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21. Oktober 2022

Zehn Jahre WMOC

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Der damalige Technische Delegierte Rainer Müller (stehend) erinnert in gewohnt launiger Manier an die WMOC 2012.
Foto: Eike Bruns
Der damalige Technische Delegierte Rainer Müller (stehend) erinnert in gewohnt launiger Manier an die WMOC 2012.
Foto: Eike Bruns

Vor gut zehn Jahren fand mit den Senioren-Weltmeisterschaften die größte Orientierungslauf-Veranstaltung statt, die jemals in Deutschland ausgerichtet wurde. Jetzt kamen Teilnehmer, Helfer und Organisatoren zusammen, um an dieses Großereignis vor einem Jahrzehnt zu erinnern.

Ob Doppelweltmeister Michael Finkenstädt (OLV Uslar), Sprintweltmeister Helmut Conrad (USV TU Dresden), zahlreiche Helfer aus ganz (OL-)Deutschland oder weite Teile des Organisationsteams, das Vereinsheim des MTK Bad Harzburg war am Samstagabend bis auf den letzten Platz gefüllt. Dabei hatten weit mehr als doppelt so viele Orientierungsläufer ihr Interesse bekundet, teilnehmen zu wollen, konnten aber aufgrund der recht kurzfristigen Einladung den Termin nicht einrichten.

Aber auch so gab es bei freier Verpflegung einen munteren Austausch, wie alle Beteiligten die World Masters Orienteering Championchips (WMOC) vor zehn Jahren im Harz aus ihren unterschiedlichen Perspektiven erlebt haben. So gab es viele Details und „Histörchen“ aus dem Orga-Team, das die Veranstaltung sechs Jahre lang vorbereitet hatte. Dabei stand auch die Nachhaltigkeit der WMOC im Mittelpunkt. Sei es, dass dadurch Orientierungslauf im Harz deutlich bekannter geworden ist, sie nachfolgende Veranstaltungen befeuert hat oder dass die Senioren-Weltmeisterschaften der Region einen geschätzten Umsatz von rund 4 Millionen Euro gebracht hat. Der damalige nationale Technische Delegierte Rainer Müller erzählte in gewohnt launiger Manier über die immensen Arbeiten wie zum Beispiel die Kontrolle jeder einzelnen von gut 10.000 Karten. Und die Sportler gaben Einblicke, wie akribisch sie sich auf die Meisterschaften vorbereitet haben, um „vor der eigenen Haustür“ erfolgreich zu sein. Garniert war der Abend mit Filmausschnitten und Fotos von vor zehn Jahren.

Die WMOC 2012 hat eine Woche lang rund 4500 Teilnehmer aus 42 verschiedenen Staaten in den Harz geführt. Zentralort war Bad Harzburg, weitere Austragungsorte waren Goslar, Drei-Annen-Hohne und Clausthal-Zellerfeld. Alleine aus dem deutschen Orientierungslauf kamen mehr als 100 Helfer aus dem gesamten Land zusammen, um die Veranstaltung zu einem vollen Erfolg werden zu lassen. Hinzu kamen unzählige weitere Helfer aus dem Tourismus, der Verwaltung, Institutionen, Behörden, Organisationen, Verbänden, Vereinen und mehr. Die WMOC gilt nicht nur als größtes Sportereignis, das in dieser Art jemals im Harz ausgetragen wurde. Sie gilt auch bis heute als größte Senioren-WM, die jemals im Orientierungslauf ausgetragen wurde, wie unlängst gerade wieder der Geschäftsführer des Weltverbandes IOF, Henrik Eliasson, betonte – verbunden mit sehr positive Erinnerungen an die WMOC 2012.

Einziger Wehrmutstropfen ist, dass die Senioren-Weltmeisterschaften in dieser Art heute nicht mehr funktionieren würden. Insbesondere Borkenkäfer haben dafür gesorgt, dass in den damaligen Wettkampfgeländen heutzutage so gut wie gar kein mehr Wald vorhanden ist. In welchem kritischen Zustand die Harzer Wälder sind, davon konnten sich die Teilnehmer am Samstag und Sonntag selbst ein Bild machen. Die Veranstaltung war eingebettet in einen Einzel- und einen Mannschafts-Orientierungslauf in Geländen bei Clausthal-Zellerfeld, die auch vor zehn Jahren in die engere Auswahl gekommen waren, aber letztlich nicht genutzt wurden.

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Der Zuspruch zum Zehn-Jahres-Treffen ist groß, Sitzplätze sind Mangelsware.
Foto: Eike Bruns
Der Zuspruch zum Zehn-Jahres-Treffen ist groß, Sitzplätze sind Mangelsware.
Foto: Eike Bruns
WMOC Logo WMOC Logo
Das Logo der damaligen Senioren-Weltmeisterschaften.
Foto: Eike Bruns
Das Logo der damaligen Senioren-Weltmeisterschaften.
Foto: Eike Bruns

Mehr:
Homepage der Senioren-Weltmeisterschaften 2012

Eike Bruns
Vorstellungsrunde Nachwuchskader: Juliane Burgmair
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