13. Mai 2025
Feinschliff vor TWG, WOC und EOC
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Die internationale Saison steht vor der Tür. In zwei Trainingslagern feilte zuletzt der Elitekader an der Form für das vollgepackte Programm. Auf ein Waldtrainingslager im schwedischen Norrköping folgte ein Sprinttrainingslager rund um das belgische Turnhout. Bald geht es los: Mit den World Games, der Welt- und der Europameisterschaft stehen drei Highlights an.
Kurz vor Ostern schon reiste der Bundeskader nach Norrköping in Schweden. Ein Großteil des Teams nutzte den Nachtzug, um ausgeruht direkt in das erste Training starten zu können. Die darauffolgenden Tage dienten der Vorbereitung und dem Kennenlernen des schwedischen Geländes, das sie beim ersten Weltcup der Saison erleben werden. Auch das finnische WM-Gelände ist wohl nicht gar so unterschiedlich.
Nach einigen intensiven Trainingseinheiten stand bereits ein erster Wettkampf auf dem Programm: die Stigtomtakavlen. Diese Staffel besteht aus zwei bis drei Nachtstrecken, gefolgt von drei Tagstrecken, die am nächsten Morgen im Jagdstart absolviert werden. Am Wochenende folgten mit dem Prästtomtadubbeln zwei weitere wichtige Wettkämpfe. Hier war volle Konzentration gefragt, denn die Läufe zählten zur Sichtung für die Weltcup-Nominierung.
Während des gesamten Aufenthalts war das Team in den Clubhäusern von NAIS untergebracht. Und das nicht zum ersten Mal, denn unser ehemaliger Cheftrainer Chrafti hat dort bereits mehrere Trainingslager veranstaltet. Es gab eine Schlafhütte, in der alle gemeinsam übernachteten, eine Haupthütte mit Küche und Aufenthaltsraum – und, besonders geschätzt: eine separate Hütte mit Duschen und Sauna.
Nach einer intensiven Woche ging es für die einen zurück nach Hause, für andere direkt weiter nach Belgien zum EM-Trainingslager. Rund um Turnhout wollte die Sprintroutine nach der Winterpause für die Saisonhöhepunkte fit gemacht werden.
Das ASOM (Antwerpen Sprint Orienteering Meeting – wenn auch häufig nicht mehr in Antwerpen) hat sich in den letzten Jahren einen exzellenten Ruf im Kalender einer*s jeden Sprinters*in erarbeitet. Auch in diesem Jahr enttäuschten die Veranstalter nicht, es wurden hochwertige Wettkämpfe geboten, die ein beachtliches internationales Teilnehmerfeld anlockten. Im KnockOut-Sprint am Samstag konnte das deutsche Team mit sechs Läufer*innen Viertelfinalluft schnuppern. Anselm Reichenbach schaffte es sogar bis ins Halbfinale. Alle Ausgeschiedenen durften die Routenwahlen später selbst noch testen. Mit schon etwas schweren Beinen ging es am nächsten Morgen zu einem anspruchsvollen Einzelsprint, der sicherlich schon auf das EM-Niveau vorbereitete. Teile des Teams blieben über das Wochenende hinaus, um relevante Gelände kennenzulernen. In Gesellschaft von Teams aus der Schweiz, Schweden, Dänemark und der Ukraine wurden zahlreiche weitere Wettkampfkilometer auf hohem Niveau gesammelt.
Rund zwei Wochen nach dem Abflug nach Schweden ging es anschließend wieder in die individuelle Vorbereitung. Im Juni geht es zurück hinauf nach Skandinavien. Dann stehen das WM-Trainingslager in Finnland und die erste Weltcuprunde im legendären Idrefjäll an.
Für die Maßnahmen dort wird ein neuer Betreuer zum Team hinzustoßen. Nach dem tragischen Verlust von Cheftrainer Thomas Meier muss sich das Trainerteam neu aufstellen, in diesem Jahr mitunter auch etwas improvisieren. In Schweden und Finnland ist erstmals der Tscheche Tomás Dlabaja als Trainer an Bord.