Nationalteam Trail-O  –  Übersicht Nationalteam Trail-O – Übersicht

Die Trail-O-Weltmeisterschaften (World Trail Orienteering Championships, WTOC) werden seit 2004 ausgetragen, Trail-O-Europameisterschaften (European Trail Orienteering Championships, ETOC) bereits seit 1994. Aktuell werden WTOC und ETOC im jährlichen Wechsel durchgeführt, mit der WM jeweils in den ungeraden und der EM in den geraden Jahren. Ab 2026 werden bei den Welt- und Europameisterschaften in allen Entscheidungen auch separate Titel in der Juniorenkategorie vergeben.

Deutsche Athletinnen und Athleten nehmen seit 2002 regelmäßig und mit beachtlichen Erfolgen an den internationalen Trail-O-Titelkämpfen teil. So konnten seither zwei Weltmeistertitel durch Anne Straube im Jahr 2008, sowie durch die Staffel Ralph Körner, Nina Döllgast und Bjarne Friedrichs im Jahr 2023 errungen werden. Darüber hinaus stehen noch weitere Medaillen und Top-Ten-Platzierungen bei Welt- und Europameisterschaften zu Buche. Dies ist um so bemerkenswerter, da über Jahre hinweg außer den international startenden Athleten auf nahezu keine Trail-O-Aktiven in Deutschland zurückgegriffen werden konnte. Erst seit 2018 ist Deutschland in der Lage, ausreichend Athleten aufzubieten, um auch Trail-O-Staffeln bei internationalen Meisterschaften stellen zu können, was letztlich zum erwähnten WM-Triumph 2023 führte.

Seit dem Jahr 2021 wird jährlich ein Bundeskader im Trail-O berufen. Dieser gliedert sich in einen WM-Kader der Athleten mit nachgewiesenem Medaillen- und Finalplatzniveau bei Weltmeisterschaften, einen Perspektivkader mit aufstrebenden weiteren Talenten mit Finalplatzpotential für kommende Titelkämpfe, sowie einen Nachwuchskader mit den besten deutschen Präzisionsorientierern bis 20 Jahre.

Die Disziplin Trail-O ist im Ausschuss für Spitzensport- und Nachwuchsförderung im Orientierungssport durch einen Bundestrainer Trail-O repräsentiert. Die Funktion wird seit Mai 2026 von Steffen Hartmann (TGV Horn) wahrgenommen.

 
Rückblick 2025

Bei den Europameisterschaften 2025 in Ungarn und der Slowakei blieb die siebenköpfige deutsche Auswahl etwas hinter den Erwartungen zurück. Als beste Einzelplatzierung gab es Rang neun für Bjarne Friedrichs im PreO, die deutsche Nationalstaffel wurde als Titelverteidiger am Ende nur Zehnter. Immerhin gelang zwei deutschen Aktiven der Einzug ins TempO-Finale.

Besser lief es im Europacup, wo Bjarne Friedrichs und Ralph Körner je einen der zwölf Wettbewerbe gewinnen konnten. Ralph Körner beendete den Europacup auf Rang acht und damit erneut in den Top Ten. In der Weltrangliste stehen Ralph Körner und Bjarne Friedrichs als beste Deutsche zum Jahresende auf den Plätzen 21 und 25, in der Federation League der Weltrangliste rangiert Deutschland auf Platz elf.

 
Ausblick 2026

Der Trail-O-Bundeskader 2026 umfasst vier Athletinnen und drei Athleten. Vier Aktive bilden den Elitekader (in der Stufe Perspektivkader) und drei Aktive im Juniorenalter den Nachwuchskader.

Saisonhöhepunkt werden die Europameisterschaften im polnischen Sczcecin (Stettin) Ende Juli und Anfang August sein. Erstmals werden dort auch Junioren-Europameistertitel in den Einzelwettbewerben und in der Staffel vergeben. Die Größe des deutschen Teams soll nach Möglichkeit zwei Elite- und eine Juniorenstaffel ermöglichen. Die deutschen Top-Athleten visieren dabei auch wieder die Medaillen- und Diplomplätze an.

Auch im Europacup und der Weltrangliste ist wieder die Teilnahme deutscher Präzisionsorientierer geplant, um weiterhin der Weltspitze mitmischen zu können.

 
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