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17. Dezember 2019

Trail-O-Weltrangliste 2019 abgeschlossen

Die zweite Saison der Weltrangliste im Präzisionsorientieren ist mittlerweile beendet. In den letzten Tagen des Jahres finden keine World Ranking Events (WRE) im Trail-O mehr statt. Mit 21 Events konnte die Zahl der WRE gegenüber dem Vorjahr mit 12 fast verdoppelt werden. Zum Jahresabschluss stehen drei Deutsche in den Top 100.

Auch die Zahl der insgesamt klassierten Athleten hat deutlich zugenommen: waren Ende 2018 noch knapp 300 Personen in der Trail-O-Weltrangliste gelistet, sind es ein Jahr später bereits weit über 400 Klassierte. An der Spitze stehen jedoch die drei gleichen Athleten wie im Vorjahr: die Nummer Eins bleibt der Finne Antti Rusanen, gefolgt von seiner Landsfrau Pinja Mäkinen und dem Slowaken Ján Furucz. Unter den ersten zehn Athleten stehen insgesamt vier Finnen, je zwei Norweger und Schweden, sowie je ein Präzisionsorientierer aus Tschechien und der Slowakei. In der Weltrangliste wird nicht zwischen Open und Para unterschieden. Bestklassierter Para-Athlet ist der Schwede Ola Jansson auf Rang 51. In diesem Jahr sind sechs Deutsche in der Weltrangliste klassiert - doppelt so viele wie in der Vorsaison. Mit Ralph Körner (OLV Landshut) auf Platz 56, Christian Gieseler (OLG Siegerland) auf Rang 61 und Bjarne Friedrichs (MTV Seesen) auf Platz 94 sind am Ende drei deutsche Präzisionsorientierer unter den besten 100 vertreten.

Dabei ist festzuhalten, dass die deutschen Teilnehmer sogar unter Wert klassiert sind. Gerade beim Trail-O sind die Ergebnisse oft von Kleinigkeiten abhängig, so dass nicht immer alle Wettkämpfe gleich gut gelingen. Um so wichtiger sind ausreichend viele Wettkämpfe, um entsprechende Streichresultate zu haben. Doch im Vergleich zur internationalen Konkurrenz haben Deutschlands Präzisionsorientierer eher wenig WRE besucht. Ralph Körner hat mit sechs Wettkämpfen exakt die Anzahl an Ergebnissen, die in die Wertung einfließt. Christian Gieseler kommt ebenfalls auf nur sieben Wettkämpfe in den letzten 18 Monaten und Bjarne Friedrichs ist der einzige Athlet unter den Top 100 mit gerade einmal vier Resultaten. Die übrigen deutschen Athleten haben sogar lediglich nur je zwei Punktwerte auf dem Konto.

Für das Jahr 2020 stehen mit 29 Events noch einmal deutlich mehr WRE im Kalender als in diesem Jahr. Damit wird die positive Entwicklung der Trail-O-Weltrangliste fortgesetzt und es ergeben sich angesichts einiger von Deutschland aus vergleichsweise günstig gelegener Wettbewerbe gute Möglichkeiten auch für deutsche Präzisionsorientierer, mit mehr Wettkämpfen aktiv in der Weltrangliste mitzumischen, als dies bislang der Fall war. Die ersten Wettbewerbe werden Ende März in Ungarn und Ende April in Slowenien und Litauen stattfinden. Weitere Punkte wird es im Jahresverlauf in Finnland, Polen, Norwegen, Italien, der Slowakei und letztlich - hoffentlich - in Hongkong bei den Weltmeisterschaften zu holen geben. Wer von den deutschen Orientierungssportlern im kommenden Jahr plant, an WRE im Trail-O teilzunehmen - unter anderem ein Kriterium für die Nominierung in die Auswahlteams bei WM und EM im Trail-O - kann sich bei Fragen dazu an den Trail-O-Beauftragten im TK OL Ralph Körner (trail-o@orientierungslauf.de) wenden.

Jahresendstand Weltrangliste Trail-O 2019   1. Antti Rusanen       FIN	 1,88 Pkt.   2. Pinja Mäkinen       FIN	 2,65 Pkt.   3. Ján Furucz          SVK	 4,16 Pkt.  56. Ralph Körner        GER	21,99 Pkt.  61. Christian Gieseler  GER	23,95 Pkt.  94. Bjarne Friedrichs   GER	36,12 Pkt. 168. Anne Straube        GER    64,54 Pkt. 214. Sebastian Fleiß     GER	71,36 Pkt. 270. Bernd Wollenberg    GER	79,76 Pkt.

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