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26. Februar 2021

Wenke Heinemann setzt noch einen drauf

Bei den Jugend-Europameisterschaften im Ski-Orientierungslauf hat sich Wenke Heinemann am Donnerstag auf der Langstrecke noch einmal verbessert und erreichte als Siebte fast ein Diplom. Bei den parallel im estnischen Kääriku ausgetragenen Weltmeisterschaften gingen die Titel bei der WM-Premiere des Verfolgungsrennens an die Schwedin Lisa Larsen und den Norweger Audun Heimdal.

Beim ersten Verfolgungsrennen im Programm einer Ski-Orientierungslauf-Weltmeisterschaft gab es bei den Herren bis kurz vor Schluss einen harten Kampf zwischen den drei als neutrale Athleten antretenden, russischen Läufern Andrey Lamov, Vladislav Kiselev und Sergey Gorlanov sowie dem Norweger Audun Heimdal. Der Vize-Weltmeister im Sprint am Vortag holte durch eine clevere Routenwahl zum vorletzten Posten zehn wertvolle Sekunden für seinen Sieg heraus. Damit verwies er Lamov, Vortagessieger Kiselev und Gorlanov, die am Ende gerade einmal drei Sekunden auseinander lagen, auf die Plätze zwei bis vier. Der einizige deutsche Starter Bernd Kohlschmidt (SV Robotron Dresden) belegte den 50. Rang.

Bei den Damen konnte die Schwedin Lisa Larsen recht schnell die knapp anderthalb Minuten Rückstand vom Vortag aufholen und sich an die Spitze setzen. Auf der letzten Schleife vor dem Ziel unterlief Ihr noch ein kleiner Fehler, der sie fast den Sieg gekostet hätte. Aber die Sprint-Weltmeisterin Daisy Kudre konnte das nicht ausreichend ausnutzen, so dass die Estin Silber holte. Den dritten Platz belegte die Schwedin Evelina Wickbom.

Bei den Junioren und der Jugend erfolgte die Langstrecke als Massenstart. Die Organisatoren hatten wie bereits beim Sprint extrem viele Spuren im Wald präpariert. Aufgrund des warmen und feuchten Wetters waren die Strecken sehr weich und kräftezehrend, die Schneeverhältnisse werden zusehends schlechter. An der überragenden Schwedin Hanna Lundberg kam bei den Juniorinnen indes niemand vorbei. Sie sicherte sich mit fast fünf Minuten Vorsprung den Sieg vor der Russin Olesia Riazanova, die wiederum die Tschechin Anezka Hlavacova klar auf Bronze verwies. Einen Tag nach dem noch nicht ganz gelungenen Sprintrennen zeigte Marit Heinemann (SV Robotron Dresden) mit dem 16. Platz ein gutes Ergebnis. In der männlichen Konkurrenz siegte erneut der Schwede Jonathan Stahl vor seinen Teamkollegen Albin Gezelius und Isak Lundholm.

Bei den Jugend-Europameisterschaften konnte Wenke Heinemann (SV Robotron Dresden) ihr Sprintergebnis mit dem hervorragenden Platz sieben noch einmal verbessern, zum Diplom fehlten ihr am Ende gerade einmal 40 Sekunden. Es  dominierten erneut die russischen Starterinnen auf den Plätzen eins bis vier. Gold ging an die Tochter des erfolgreichsten russischen Ski-Orientierungsläufers überhaupt, Eduard Khrennikov. Iuliia Khrennikova siegte vor Elizaveta Baraeva und Anastasiia Beliakova. Bei der männlichen Jugend sorgte der Este Olle Ilmar Jaama für Jubel bei den Gastgebern. Er gewann vor den Russen Nikita Grigorov und Denis Pushkin.

Nach einem Ruhetag am Freitag geht es am Samstag weiter mit der Mitteldistanz.

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