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01. Mai 2016

Deutscher Meister im Sprint-Finale

Mit einem Paukenschlag hat sich Marvin Goericke (Berliner TSC) beim Weltcup über die Sprintdistanz in Wroclaw vorgestellt. Beim Qualifikationslauf im Stadtteil Sródmiescie hatte der Deutsche Meister im Ziel 35 Sekunden Rückstand auf den Sieger seines Vorlaufes Matthias Kyburz (Schweiz). Die weiteren deutschen Starter verfehlten den Qualifikationsrang 20 in ihren Vorläufen deutlich.
Marvin Goericke erreicht das Finale.
Marvin Goericke erreicht das Finale.
Foto: Debora Zuanetti
Marvin Goericke erreicht das Finale.
Foto: Debora Zuanetti

Es war ein Schreckmoment für die Zuschauer, als sich Marvin Goericke kurz nach dem Passieren des Endpostens umdrehte und im Gras nach etwas suchte. Im Ziel konnte der Berliner Orientierungsläufer dann berichten, dass er zwar einen sehr guten Lauf ohne größere Fehler absolviert hatte, zwischendurch aber zweimal auf die Suche nach seinem Chip gehen musste, dessen Verankerung sich gelöst hatte. Umso erstaunlicher lässt sich das Vorlaufresultat des Deutschen Meisters deuten, der spätestens mit diesem Ergebnis beweisen konnte, dass der Sieg im letzten Jahr bei der DM in Freiberg kein Zufall war. Für die weiteren deutschen Starter gab es unterschiedliche Ursachen für das deutliche Verpassen der besten 20 des jeweiligen Vorlaufes. Patricia Nieke (USV TU Dresden), Moritz Döllgast (TV Oberbexbach) und Matthias Kretzschmar (Post SV Dresden) berichteten über das Fehlen der notwendigen Geschwindigkeit für das Rennen. Nachwuchsläuferin Patricia Siegert (USV TU Dresden) konnte im Gegensatz dazu die vorhandene Geschwindigkeit nicht in Verbindung mit der orientierungstechnischen Aufgabe umsetzen. Sören Riechers (Bielefelder TG) hatte einen holprigen Start mit mehreren Unsicherheiten. Im Ziel musste sich der Bielefelder Orientierungsläufer mit Rang 50 zufrieden geben

Patricia Siegert kämpft bis ins Ziel.
Patricia Siegert kämpft bis ins Ziel.
Foto: Debora Zuanetti
Patricia Siegert kämpft bis ins Ziel.
Foto: Debora Zuanetti

Beschrieben wurden die Läufe im Zielgebiet als anspruchsvoll. Neben Abschnitten in typisch urbanem Gelände führte der Wettkampf auch durch Wald- und Wiesengebiete. So wurde durch die Läufer nicht selten auch der Kompass eingesetzt. Längere Routenwahl- und Richtungsentscheidungen waren auch zu treffen. Nicht zuletzt war auch eine hohe Laufgeschwindigkeit notwendig. Im Damenrennen gewannen Maja Alm (Dänemark) und Judith Wyder (Schweiz) deutlich. Bei den Herren stand neben Matthias Kyburz Landsmann Daniel Hubmann (beide Schweiz) ganz oben auf dem Podest. Heute Nachmittag können alle deutschen Fans ab 18 Uhr die Daumen für Marvin Goericke drücken. Dann geht es im gleichen Stadtteil aber an anderer Stelle in ein sehr gut belaufbares, typisches urbanes Gelände. Die Damen gehen ab 17 Uhr auf ihre Bahnen. Alle Informationen zu den Läufen sind über das Live-Center der Veranstaltung zu finden.

Entspannte Atmosphäre im Zielgebiet.
Entspannte Atmosphäre im Zielgebiet.
Foto: Debora Zuanetti
Entspannte Atmosphäre im Zielgebiet.
Foto: Debora Zuanetti

Ergebnisse

Damen Vorlauf A
1. M. Alm		Dänemark	13:24 min
2. N. Volynska		Ukraine		13:55 min
3. A. Rudnaya		Russland	13:57 min
37. P. Nieke		Deutschland	17:33 min
Vorlauf B
1. J. Wyder		Schweiz		13:30 min
2. V. Harju		Finnland	14:00 min
3. M. Rantanen		Finnland	14:01 min
38. P. Siegert		Deutschland	16:51 min
Herren Vorlauf A
1. D. Hubmann		Schweiz		12:52 min
2. T. Robertson		Neuseeland	13:04 min
3. O. Sjoeberg		Schweden	13:05 min
41. M. Döllgast		Deutschland	14:24 min
42. M. Kretzschmar	Deutschland	14:28 min
50. S. Riechers		Deutschland	14:55 min
Vorlauf B
1. M. Kyburz		Schweiz		12:44 min
2. M. Regborn		Schweden	12:48 min
3. F. Howald		Schweiz		12:57 min
15. M. Goericke		Deutschland	13:19 min

Mehr:
Homepage Veranstaltung / Live Center
Karten und Informationen

Daniel Härtelt
Platz 39 für Deutschland über die Sprintdistanz
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