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19. September 2022

Platz 10 im WC-Finale und 2 Goldene bei der Masters-WM im MTBO

In Targowischte wurde die internationale MTBO Saison für das kleine deutsche Team erfolgreich beschlossen.

Vom 15. bis 18. September 2022 wurden zugleich das Weltcup-Finale sowie die Masters-WM im MTBO in der bulgarischen Orientierungshochburg Targowischte im Osten Bulgariens ausgetragen.

Die deutschen Farben wurden durch Lukas Wilms und Anke Dannowski (O-Team Kiel - DT Swiss) in den Elite-Weltcup-Rennen (Sprint und Langstrecke) vertreten. In den Masters-WM Kategorien starteten Harald Männel (M65, OL-Team Wehrsdorf), Sergej Sonnenberg (M65, TB Osnabrück), Anton Ryzhov (M35, ESV Dresden) und Mark Huster (M45, SV Sachsen 90' Werdau) sowie Lukas (M35, Massenstart und Mittel) und Anke (W40, Mittel).

Eröffnet wurden die Rennen mit dem Massenstart am Donnerstag. In teils ruppigen Gelände, welches Erinnerungen an Portugal weckte, führten die Bahnen durch die Hügellandschaft westlich von Ostrovche. Auf die Teilnehmer warteten mehrere Schlaufen, die in der richtigen Reihenfolge zu durchfahren waren. Harry und Sergej kamen mit den Bedingungen super zurecht und fuhren auf den Silber- und Bronzerang. Mark belegte den 4. Platz, während Lukas noch vor dem ersten Posten mit irreparablen Defekt durch ein blockiertes Vorderrad ausschied und Anton einen Posten ausließ.

Zum Sprint am Freitag in Kardam griffen ebenso die Weltcupfahrer ins Renngeschehen ein. Im flachen urbanen Gebiet von Kardam war der Orientierungsanspruch gering, so dass man schnelle Entscheidungen treffen und ohne zu zögern ausführen musste, um keine Sekunde zu verlieren. Entsprechend eng waren die Entscheidungen. Das Dorf war nahezu komplett für Autoverkehr gesperrt und so konnte es maximal passieren, dass man von einem Esel hinter der nächste Ecke überrascht wurde. Im Weltcup-Rennen fuhren Anke auf Platz 13 und Lukas auf Platz 46. Den Weltmeistertitel in der M65 ersprintete sich Sergej Sonnenberg, Harry fuhr auf Platz 7. Mark kam erneut auf Platz 4 und Anton beendete das Rennen auf Platz 5.

Die Langstrecke führte die Teilnehmer nach Momino, einen Ort auf der Hügelkette westlich von Targowischte. Bei Temperaturen jenseits der 30 °C gab es in allen Altersklassen durch Höhenmeter und anspruchsvolle Routenwahlen sehr selektive Kurse. Anke kam mit diesen Bedingungen gut zurecht und fuhr mit Platz 10 seit langem mal wieder ein Top 10 Elite-Resultat für Deutschland ein. Auch Lukas hatte einen guten Tag und fuhr mit Platz 39 nur knapp an den Weltcup-Punkten vorbei.

Harry erspurtete sich im kräftezehrenden Rennen Bronze in der M65. Die anderen deutschen Starter belegten erneut die Plätze 4 und 5 (Mark und Anton) sowie Rang 7 (Sergej).

Abschließend wurden die Elite Mixed-Staffeln und die Mitteldistanz der Masters im selben Wettkampfzentrum wie tags zuvor ausgetragen. Diesmal dienten die bergigen Wälder südlich von Momino als Spielwiese. Es gab ein Gebiet mit dichtem Wegenetz, in dem es hieß den Überblick zu behalten. Das Wetter hatte sich komplett gewandelt mit Temperaturen unter 20 °C und es fegte ein kräftiger Wind durch das Gelände. Leider fehlte ein dritter Starter, um eine deutsche Elite-Staffel ins Rennen zu schicken, so dass Lukas und Anke die Masters-Mitteldistanz bestritten. Eins, zwei Wege waren an diesem Tag nicht perfekt kartiert, doch wie schon an allen anderen Tagen sorgten die Veranstalter für reibungslos ablaufende schöne Wettkämpfe. Unbeirrt wurde Anke Weltmeisterin in der W40. Sergej holte sich mit Silber eine weitere tolle Medaille in der M65. Anton blieb seiner Serie aus 5ten Plätzen treu, Lukas belegte Rang 7 und Mark fuhr auf Platz 6 über die Ziellinie. Unterdessen hatte Harry nicht alle Posten.

Zwei Titel und 4 weitere Medaillen bei der Masters-WM sowie die beiden Top15 Platzierungen im Weltcup sind eine gute Ausbeute für das kleine deutsche Team, dass die Reise ins ferne und teils unbekannte Bulgarien auf sich genommen hat. Es gab viele Eindrücke und es ist schön zu sehen, wie der MTBO in Bulgarien wächst. Die Elite-WM 2024 wird diese Entwicklungen sicherlich weiter fördern. Vollständige Ergebnisse finden sich auf der Veranstalterseite und im IOF Eventor.

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