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08. Mai 2018

3 Deutsche im Finale der Mitteldistanz

Ein ganz besonderes Gelände hatten sich die Schweizer Organisatoren zur Qualifikation über die Mitteldistanz ausgesucht. Südlich von Lugano waren die Strecken bei Carona, nahe des Gipfels San Salvatore, zu absolvieren. Zahlreiche Nationen hatten im harten Gelände Ausfälle zu beklagen. Aus Deutschland erreichten 3 Nationalläufer das Finale.

Von 'hochanspruchsvollem Orientierungslaufen' sprachen nach dem knapp 30-minütigen Qualifikationslauf in Carona alle. Klar zu kommen galt es mit extrem steilen Hängen, mit weitgehend fehlenden Orientierungspunkten und schlechter Sicht. Mit mehr oder weniger zeitraubenden Fehlern galt es ebenfalls klarzukommen. 'Sich bewusst Zeit nehmen, hinstellen und sich bewusst werden über den Standort und die Karte richtig interpretieren', waren oft gehörte Punkte, die es zum Erfolgreichsein zu beachten galt. Aus deutscher Sicht kam Susen Lösch (USV Jena) als Viertplatzierte ihres Qualifikationslaufes mit den Anforderungen sehr gut zurecht. Mit etwas mehr als 3 Minuten Rückstand zur Schweizer Tagessiegerin des Qualifikationslaufes erfolgte die Bestätigung der zuletzt sehr guten Ergebnisse in der schwedischen Liga. Auch Dorothea Müller (Post SV Dresden) zeigte beim Europameisterschaftsstart über die Mitteldistanz im teilweise sehr grünen, stets bergigen und mitunter felsigen Gelände ihre technischen und läuferischen Fähigkeiten.

Philipp Müller (Post SV Dresden) nutzte die Gunst der Stunde und absolvierte teilweise mit dem Schweizer Andreas Kyburz den Qualifikationslauf, so dass am Ende ein 9.Rang verbucht werden konnte. Alle weiteren deutschen Teilnehmer haderten, ähnlich wie mehrere Favoriten, mit den Tagesanforderungen. So qualifizierte sich beispielsweise aus dem schwedischen Herrenteam nur ein einziger Auswahlläufer für das Finale. Einzig der Gastgeber zeigte sich mit der kompletten Mannschaft sehr gut vorbereitet auf die Anforderungen. Mehrere Tagesbestzeiten in den unterschiedlichen Qualifikationsläufen waren die Folge.

Einige Auswahlteams wurden für die kommenden Tage durch Verletzungen wie Stürze und das Umknicken im schweren, steinigen Geläuf dezimiert. Aus der deutschen Mannschaft erwischte es Patricia Nieke (USV TU Dresden), die nach dem Lauf zunächst das Krankenhaus aufsuchte. Am Mittwoch findet das Finale südlich der heutigen Entscheidung in Serpiano statt. Auf der gegenüberliegenden Seite des Luganer Sees geht der erste Läufer 10 Uhr auf seine Bahn. Laut Ausschreibung soll das Gelände dann besser zu belaufen sein. Auch die Sicht im Wald wird als 'zumeist gut' beschrieben.

Ergebnisse

Damen Vorlauf A
1. M. Teini (Finnland)		26:30  min 17. V. Round (Australien)	30:36 min 31. A. Goetsch (Deutschland)	38:42 min P. Nieke (Deutschland)		DNF
Vorlauf B
1. J. Gross (Schweiz)		26:52 min 4. S. Lösch (Deutschland)	29:57 min 16. D. Müller (Deutschland)	33:45 min
Vorlauf C
1. J. Knapova (Tschechien)	27:10 min 16. A. Kutkaite (Litauen)	32:18 min 23. A. Reinhardt (Deutschland)	35:01 min 31. P. Starke (Deutschland)     46:26 min
Herren Vorlauf A
1. F. Hertner (Schweiz)		24:50 min 16. A. Blanes (Spanien)		29:31 min 22. M. Döllgast (Deutschland)	30:55 min 37. W. Kundisch (Deutschland)	42:30 min
Vorlauf B
1. F. Howald (Schweiz)		26:57 min 17. P. Sirum (Norwegen)		30:55 min 30. C. Prunsche (Deutschland)	35:01 min 35. F. Späth (Deutschland)	43:41 min
Vorlauf C
1. D. Hubmann (Schweiz)		24:53 min 9. P. Müller (Deutschland)	28:05 min 16. A. Mcleod (Großbritannien)	29:39 min 29. B. Friedrichs (Deutschland)	31:43 min

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