31. Juli 2025
Studierenden-EM in Lodz
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Im Rhein-Ruhr-Gebiet fand in der letzten Woche mit der Universiade das größte internationale Multisportevent des Jahres statt. Orientierungslauf war dort nicht vertreten, dafür fanden fast zeitgleich die Europameisterschaften der Studierenden im polnischen Lodz statt. Deutsche Studierende konnte einige gute Ergebnisse erlaufen.
Bei den Studierenden-Europameisterschaften starten, anders als bei den Weltmeisterschaften, die Studierenden für ihre Hochschule. Das Event ist nicht nur eine Spitzensportveranstaltung, vielmehr geht es, wie auch bei der DHM, um den Austausch und darum, Leistungssportler*innen und Breitensportler*innen zusammen zu bringen. So kam ein bunt gemischtes Feld nach Lodz, um sich im Sprint, über die Mitteldistanz und in der Sprintstaffel zu messen.
Für deutsche Läufer*innen standen in den drei Wettkampftagen insgesamt drei vierte Plätze zu Buche.
Den Auftakt am Freitag bildete der Sprint. Auf einer laufbetonten Strecke zwischen großen Gebäudekomplexen auf offenen Wiesen wurde Timon Lorenz (Uni Regensburg) Vierter. Zu Platz drei fehlten fünf Sekunden. Kniffelig wurde der Sprint besonders dadurch, dass viele Zäune das Gelände sperrten und die Optimalroute teils weit ab der Luftlinie verlief. Mit Julia Fritz (Uni Tübingen) auf Platz 8 und Jule Roßner (Uni Leipzig) liefen auch zwei Damen in die Top10.
Die Siege gingen an Hanna Sudol (POL) und Jachym Coufal (CZE) – traditionell sind die Mitteleuropäer bei der EUOC stärker als andere Nationen vertreten.
Ein flaches, schnelles Gelände, immer aber auch etwas Sichtbehinderung, warteten auf die Läufer*innen über die Mitteldistanz. Die Posten standen fast ausschließlich an Negativhöhen, die bei hohem Tempo genau mit dem Kompass anorientiert werden wollten. Aus deutscher Sicht gelang das Julia Fritz am besten, sie wurde Vierte. Auf den Bronzerang fehlten nur neun Sekunden. Bester deutscher Herr wurde einmal mehr Timon Lorenz als 7.
Die Bestzeiten gingen in beiden Kategorien nach Tschechien, es siegten Jana Peterova und Jakub Chaloupsky.
Den Abschluss am Sonntag bildete die Sprintstaffel als 2x2-Personenstaffel. Ganz in der Nähe vom Bahnhofsgelände prägten große Gebäude mit Durchgängen, das Wettkampfgelände. Dazu gab es reichlich Brücken, Durchgänge und damit einhergehend viele Routenwahlen. Mit den Mehrebenenbereichen lag die besondere Schwierigkeit gleich zu Posten 1 im Kartenverständnis.
Wieder konnte das deutsche Team sich über einen vierten Platz freuen: In der Männerstaffel erliefen diesen Marek Pompe und Konstantin Kunckel für die TU Dresden. Besonders gut unterwegs war auch Isabell Seeger: Sie wurde auf ihren beiden Strecken 2. bzw. 3.
Bei den Damen gewann die Karls-Universität Prag mit Jana Peterova und Jana Pekarova. Der Sieg bei den Herren ging an Laurin Maurer und Simon Humbel aus der Schweiz. Im Mixedwettbewerb siegten Lucie Semikova und Jakub Chaloupsky von der Universität für Lebenswissenschaften in Prag.
Neben den Wettkämpfen ging es besonders um den Austausch und die (internationale) Vernetzung. Dazu trug auch das Rahmenprogramm bei, inklusive Eröffnungsfeier und Party nach den Wettkämpfen. Das deutsche Team kleidete sich wettergemäß mit Badeequipment als Partyoutfit. Mit Schwimmbrille, Schwimmreifen und Schwimmflügeln konnte der Regen niemanden wegspülen.
Mehr:
Offizielles Ergebnis Sprint
Offizielles Ergebnis Mitteldistanz
Offizielles Ergebnis 2x2-Sprintstaffel
Website EUC Orienteering