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14. Januar 2024

Rund 50 Teilnehmende bei Online-Fortbildungen

Symbolbild
Zusammenstellung der Vorträge.
Zusammenstellung der Vorträge.

An fünf Terminen im November und Dezember veranstaltete Sven Hommen Weiterbildungslehrgänge für A- und B-Trainer*innen, die auch von weiteren Interessierten zahlreich genutzt wurden – das Online-Format machte es möglich. Spannende Vorträge deckten ein weites Spektrum an Themenfeldern ab.

Sportpsychologie, die Bedeutung von Krafttraining und das Thema Frauen im Sport standen ebenso auf dem Programm wie Vorträge zum sprintfokussierten Ansatz des britischen Nationalteams und Einblicke in die Jugendarbeit im polnischen Team.

Den Auftakt Anfang November bildete der Vortrag zur allgemeinen Sportpsychologie durch Christian Hoverath. Er bot einen grundlegenden, theoretischen Überblick über sportpsychologische Konzepte, gab den Trainer*innen im weiteren Verlauf des Vortrags aber auch praktische Hilfsmittel wie das „Ressourcen-ABC“ oder „Rot-Grün“-Listen zum Gedankenmanagement an die Hand.

Mit dem Schweden Emil Wingstedt, aktuell britischer Nationaltrainer, und Tomasz Pabich als langjähriger Jugendtrainer der Polen berichteten zwei internationale Referenten von ihren jeweiligen Erfahrungen.
Emil Wingstedt legte seinen Fokus auf die Vorbereitungen zur Weltmeisterschaft 2022 einerseits, von der die Briten äußerst erfolgreich zurückkehrten, andererseits zeigte er einige Techniken, um anspruchsvolle Sprinttrainings zu gestalten. Eindrücklich war sicherlich für viele die akribische Vorarbeit mit über 130 gelegten Bahnen des Nationalteams allein im Finalgelände des Einzelsprints – wohl mit ein Grund für den Sieg von Megan Carter Davies.
Tomasz Pabich wiederum zeigte auf, wie das polnische Jugend- und Juniorenteam mit geringen finanziellen Ressourcen eine gute Grundlagenausbildung wie auch Wettkampfvorbereitung im Speziellen bewerkstelligt. Er ging auch auf den immer wiederkehrenden Konflikt bei Nominierungen zwischen klaren Qualifikationskriterien und einem Trainerentscheid anhand der Perspektive einzelner AthletInnen ein. Außerdem betonte er die Wichtigkeit und den Benefit, den ein funktionierendes Team bieten kann.

Mit Christian Teich referierte ein deutscher OLer, der selbst über langjährige Erfahrung im Leistungssport verfügt, zum Thema Krafttraining. Zunächst zeigte er theoretisch auf, wie Leistungssportler*innen durch altersgerechtes Krafttraining profitieren können, welches zunächst durch Stabilisationstraining und vorbereitendes Krafttraining aufgebaut wird, um im Erwachsenenbereich spezifische Maximal- und Explosivkrafttrainings ins Training integrieren zu können. Er präsentierte außerdem einige ausgewählte Übungen, die für Orientierungsläufer*innen besonders relevant sind.

Den Abschluss der Vortragsreihe bildete Katharina Fischer vom Leipziger Institut für Angewandte Trainingswissenschaften. Unter dem Motto „Frauen sind keine kleinen Männer“ gab sie einen Überblick über die weibliche Anatomie, sowie die Besonderheiten im Training, die sich durch den Zyklus ergeben. Sie wies auf Probleme und Risiken für Frauen im Leistungssport hin, beispielsweise eine besondere Anfälligkeit für das Energiedefizitsyndrom RED-S, erläuterte aber auch, wie die Beobachtung des Zyklus z.B. als „Rote-Linie“-Indikator für Übertraining genutzt werden kann.


Während viele A- und B-Trainer*innen diese Vortragsreihe zur Verlängerung ihres Trainerscheins nutzten, waren auch andere Interessierte und Trainer*innen der C-Stufe im Publikum zu finden. Für diese wird es in diesem Jahr die Möglichkeit geben, sich selbst in einer Trainer-B-Ausbildung fortzubilden. Interessierte melden sich dazu bitte baldmöglich bei Sven Hommen unter ausbildung (at) o-sport.de .

Leon Kollenbach
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