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04. August 2015

Susen Lösch läuft unter die Top40

Mit dem 34. Rang hat Susen Lösch (USV Jena) für die beste deutsche Platzierung beim Weltmeisterschaftslauf über die Mitteldistanz in Schottland gesorgt. Im Herrenrennen lief Christoph Brandt (SSV Planeta Radebeul) als bester Deutscher auf Rang 46. Weltmeister wurden Annika Billstam (Schweden) und Daniel Hubmann (Schweiz).

Schon bei der Einfahrt in das Areal von Darnaway kam das Gefühl auf, dass man sich auf einem klassischen britischen Landsitz befinden muss. Das Zielgelände war unmittelbar unterhalb des Schlosses Darnaway platziert. Die Bahnlegung im bewirtschafteten Wald führte bei den Damen und Herren durch ein eiszeitlich stark geprägtes Gelände mit vielen Hügeln und Senken. Verschiedenartige Grünstufen, Unterholz und überwachsene Bereiche erschwerten oft das Orientieren und das Laufen. Susen Lösch zeigte in der Damenkonkurrenz ein starkes Rennen. Nach einem sicheren Einstieg zum ersten Posten unterlief der Berliner Studentin am zweiten Kontrollpunkt der einzige größere Fehler im Rennverlauf. Auf der langen Routenwahl von Posten 3 zu Posten 4 wählte die Nationalläuferin die südliche Variante, um über einen Weg sicher und kraftsparend zum nächsten Posten zu orientieren. Auch vom Gegnerkontakt, der auf einem Großteil der Strecke durch nach oder vor ihre gestartete Läuferinnen bestand, ließ sich Susen Lösch nicht irritieren und spulte zielstrebig ihr Programm ab. Selbst nach der harten Mitteldistanz stand die Jenaer Orientierungsläuferin schnell erholt nach dem Rennen Rede und Antwort. Christiane Tröße lag im Gegensatz dazu nach ihrem Lauf minutenlang im Bereich des Zieleinlaufes. Die Ilmenauer Orientierungsläuferin beendete nach einem größeren Zeitverlust im Mittelteil des Rennens die Mitteldistanz auf dem 53. Rang.

Ganz vorn an der Spitze zeichnete sich zur Mittagszeit ein Titelkampf zwischen den skandinavischen Orientierungsläuferinnen ab. Die Bronzemedaillengewinnerin Emma Johansson sah lange Zeit wie die Siegerin der Entscheidung aus. Die Schwedin musste sich nach einem Fehler gegen Ende des Rennens aber letztendlich mit Rang drei zufrieden geben. In erneuter Abwesenheit von Judith Wyder (Schweiz) und Tove Alexandersson (Schweden) zeigte Titelverteidigerin Annika Billstam technisch und physisch das beste Rennen. Die Schwedin konnte bei dieser Mitteldistanz entgegen vieler Konkurrenten größere o-technische Fehler vermeiden und auch die notwendige Physis aufbringen, um im teilweise sehr schwer belaufbaren Gelände zu bestehen. Platz zwei ging an Merja Rantanen (Finnland).

Im Herrenrennen lief Christoph Brandt (SSV Planeta Radebeul) mit einem konstanten Rennen auf Rang 46. Christoph Prunsche (TuS Lübbecke) hatte ähnlich wie Christiane Tröße im Mittelteil der Bahn einen größeren Zeitverlust zu beklagen. Im Gesamtklassement bedeutete dies den 54. Platz. Auch bei den Herren zeichnete sich über die Mitteldistanz ein spannendes Rennen ab, welches die Zuschauer live im Zielareal verfolgen konnten. Hier hatte der Franzose Lucas Basset nach einem sehr guten Lauf mit nur minimalen Fehlern eine starke Richtzeit gesetzt. Einzig der Schweizer Daniel Hubmann konnte diese noch um 3 Sekunden unterbieten und wurde Weltmeister über die Distanz. Olle Boström (Schweden) komplettierte das Podest. Am Mittwoch folgt ab 15 Uhr (MESZ) in Darnaway die Staffelentscheidung.

Ergebnisse

Damen (5,3 km; 200 Hm; 21P)
1. A. Billstam		Schweden	35:46 min
2. M. Rantanen		Finnland	36:36 min
3. E. Johansson		Schweden	37:04 min
34. S. Lösch		Deutschland	44:16 min
53. C. Tröße		Deutschland	50:39 min 
Herren (6,2 km; 240 Hm; 25P)
1. D. Hubmann		Schweiz		34:23 min
2. L. Basset		Frankreich	34:26 min
3. O. Boström		Schweden	34:36 min
46. C. Brandt		Deutschland	42:12 min
54. C. Prunsche		Deutschland 	45:26 min

Mehr:
Homepage Veranstaltung
Detaillierte Informationen zum Finale der Mitteldistanz
Übertragung (im schwedischen Fernsehen)