05. März 2024
4-Löwen-Pokal
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Meisterschaften in Bayern, Baden-Württemberg, Hessen und Rheinland-Pfalz, dazu Landesranglistenläufe verschiedener Bundesländer – die Ausrichtergemeinschaft des 4-Löwen-Pokals wagte den neuen Ansatz, ein ganzes Sammelsurium an Wertungsläufen in ein gemeinsames, überregionales Wochenende zu verpacken. Mit Erfolg, denn 500 Teilnehmende reisten nach Külsheim im Norden Baden-Württembergs.
Auch das Programm ließ sich sehen. Langdistanz und Nachtsprint in Külsheim am Samstag, ein Einzelsprint sowie eine Sprintstaffel am Sonntag zur Burg Wertheim hinauf ergaben ein intensives Wochenende. Auch für die Ausrichtenden war das sicherlich nicht einfach zu stemmen, weder in der Vorbereitung noch am Wettkampfwochenende – zumal auch sie nicht direkt vor Ort leben: Federführend waren der SC Königstein um Ingo Horst und Peter Weinig vom OC München.
Frühlingshaftes Wetter half einem gelungenen Saisonauftakt zusätzlich.
Wunderbar offener Wald am Samstag, dazu erstaunlich wenige Höhenmeter luden auf der Langdistanz zu schnellem Rote-Linie-Laufen ein. Umso wichtiger, ab und zu auch mal auf den Kompass zu schauen. Ein paar Stunden Pause, dann wurden die Sprintschuhe geschnürt und mit Stirnlampe auf dem Kopf die Sekunden durch den Ort Külsheim gejagt. Vor allem die Burganlage hatte es in sich. Der Posten im Hof der Anlage wurde sogar vorher angekündigt, „finden muss man ihn trotzdem erstmal“. Ein Vorgeschmack auf den nächsten Tag, denn die Burg Wertheim war steiler und noch verwinkelter. Auch der Start am Sonntagmorgen war besonders: Eingelaufen wurde in einem unterirdischen Parkhaus, bevor ein Seitenausgang die Läufer*innen direkt in die Gassen der Innenstadt spuckte. Es gibt sicherlich einige, die anschließend Alpträume hatten - von den Höhenmetern zur Burg hinauf, oder von den vielen Mauern, Ebenen und Durchgängen der Anlage selbst, durch die man seine Route erstmal hindurch finden musste. Dass der ein oder andere Durchgang in der Karte schwer zu erkennen war, geschenkt. Bei den vielen Ebenen schaute man sowieso lieber zweimal hin, bevor man seinen Posten unerreichbar über sich sah. Es zeigt aber auch, dass mit den zunehmend komplexeren Sprintgeländen besonderes Augenmerk auf die Lesbarkeit zu legen ist und wichtige Informationen nicht in Details verloren gehen. Solche Informationen müssen im Zweifel überzeichnet werden.
Und wer nach dem Einzelsprint immer noch nicht genug hatte, konnte nur wenig später noch eine Sprintstaffel laufen – natürlich nochmal die 80 Höhenmeter zur Burg hinauf. Aber allein für den Spaß mit 120 Leuten gleichzeitig den Berg hinauf und hinunter zu toben, lohnte es sich.
Die Ausrichter stifteten auch einen besonderen Preis. Für den siegreichen Landesverband einer Ländergesamtwertung der Etappen eins bis drei, bei der jeweils die drei besten einer Altersklasse pro Lauf Punkte bekamen, gingen 300€ an den Landeskader. Wenig überraschend war das Bayern. Baden-Württemberg und Hessen lieferten sich einen engen Kampf um die Plätze zwei und drei. Insgesamt waren elf Landesverbände vertreten.
Neben vielen Hobbysportler*innen nutzten auch etliche Bundeskader das Wochenende als Saisonstart. Der Bundesnachwuchskader war mit großem Aufgebot vor Ort, um Sprintroutinen aus der Winterpause zu holen und sich mit der direkten Vorbereitung auf einen Wettkampf zu beschäftigen – man hatte ja viermal die Möglichkeit dazu. Auch viele Elitekader fanden ihren Weg nach Külsheim, sodass ein durchaus hochwertiges Starterfeld zugegen war.
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