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30. November 2005

Deutscher Rekord im Vielposten-OL

Nicht weniger als 101 Posten verteilt auf über 10 km Strecke mussten die Teilnehmer des Vielposten-OLs am vergangenen Sonntag im Leipziger Auenwald anlaufen, bevor sie endlich das Ziel erreichten. Nach Kenntnis der Ausrichter handelt es sich dabei um einen neuen deutschen Rekord. Erster Kommentar des Siegers Patrick Hofmeisters nach dem Lauf „Das sollen 10 Kilometer gewesen sein? Für mich waren es gefühlte 20!“

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In der Tat wurde Läufern wie Organisatoren einiges abverlangt. Alle Postenstandorte mussten markiert werden. Die Strecke lief zum Großteil quer durch das zwar flache, jedoch an Bruchholz und Unterbewuchs nicht gerade arme größte zusammenhängende Auenwaldgebiet Mitteleuropas. Die 2 km lange Schlussrunde (Posten 83 bis 101) ging dann um und über den Fockeberg - die über 100 Höhenmeter ganz zum Schluß forderten physisch und vor allem psychisch noch einmal alles. Entgegen den Erwartungen wurde es ein äußerst enges Rennen: Hinter dem Sieger Patrick (MTK Bad Harzburg), der 1:23:31 benötigte, hatten die beiden Platzierten Sören Lösch (USV Jena) und Philipp Müller (Post Dresden) nicht einmal eine Minute Rückstand. Die einzige Dame, die die komplette Strecke durchstand, war Jitka Kraemer (Post Dresden), die für die 101 Posten 1:44:37 brauchte. Der Weltrekord im Vielposten-OL wird momentan übrigens von Frankreich mit über 150 Posten gehalten. Durchgeführt wurde der Leipziger „One-O-One“ im Rahmen des C- und D/C-Kader-Treffs zum Auftakt der Saison 2006. Neben dem Rekordlauf stand gemeinsames Hallenklettern, ein 3000 m Testlauf und ein Micr-O auf dem Programm. All das mustergültig und unentgeltlich organisiert von den beiden ausrichtenden Vereinen USC Leipzig und OK Hällen! Daher ein großes Dankeschön an das Team um Christian Teich und Elisa Kaufmann sowie an LVB Leipzig, die kostenlos die Karten zur Verfügung stellten. Damit wurde dem deutschen OL-Nachwuchs nicht nur ein denkwürdiges Trainingswochenende geboten, es wurden auch noch die knappen Finanzmittel geschont und die Trainer konnten sich voll auf die Arbeit mit den Aktiven konzentrieren.

Jan Birnstock
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