Nationalteam Trail-O  –  Übersicht Nationalteam Trail-O – Übersicht

Die Trail-O-Weltmeisterschaften (World Trail Orienteering Championships, WTOC) werden seit 2004 ausgetragen, Trail-O-Europameisterschaften (European Trail Orienteering Championships, ETOC) bereits seit 1994.

Deutsche Athletinnen und Athleten nehmen seit 2002 regelmäßig und mit beachtlichen Erfolgen an den internationalen Trail-O-Titelkämpfen teil. So konnten seither ein Weltmeistertitel durch Anne Straube im Jahr 2008, sowie rund 20 Top-Ten-Platzierungen bei Welt- und Europameisterschaften errungen werden. Dies ist um so bemerkenswerter, da über Jahre hinweg außer den international startenden Athleten auf nahezu keine Trail-O-Aktiven in Deutschland zurückgegriffen werden konnte. Erst seit 2018 ist Deutschland in der Lage, ausreichend Athleten aufzubieten, um auch Trail-O-Staffeln bei internationalen Meisterschaften stellen zu können - mit Erfolg.

Bis 2020 wurde kein offizieller Nationalkader im Präzisionsorientieren berufen, sondern die aufgrund ihrer Vorleistungen in Frage kommenden Athletinnen und Athleten im Einzelfall unmittelbar für die internationalen Titelkämpfe nominiert. Grundlage hierfür waren zuletzt die seit 2019 bestehenden Nominierungsrichtlinien für WTOC und ETOC.

Für das Jahr 2021 wurde nun erstmals ein Bundeskader im Trail-O berufen. Dieser gliedert sich in einen WM-Kader der Athleten mit Medaillen- und Finalplatzniveau bei Weltmeisterschaften, sowie einen Perspektivkader mit aufstrebenden weiteren Talenten mit Finalplatzpotential für kommende Titelkämpfe.

Die Sportart Trail-O ist im nationalen Trainerrat für den Orientierungssport durch einen Vertreter repräsentiert. Diese Funktion hat aktuell Christian Gieseler (OLG Siegerland) inne.

 
Rückblick 2020

Nach einem erfolgreichen Jahr 2019 fiel die gesamte internationale Trail-O-Saison der COVID-19-Pandemie zum Opfer. Nur einzelne World Ranking Events - ohne deutsche Beteiligung - konnten durchgeführt werden.

Das internationale Wettkampfgeschehen verlagerte sich ins Internet, wo virtuelle Online-Wettkämpfe sowohl im PreO als auch im TempO sehr großen Zuspruch erhielten. Deutsche Athleten konnten im Jahresverlauf zehn Siege, acht zweite und fünf dritte Plätze gegen die starke internationale Konkurrenz erringen, darunter auch Tagessiege bei den hochklassig besetzten TORUS-Wettbewerben durch Ralph Körner (OLV Landshut) und Till Geiler (USV Jena).

In den Nationenwertungen der TORUS-Serien konnte sich Deutschland die gesamte Saison über unter den besten Nationen platzieren. Nach den Plätzen sieben im Frühjahr und acht im Herbst gelang bei der letzten Serie des Jahres sogar der Sprung auf Rang drei.

 
Ausblick 2021

Zunächst werden auch in der neuen Saison die virtuellen Online-Wettbewerbe fortgesetzt. Darüber hinaus bleibt natürlich zu hoffen, dass die internationale Trail-O-Saison im Gelände stattfinden kann.

Mitte Mai 2021 sollen die im Vorjahr ausgefallenen Europameisterschaften in Finnland nachgeholt werden. Hier ist in der offenen Kategorie die Teilnahme von bis zu sechs deutschen Athlet(inn)en und nach Möglichkeit zwei Staffeln geplant.

Die diesjährigen Weltmeisterschaften sind für Mitte Juli in Polen geplant. Auch hier soll in der offenen Kategorie das maximale Startkontingent für PreO und TempO - jeweils vier Erwachsene und zwei Junior(inn)en - ausgeschöpft und eine Staffel gestellt werden.

Für beide Titelkämpfe ist festzuhalten, dass die deutschen Athletinnen und Athleten in allen Entscheidungen das Potential für Medaillen- oder Diplomplätze besitzen.

 
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