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30. April 2018

Deutsche Trail-O-Staffel erringt Diplomplatz!

Das erste deutsche Staffelteam im Präzisionsorientieren überhaupt sichert sich bei den Europameisterschaften mit einer ausgeglichenen Teamleistung in der Besetzung Anne Straube, Ralph Körner und Christian Gieseler den fünften Platz.

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Flower Ceremony der Kategorie Open mit Deutschland auf Rang fünf.
Foto: Renato Bettin
Flower Ceremony der Kategorie Open mit Deutschland auf Rang fünf.
Foto: Renato Bettin

Das Trail-O-Team Deutschland präsentiert sich bei der Europameisterschaft in der Slowakei weiterhin in guter Verfassung. Erstmals war eine deutsche Staffel bei einem Trail-O-Großereignis vertreten und konnte gleich in den Kampf um die vorderen Plätze eingreifen. Nach dem Massenstart mussten zunächst von den Start'läufern', später auch von den zweiten und dritten Staffelmitgliedern zwölf PreO-Posten im Parkgelände im Areal um die Burg Devín, sowie im Burgareal selbst zugeordnet werden. Eine Besonderheit stellten dabei drei Langdistanz-Posten mit Posten-Leinwänden mit 120 x 120 cm Größe am Gegenhang dar, die es auf eine Entfernung von rund einem Kilometer (!) korrekt zu bestimmen galt. Die abschließende Aufgabe für jeden Athleten waren zwei TempO-Stationen mit je vier unter Zeitdruck zu lösenden Posten. Erneut gab es hohe Temperaturen und prallen Sonnenschein, was den Wettkampf im offenen Burgareal noch anspruchsvoller machte. Das deutsche Team lieferte eine ausgeglichen gute Leistung ab. Anne Straube wechselte nach knapp einer Stunde, leistete sich im PreO-Teil einen Fehler bei den Langdistanz-Posten und damit 60 Strafsekunden, blieb aber bei den TempO-Aufgaben durchweg fehlerfrei. Ralph Körner kam mit einer schnellen Runde fehlerfrei durch den PreO-Teil und übergab mit komfortablen Zeitpolster zum Timelimit von drei Stunden an Schlussstarter Christian Gieseler, bevor er sich an der ersten der beiden TempO-Stationen leider einen Fehler leistete und damit 30 Strafsekunden, die zweite aber fehlerfrei absolvierte.

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Die letzte TempO-Station am Fuß der Burg Devín war bei Gegenlicht zu lösen. Entsprechend schwer sind die sechs Postenschirme zu erkennen.
Foto: Ralph Körner
Die letzte TempO-Station am Fuß der Burg Devín war bei Gegenlicht zu lösen. Entsprechend schwer sind die sechs Postenschirme zu erkennen.
Foto: Ralph Körner

Mit viel Zeit ausgestattet zeigte Christian Gieseler eine souveräne Schlussrunde ohne jeglichen Fehler im PreO-Teil, so dass Deutschland vor den abschließenden TempO-Posten, zu denen die Teams in umgekehrter Reihenfolge und vor Publikum aufgerufen wurden, hinter Finnland, Großbritannien, Schweden und Tschechien auf Rang fünf unter den 34 Teams der offenen Klasse noch aussichtsreich im Rennen lag. Bei der ersten TempO-Station unterlief Christian jedoch ein Fehler, der das Team hinter die Slowakei und das zweite tschechische Team auf Rang sieben zurückwarf. Eine schnelle, fehlerfreie Runde von Christian bei der zweiten TempO-Aufgabe ließ das Team jedoch den Blick wieder nach oben richten. Beide tschechischen Teams lösten ihre Aufgabe souverän, aber der slowakische Athlet patzte bei der letzten Runde einmal und verlor zudem Zeit beim Kartenlesen, so dass das deutsche Team noch herankam und zeitgleich mit den Slowaken Tagesplatz sechs - bereinigt um das nicht für die Platzierung zählende zweite tschechische Team Rang fünf der Europameisterschaft - belegte.

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Die Langdistanzposten am Gegenhang: zu sehen sind fünf Posten mit 1,20 x 1,20 m Größe in rund einem Kilometer Entfernung.
Foto: Ralph Körner
Die Langdistanzposten am Gegenhang: zu sehen sind fünf Posten mit 1,20 x 1,20 m Größe in rund einem Kilometer Entfernung.
Foto: Ralph Körner

Schweden überholte noch die Briten, die sich am Ende noch einen Fehler leisteten, aber dennoch überraschend Bronze holten, Finnland gab sich keine Blöße und siegte souverän mit großem Vorsprung. In der paralympischen Klasse gewann Tschechien vor Russland und Schweden. Wie knapp das Rennen war, zeigt, dass Deutschland ohne den PreO-Fehler oder ohne die beiden TempO-Fehler Bronze geholt hätte, ohne die drei Fehler sogar Silber. Deutschland ist also im Trail-O in der Weltspitze dabei, was von den anderen Nationen durchaus aufmerksam zur Kenntnis genommen wird. Am morgigen Dienstag werden die Titelkämpfe in der Slowakei mit der Entscheidung im TempO abgeschlossen. Für Deutschland treten Christian Gieseler und Ralph Körner zu den Vorläufen an. Die Qualifikation für das Finale, für die ein Platz unter den besten 18 im jeweiligen Heat nötig ist, wird für die deutschen Starter sehr schwer, doch beim Präzisionsorientieren kann bekanntlich vieles passieren. Daumen drücken ist morgen ab 9 Uhr angesagt, wie immer gibt es Liveresultate auf www.preoresultat.se.

Ergebnisse Staffel EtOC 2018  Offene Kategorie (19 Nationen):  1. Finnland (Mäkinen, Hirsalmi, Rusanen)               4:10,0 min.  2. Schweden (Gerdtman, Fredholm, Wiksell)              6:15,0 min.  3. Großbritannien (Bromley Gardner, Dobra, Kewley)     6:42,5 min.  5. Deutschland (Straube, Körner, Gieseler)             7:20,5 min.  Paralympische Kategorie (10 Nationen):				  1. Tschechische Republik (Doležalová, Dudík, Kostová) 13:24,5 min.  2. Russland (Docuchaev, Salakhova, Shmatov)           14:29,5 min.  3. Schweden (Gunarsson, Jansson, Johansson)           14:48,0 min. 

Mehr:
Ergebnis Staffel Kategorie Open
Ergebnis Staffel Kategorie Paralympic
Homepage der Trail-O-Europameisterschaften 2018

Ralph Körner
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