23. Juni 2024
EYOC Langdistanz
In forderndem Moränengelände bei Stettin ging am Samstag die Langdistanz über die Bühne. Für das beste deutsche Ergebnis sorgte Lionel Kumbier auf Platz 16. Die Siege in den vier Jugendkategorien gingen mit der Schweiz, Tschechien, Norwegen und Schweden an vier unterschiedliche Nationen, die aber wohl zu den üblichen Siegkandidaten gehören.
Das stettinische Jahr 2024 war bisher sehr feucht und warm, das Gras also hoch gewachsen und die Vegetation dicht. Weil es in der Nacht und seit den frühen Morgenstunden des Wettkampftages immer wieder regnete, war das hohe Gras und der Boden nass, die Hänge rutschig. Das machte das Gelände schwer und anstrengend zu belaufen, kostete die Jugendlichen viele Kräfte.
Am besten kam aus deutscher Sicht Lionel Kumbier (16. in der H16) mit diesen Bedingungen zurecht. Er hatte einen guten Tag und kam trotz später Zeitverluste zufrieden ins Ziel. Er startete verhalten und wurde schon zu Posten 4 von dem zwei Minuten später gestarteten Polen aufgelaufen. Zunächst hing er sich an diesen dran, konnte so Sicherheit gewinnen. Auf den folgenden, langen Verbindungen setzte sich dann Lionel in Front und führte die kleine Tram an. Erst auf der Schlussrunde, zu Posten 14, drifteten sie im offenen, aber unübersichtlichen Gebiet zu weit von der Kompasslinie ab und verloren einige Minuten.
Für das beste Damenergebnis sorgte Annika Stamer als 17. in der D18. Auch sie startete verhalten, dafür technisch sehr sicher und mit guter Vorplanung. Erst als sie ihren Plan zu Posten 6 zu Rennhälfte nicht ganz optimal umsetzen konnte, begannen sich kleine Ungenauigkeiten einzuschleichen. Sie konnte die Zeitverluste jedoch im Sekundenbereich halten, entsprechend zufrieden zeigte sie sich im Ziel.
Als 25. in der H18 konnte Loic Dequiedt leider nicht an seine Leistung des Vorjahres anknüpfen. In den vergangenen Tagen litt er immer wieder unter Bauchproblemen, beim Lauf raubten diese ihm schließlich Kraft und Konzentration. Nur knapp langsamer kam David Saupe als 28. ins Ziel. Er berichtete von einem soliden Lauf, nur ein paar kleine Schlenker im Postenraum und kleine Routenwahlfehler sorgten für Zeitverluste.
Die spannendste Entscheidung der Europameisterschaft über die Langdistanz gab es in der H18. Hier gewann der Norweger Emil Husebye Aamodt nach 54:29 Minuten Laufzeit nur sechs Sekunden vor dem Briten James Hammond. Der Sieg in der D18 ging an die Schwedin Freja Hjerne. Bei den jüngeren Jugendläufern der H16 setzte sich der Tscheche Erik Heczko durch. Den größten Vorsprung an diesem Tag konnte die schweizerische Siegerin der D16, Mira Werder, verbuchen.
Mit dem Einzelsprint am heutigen Sonntag im Zentrum Stettins gehen die Jugendeuropameisterschaften weiter. Ab 15:00 Uhr gehen die jungen Athlet*innen ins Gelände. Es wird besseres Wetter und ein aufregender Kampf erwartet.
