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05. Mai 2011

Auf royalen Spuren in Oberfranken…

Die Traumhochzeit des Jahres ist vorüber, doch am kommenden Wochenende haben die mehr als 600 Läufer in Coburg noch ein Mal die Möglichkeit, royale Geschichte zu „atmen“. Denn es gibt viele, die behaupten, dass das englische Königshaus erst mit Queen Victoria (1819-1901) und deren Mann Albert aus dem Fürstenhaus Coburg-Sachsen-Gotha zu seiner heutigen Beliebtheit kam. Diese Verbundenheit mit den englischen „Royals“ werden auch die Teilnehmer zu spüren bekommen.

Denn im Vorlauf, der im mächtigen Schatten einer der größten Burganlagen Deutschlands, der Veste Coburg, stattfinden wird, geht es auf schnellen Teilstücken bergab durch den „Hofgarten“ der Innenstadt entgegen. Dieser Hofgarten ist im englischen Landschaftspark-Stil angelegt und bietet allen Sprintfreunden einen „Leckerbissen“ mit seinen vielen Baumgruppen, Denkmälern, Brunnen und nicht zuletzt auch Höhenmetern. Durch die Startüberhöhung wird aber ein sehr schnelles Rennen erwartet, in dem jeder kleinste Fehler ausschlaggebend für die A-Final Qualifikation sein kann. Das Ziel befindet sich mitten auf einem der schönsten Coburger Plätze - dem Schlossplatz. Eingerahmt von Landestheater, dem Residenzschloss der Coburger Fürsten, der Ehrenburg und dem Hofgarten beginnt das Warten auf die Finals (erster Start: 15:30 Uhr). Diese führen dann direkt durch Coburgs Innenstadt, unter anderem vorbei am Denkmal von Prinz Albert, welches als ein Geschenk von Queen Victoria auf dem Marktplatz aufgestellt wurde. Die kleinen Gassen und Höfe der Innenstadt sorgen für zahlreiche Richtungswechsel und schnelle Routenwahlentscheidungen, sprinttypisch eben. Bis es wieder auf den weitläufigen Schlossplatz geht, wo vielleicht noch mal ein paar Sekunden rausgeholt werden können.

Als Favoriten gelten bei den Damen natürlich die ersten beiden des letzten Jahres - Titelverteidigerin Karin Schmalfeld und Monika Depta. Aber auch die junge Garde um Esther Doetsch, Josephine Greiner, Jitka Krämer oder Jenny Seib sind Medaillenaspiranten. Bei den Herren darf man gespannt sein, ob der letztjährige Überraschungszweite Felix Späth seine gewohnt starken Sprintleistungen bestätigen kann. Neben ihm gelten auch Sören Lösch, Christian Teich, Alexander Lubina, Christoph Brandt und Bjarne Friedrichs als Anwärter aufs Podest. Viele Namen also, doch bei nur 10 Finalplätzen pro Vorlauf, sind bereits da 100% gefragt.

Ganz im Gegensatz zu den schnellen Beinen des Sprints steht der BRL am Sonntag. Über die Langdistanz ist traditionell die Ausdauer gefragt. Vor allem durch die teilweise steilen Anstiege des „Bausenbergs“ hinauf zum Coburger Flugplatz auf der „Brandensteinsebene“ kommt die Kraftkomponente zusätzlich zur Geltung. Für beide Eliteklassen hat der BRL durch den Status eines World Ranking Events auch einen internationalen Flair. Ebenfalls wichtig ist der BRL für alle JEM- Interessenten und Interessentinnen, da das Meisterschaftswochenende Qualifikation für die EM in Tschechien ist. Der TV Coburg-Neuses freut sich auf jeden Fall nach 2005 und 2008 wieder Gastgeber eines nationalen Laufes zu sein und seine Gäste in Oberfranken begrüßen zu dürfen. Wir hoffen natürlich auf gutes Wetter und eine super Stimmung in Coburgs Innenstadt!

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