Trail-O Trail-O

18. Juni 2020

Arbeit an der Zukunft des Trail-O

Aktuell wird auf internationaler Ebene intensiv an der Weiterentwicklung des Trail-O-Sports gearbeitet. In zwölf Arbeitsgruppen werden Konzepte für die Zukunft der Orientierungssportart entwickelt. Auch zwei deutsche Vertreter sitzen in den Arbeitsgruppen.

Ausgangspunkt für die aktuellen Aktivitäten waren Überlegungen in der IOF vor einem Jahr, die Disziplin Trail-O als Gesamtes auf den Prüfstand zu stellen, worauf selbst eine Abschaffung des Präzisionsorientierens als mögliches Szenario gehandelt wurde. Ein klares und starkes Votum pro Trail-O auf der Präsidentenkonferenz im Rahmen der WOC 2019 sicherte den Fortbestand der Disziplin. Dies wurde jedoch innerhalb der internationalen Trail-O-Community auch zum Anlass genommen, um die gesamte Disziplin kritisch zu hinterfragen und so optimal wie möglich weiterzuentwickeln.

Den Auftakt machte eine Umfrage bei den IOF-Mitgliedsverbänden im Dezember 2019, vor einigen Wochen schließlich wurde die nächste Stufe des Weiterentwicklungskonzepts gestartet. Unter der Koordination von IOF-Trail-O-Kommissionsmitglied Ari Tertsunen (Finnland) wurden zwölf Arbeitsgruppen ins Leben gerufen, die sich mit speziellen Aspekten der Sportart auseinandersetzen, Schwachstellen entdecken, Entwicklungsmöglichkeiten erkennen und Ideen aufzeigen sollen.

Aus Deutschland sind Anne Straube (SV Lengefeld) als Vorsitzende der Arbeitsgruppe für Wettkampfformate und Ralph Körner (OLV Landshut) als Mitglied der Arbeitsgruppe Qualität in den Gremien vertreten. Weitere Arbeitsgruppen befassen sich mit dem Para-Orientierungssport, mit Fernseh-, Video- und anderweitigen Liveübertragungen, mit den sozialen Medien, mit der weltweiten Verbreitung und Ausbildung, mit Finanzierung und Sponsoring, mit den Trail-O-Regelwerken, mit EDV-Fragen, Stempelsystemen und Onlineergebnissen, mit virtiellen Trail-O-Events, sowie mit speziellen Angeboten und Entwicklungen für Hochaltrige und für Junioren.

Während dieser Tage finalisieren die einzelnen Arbeitsgruppen ihre Ergebnisse, die dann in zusammengefasster Form dem IOF-Council bei der nächsten Sitzung im Juli vorgestellt werden. Schon jetzt ist klar, dass eine Vielzahl vielversprechender Ideen und Konzepte erarbeitet wurden. In der Folge werden dann die weiteren Schritte zur Fortentwicklung des Trail-O-Sports in Angriff genommen. Es bleibt interessant, wie das Präzisionsorientieren der Zukunft aussehen wird.

Mehr:
Trail-O auf der IOF-Homepage