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04. Mai 2015

3-Tage-OL-Abenteuer im Schwarzwald

In den vergangenen Jahren wurde Orientierungsläufern in Deutschland wohl selten ein so differenziertes und beeindruckendes Geländespektrum wie bei den Blackforest3days geboten. Im Rahmen des Mehrtagelaufes und Ländervergleichskampfes des Nachwuchses konnten die 1400 Läufer ihre Fähigkeiten beim Sprint, auf einer Mittel- und einer Langdistanz vergleichen. Die Sieger in den Eliteklassen kommen aus der Schweiz.

In Freiburg begann am Freitagnachmittag der erste Mehrtagelauf seit vielen Jahren im Südwesten Deutschlands. Zahlreiche Orientierungsläufer aus der Schweiz sorgten für ein in Deutschland sonst kaum gekanntes Starterfeld. Unter diese Teilnehmer reihte sich auch die 23-fache Weltmeisterin Simone Niggli (OLV Hindelbank) sowie die amtierende Weltmeisterin über die Sprintdistanz ein. Weltmeisterin Judith Wyder (OLG Thun) musste sich auf der ersten Etappe in den Gassen der historischen Altstadt aber der Altmeisterin geschlagen geben. Das Herrenrennen gewann am Freitag Christoph Meier (OLV Baselland). Am Samstag wurde die Langdistanz im Waldgebiet rund um den heilklimatischen Kurort Titisee-Neustadt ausgetragen. Dort erwartete die Teilnehmer auf der Karte „Eisweiher“ ein sehr unterschiedlich zu belaufendes Gelände. Sumpfige Passagen wechselten mit steilen und steinigen sowie grünen Abschnitten. Zwischendurch lockerte der teilweise wie mit einem Teppich überzogene Wald die Muskulatur der Läufer wieder auf. In den Eliteklassen setzten Simone Niggli und Matthias Merz (OLG Rymenzburg) die klaren Bestzeiten.

Unmittelbar unterhalb der Adlerschanze in Hinterzarten befand sich das Start- und Zielgebiet am Sonntag. Beim Wettkampf über die Mitteldistanz mussten sich die Läufer mit dem oft sehr steilen und nicht selten schwer belaufbaren Wald mit technisch teilweise sehr hohem Anspruch auseinandersetzen. Als Tagessieger konnten Simone Niggli und Matthias Merz in den Eliteklassen auch die Gesamtwertung gewinnen. Die besten deutschen Platzierungen im Gesamtklassement erreichten Susen Lösch (6., USV Jena) sowie Sören Riechers (5., Bielefelder TG). Begleitet wurde die Veranstaltung von ausgiebigen Regenschauern über alle drei Tage. Am für die Mehrtageläufer freien Samstagvormittag hatte der Wettergott aber ein Einsehen, so dass zumindest in diesen Stunden der Hochschwarzwald verhältnismäßig trocken erkundet werden konnte. Die Ausrichter von der Gundelfinger Turnerschaft meisterten mit dem gesamten Organisationsteam diese feuchte Gegebenheit aber genauso wie den Rest der Veranstaltung mit Bravour. Durch eine beim OL in Deutschand sonst kaum gekannte Öffentlichkeitsarbeit gelang es zudem in sehr vielen Medien die Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen und nicht nur in der Region nachhaltig Werbung für die Sportart Orientierungslauf zu betreiben.

Gesamtwertung

Damen-Elite (Ergebnisse 1./2./3.Etappe, Punktzahl Gesamt)
1. S. Niggli		OLV Hindelbank	16:40 min	63:10 min	35:52 min	3000 
2. R. Friederich	OLG Basel	16:52 min	71:19 min	42:05 min	2726 
3. L. Holer		OLK Fricktal	18:35 min	76:29 min	40:08 min	2617
6. S. Lösch		USV Jena	19:28 min	74:11 min	42:08 min	2558
Herren-Elite (Ergebnisse 1./2./3.Etappe, Punktzahl Gesamt)
1. M. Merz		OLG Rymenzburg	17:12 min	75:39 min	36:16 min	2973
2. C. Meier		OLV Baselland	16:44 min	78:59 min	36:29 min	2952	
3. F. Schneider		ol norska	17:46 min	76:29 min	38:15 min	2879	
5. S. Riechers		Bielefelder TG	17:13 min	80:41 min	40:10 min	2813
6. Bjarne Friedrichs	MTV Seesen	17:57 min	78:22 min	42:19 min	2754

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