. Juli 2018

Colin Kolbe ist Juniorenweltmeister!

Colin Kolbe gewinnt den Weltmeisterschaftslauf der Junioren über die Sprintdistanz. 27 Jahre nach dem letzten Titel bei den Junioren durch Kristin Liebich steht mit dem Lübbecker Orientierungsläufer wieder ein Deutscher ganz oben auf dem Podest. Das Damenrennen gewann erneut die Schweizer Überfliegerin Simona Aebersold. Ann Charlotte Spangenberg (TG 1860 Münden) lief als beste deutsche Dame auf Rang 30 in der Altstadt von Kecskemét.

Schon bei den Interviews im Vorfeld der Weltmeisterschaften waren bei den deutschen Nachwuchskadern der absolute Wille und das Selbstvertrauen zu erkennen, welches für eine herausragende Leistung eines jeden Einzelnen notwendig ist. So war es für den amtierenden Deutschen Meister nach einem durchwachsenen Rennen über die Langdistanz auch kein Problem sich komplett neu auf die Sprintdistanz zu fokussieren. Vor dem Wettkampf hatte der in Dortmund lebende Student das Rennen schon mehrfach im Kopf absolviert und von einer Platzierung in den Top15 geträumt.

Als drittletzter Starter ging Colin dann konzentriert auf die 4,1 km lange Bahn. Komplett fehlerfrei kam wohl kaum ein Läufer durch den Mix aus Wohngebieten, Durchgängen, Brücken, weitläufigen Parks mit gesperrten Bereichen sowie natürlichen und künstlichen Barrieren. Im relativ dicht gesetzten Postenbereich 6-9 gingen auf dem Weg zum neunten Kontrollpunkt einige Sekunden verloren. Da Colin die gesamte Bahn mit bestechender Form 'im Flow' absolvierte und bei den unterschiedlichsten kleineren und größeren Routenwahlen stets die richtige Entscheidung traf, gab der Nationalläufer ab dem 17. Kontrollpunkt virtuell die Führung nicht mehr ab. Somit gab es nach dem Zieleinlauf neben den Trainern und Aktiven vor Ort wohl nicht wenige Orientierungssportler und Fans, die jubelnd vor den Live-Ergebnissen saßen und beteten, dass dies kein Traum war.

Die Podestplätze komplettierten Matthew Fellbaum (Großbritannien) auf Rang 2 sowie Otto Kaario (Finnland) und Kasper Fosser (Norwegen) auf einem geteilten dritten Rang. Aber auch Erik Döhler (TUS Rüppur) und Ole Hennseler (MTV Seesen) zeigten mit den Rängen 31 und 43 erneut eine gute Leistung. Im Damenrennen lief Simona Aebersold die 3.7 km erneut in einer eigenen Liga und siegte mit 26 Sekunden Vorsprung auf Tereza Janosikova (Tschechien) und Csilla Gardonyi (Ungarn). Ann Charlotte Spangenberg lief ein stabil starkes Rennen. Durch einen Fehler am vorletzten Kontrollpunkt fiel die Mündener Orientierungsläuferin noch vom 25. auf den 30. Rang zurück. Mareike Seeger (OLG Regensburg), Birte Friedrichs (MTV Seesen) und Isabel Seeger (OLG Regensburg) beendeten des Rennen auf den Plätzen 47, 53 und 56. Am Mittwoch findet keine Entscheidung statt. An diesem Tag können sich die Teams auf die Staffel und die Qualifikationsläufe der Mitteldistanz vorbereiten, welche am Donnerstag in Bócsa folgt.

Ergebnisse

Damen
1. S. Aebersold		Schweiz			15:35 min 2. T. Janosikova	Tschechien		16:01 min 3. C. Gardonyi		Ungarn			16:37 min 30. A.C. Spangenberg	Deutschland		18:10 min 47. M. Seeger		Deutschland		18:45 min 53. B. Friedrichs	Deutschland		19:02 min 56. I. Seeger		Deutschland		19:06 min 104. H. Hänsel		Deutschland		20:55 min
Herren
1. C. Kolbe		Deutschland		15:48 min 2. M. Fellbaum		Großbritannien		15:56 min 3. O. Kaario		Finnland		15:57 min 3. K. Fosser		Norwegen		15:57 min 31. E. Döhler		Deutschland		17:00 min 43. O. Hennseler	Deutschland		17:26 min 122. C. Klein		Deutschland		20:16 min

Interview der Sieger

Mehr:
Homepage Veranstaltung
Bilder und Videoimpression orientierungslauf.de
Bilder und Videoimpression JWOC2018 Ausrichter