01. September 2025
Trail-O-WM endet ohne deutsche Diplomplätze
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Im Staffelwettbewerb der Trail-O-WM in der Slowakei kam das als Titelverteidiger angetretene deutsche Trio nicht über Platz zehn hinaus. Im TempO qualifizierten sich zwei Deutsche fürs Finale, blieben jedoch außerhalb der Top 20.
Ohne deutsche Top-Platzierung ging die Weltmeisterschaft im Präzisionsorientieren zu Ende. Für den zweiten Teil der WM war der Trail-O-Tross von Ungarn in die Slowakei übergesiedelt. Dort standen noch die Entscheidungen in der Staffel und im TempO an.
Im Staffelwettbewerb, der entlang eines ehemaligen Steinbruchs nahe Dolný Lopašov am Südostrand der Kleinen Karpaten ausgetragen wurde, waren vor allem die sehr anspruchsvollen TempO-Stationen entscheidend. Im PreO-Teil wurden vergleichsweise wenig Fehler gemacht. Das deutsche Weltmeister-Team aus 2022 erwischte dabei durchgehend keinen guten Tag. Startläufer Ralph Körner leistete sich einen PreO-Fehler und gleich vier TempO-Fehler und wechselte auf Platz acht auf Nina Döllgast. Nach einem fehlerfreien PreO antwortete sie beim TempO drei Mal falsch und konnte den Platz damit genau halten. Auch Schlussläufer Bjarne Friedrichs blieb beim PreO ohne Fehler, aber haderte ebenso bei den beiden TempO-Stationen mit drei Fehlern. Vor der abschließenden öffentlichen TempO-Station, zu der die Schlussläufer der Teams traditionell in umgekehrter Reihenfolge antraten, rangierte Deutschland weiterhin auf Platz acht. Leider konnte Bjarne auch hier sein Können nicht ganz abrufen und leistete sich zwei weitere Fehler, wodurch Deutschland noch zwei Plätze verlor und das Rennen auf Rang zehn beendete. Zwar ist eine Top-Ten-Platzierung in der ersten Hälfte des Feldes eine solide Leistung, aber angesichts der Ambitionen des deutschen Teams überwog die Enttäuschung klar.
Zum Weltmeister krönte sich das Trio aus Tschechien, gefolgt von dem italienischen Team und den Gastgebern aus der Slowakei. Der Sieg in der Para-Kategorie ging an die Ukraine vor Spanien und Schweden.
Anspruchsvoll gestaltete sich auch die TempO-Qualifikation nahe der Burg Červený Kameň bei Častá. Sechs Stationen mit je fünf Aufgaben im offenen Wald mit zahlreichen Steinen und Felsen galt es zu absolvieren. Im Vorlauf B blieb Bjarne Friedrichs fehlerfrei und zog als Vorlauf-Neunter sicher ins Finale ein. Auch Nina Döllgast zählte mit nur zwei Fehlern zu den sichersten Startern und konnte sich mit Platz 14 über ihren ersten Finaleinzug im TempO freuen. Im Vorlauf A wiederum leistete sich Ralph Körner viel zu viele Fehler. Mit acht falschen Antworten war es letztlich genau eine zu viel, um den rettenden 18. Platz zu erreichen. Statt dessen wurde es für den EM-Fünften nur Rang 23 und damit war das Finale verpasst. Im hochklassigen Feld ohne Chance waren die drei deutschen Juniorinnen, die sich zwar achtbar schlugen, aber das Finale klar verpassten. Im Vorlauf A belegten Anja Breckle Platz 48 und Vanessa Schöps Rang 55, im Vorlauf B beendete Sabrina Schöps den Wettkampf auf Rang 50.
Das Finale der besten 36 wurde im benachbarten Gelände ausgetragen und umfasste nicht weniger als zehn Stationen. Dabei wurden die Teilnehmer teils mit dem Shuttle zu den einzelnen Stationen transportiert. Die ersten drei Stationen wurden mit Blick auf einen felsigen Steilhang ausgetragen, die drei folgenden Stationen brachten Aufgaben mit Stein- und Felsobjekten in leicht ansteigendem Hochwald, während die finalen vier Stationen wieder meist große Felsformationen auf einem Höhenrücken beinhalteten. Insgesamt gestalteten sich die Aufgaben als sehr anspruchsvoll. Bjarne Friedrichs löste 48 der 50 Aufgaben korrekt und damit wie so viele wie kein anderer Finalist. Doch mit deutlich längeren Antwortzeiten konnte er dennoch nicht über Platz 21 hinauskommen. Nina Döllgast schlug sich in ihrem ersten TempO-Finale wacker und schaffte mit insgesamt zehn Fehlern einen mehr als achtbaren 28. Rang. Vorne im Kampf um Gold setzte sich Marcello Lambertini (Italien) vor Anders Höije (Schweden) und Anders Haugskott (Norwegen) durch.
Damit gingen die Trail-O-Weltmeisterschaften in Ungarn und der Slowakei ohne deutsche Medaillen oder Diplomplätze zu Ende - erstmals seit drei Jahren. Als bestes Resultat steht Rang neun im PreO durch Bjarne Friedrichs zu Buche. Die selbstgesteckten Ziele wurden damit leider nicht erreicht. Positiv ist jedoch zu werten, dass auch weiterhin die Juniorinnen gute Ergebnisse zeigen können - angesichts der möglicherweisen Einführung von Juniorenwelt- und -europameisterschaften ab dem kommenden Jahr umso bedeutender. Der Blick wird nun nach vorne gerichtet: in fünf Wochen findet in Norwegen als internationaler Saisonabschluss das Europacup-Finale statt, im nächsten Jahr warten Anfang August die Europameisterschaften im polnischen Szczecin. Dort soll es für die deutschen Präzisionsorientierer dann wieder besser laufen als bei der nun hinter uns liegenden WM.
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