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12. Oktober 2016

Weltcupfinal-Auftakt auf 3500 Metern

Der Auftakt zum diesjährigen Weltcupfinale in der Schweiz war speziell. Auf gut 3500 Metern über Meereshöhe auf dem Jungfraujoch gaben sich amtierende Orientierungslauf-Weltmeister ein Stelldichein - mit amtierenden Olympiasiegern.

Zugegeben, auch wenn sich die Starterliste hochkarätig liest, war der sportliche Wert dieses Events am Mittwoch überschaubar. Vielmehr sollte mit dem Showwettkampf auf dem "Top of Europe" auf das Weltcupfinale 2017 hingewiesen werden, das in Grindelwald am Fuß von Eiger, Mönch und Jungfrau stattfinden wird.

Dennoch hatten sich die Ausrichter - allen voran Matthias Niggli, der kommendes Jahr erstmals Wettkampfchef sein wird - für das Showevent auf rund 3500 Metern Höhe einiges einfallen lassen. Von der Aussichtsplattform der Forschungsstation Sphinx ging es durch ein Tunnellabyrinth durch eine Vielzahl von Touristen bis auf eine weitere Außenplattform zu Füßen der Jungfrau. Erste im Ziel war Lokalmatadorin Judith Wyder vor der Schwedin Tove Alexandersson und dem Schweizer Florian Howald. Starter wie Jerker Lysell (Schweden) oder Olav Lundanes (Norwegen) gingen leer aus. Ebenso die vier Ruderer des Schweizer Vierers, der in Rio bei den Olympischen Sommerspielen Gold gewonnen hatte. Sie hatten extra für ein Schweizer Fernseh-Magazin den Vergleich mit den OL-Spezialisten angetreten.

Überhaupt war die Medienpräsenz gut, was ja aber auch Ziel der Werbeveranstaltung für 2017 war. Richtig ernst in diesem Jahr wird es für die OL-Elite am Freitag. Dann beginnt in Aarau das diesjährige Weltcupfinale mit der Sprintstaffel. Nach der Langstrecke am Sonnabend beschließt der Einzel-Sprint am Sonntag den Weltcup 2016, der noch nicht entschieden ist.

Mehr:
Homepage des Weltcupfinals 2016