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02. September 2024

China: Unser unvergessliches OL-Abenteuer

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Spektakulärer Ausblick im Zhangjiajie Nationalpark.
Spektakulärer Ausblick im Zhangjiajie Nationalpark.

Vom 13. bis 23. August 2024 hatten wir das große Glück, als 14-köpfiges deutsches Team – bestehend aus 10 Jugendlichen und 4 Betreuern – nach China in die Provinz Hunan reisen zu dürfen. Auf Einladung des chinesischen OL-Verbandes war unser Ziel, neue Orientierungslauf-Gelände zu erkunden und dabei unvergessliche Eindrücke zu sammeln.

Gemeinsam mit einer kroatischen und einer norwegischen Familie nahmen wir am „Belt and Road“ International Youth Orienteering Training Camp teil, zu dem uns unsere chinesischen Gastgeber eingeladen hatten. Neben zwei spannenden OL-Trainings hatten wir die Möglichkeit, an vier Läufen im Rahmen der O-Tour teilzunehmen, bei denen wir uns auch mit vielen chinesischen Läufern messen konnten.

Die Wettkämpfe fanden meist am Morgen statt und führten uns durch atemberaubende Landschaften: Wir liefen durch dichte Bambuswälder, über weite Reisfelder und die Terrassen kleiner Häuser. Manchmal mussten wir sogar kleine Klettereinlagen meistern, um unsere Posten zu erreichen. Ein besonderes Erlebnis für ein paar von uns war die Begegnung mit Schlangen und riesigen Spinnen – etwas, das wir aus Deutschland definitiv nicht gewohnt sind. Eine Herausforderung stellte auch das Klima dar, das selbst am frühen Morgen schon schwül und warm war und die Laufbedingungen erschwerte. Die Karten waren zwar nicht wie gewohnt wasserfest, die Bahnen aber abwechslungsreich gelegt, was für uns den Reiz ausmachte. Besonders Leistungen der O-Tour erzielten Lina [Behrendt] mit Platz 1 der Gesamtwertung, Moritz [Kuntze] mit Platz 2, Anna [Holfeld] und Till [Geiler] erreichten den dritten Platz.

Die Nachmittage nach morgendlicher OL-Betätigung waren von kulturellen Aktivitäten geprägt, die uns tiefe Einblicke in die chinesische Kultur ermöglichten. Wir besuchten unter anderem das Hunan Provincial Museum und ein Bambusmuseum, erkundeten einen Tempel, sahen uns ein traditionelles chinesisches Theaterstück an und tanzten gemeinsam mit den Einheimischen. Ein besonderes Highlight war der Besuch bei der Familie unseres Gastgebers, der uns einen authentischen Eindruck vom Leben in China vermittelte.

Ein unvergessliches Erlebnis war der Besuch einer Internatsschule. Dort hatten wir die Gelegenheit, viele gleichaltrige Chinesen kennenzulernen und uns mit ihnen auszutauschen. Wir spielten gemeinsame Team-Building-Spiele, sangen ein chinesisches Lied und tanzten zu europäischen sowie chinesischen Melodien. Einige von uns erhielten sogar einen kleinen Kung-Fu-Kurs von einem Lehrer. Den Abend verbrachten wir in der Schulkantine, wo wir zusammen zu Abend aßen, bevor es zurückging. Besonders beeindruckt hat uns die Gastfreundlichkeit und das Engagement der Schüler und Lehrer, die uns herzlich aufnahmen.

Am Ende unserer Reise nach Abschluss der Wettkämpfe verbrachten wir zwei Tage im Zhangjiajie Nationalpark. Die Landschaft mit ihren gigantischen, säulenartigen Felsen, die als Inspiration für die schwebenden Berge von Pandora im Film „Avatar“ diente, war schlicht überwältigend. Wir bezwangen eine fast 4000 Stufen lange Treppe auf einen Berg hinauf, sahen Affen und andere wilde Tiere, überquerten eine Glasbrücke, fuhren mit Gondeln vom Gipfel bis ins Stadtzentrum und genossen die spektakuläre Natur.

Nach dieser eindrucksvollen Reise kehrten wir schließlich nach Changsha, der Hauptstadt der Provinz Hunan, zurück, um von dort aus unsere Heimreise nach Deutschland anzutreten. Diese Reise wird uns allen noch lange in Erinnerung bleiben – als ein Erlebnis voller sportlicher Herausforderungen, kultureller Entdeckungen und neuer multilateraler Freundschaften.

Ein besonderer Dank gilt dem Förderverein, der uns diese einmalige Erfahrung ermöglicht hat. Ohne seine Unterstützung wäre dieses unvergessliche Abenteuer nicht möglich gewesen.

Gruppenfoto nach dem letzten Lauf Gruppenfoto nach dem letzten Lauf
Mit vierzehn Leuten reisten wir nach China.
Foto: "Belt and Road" O-Tour
Mit vierzehn Leuten reisten wir nach China.
Foto: "Belt and Road" O-Tour
Caro und Charlotte im diffusen Wald Caro und Charlotte im diffusen Wald
Das Grün war oft diffus und dicht.
Das Grün war oft diffus und dicht.
Start vorm 1. Training Start vorm 1. Training
Impression vom Start zum Training
Impression vom Start zum Training
Tomas fokussiert beim Wettkampf Tomas fokussiert beim Wettkampf
Oft ging es auch auf schmalen Wegen zwischen den Reisfeldern entlang.
Oft ging es auch auf schmalen Wegen zwischen den Reisfeldern entlang.
Livia Bauerfeld und Nico Pöhlmann
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