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22. Juli 2022

MTBO-WM in Falun mit spannendem Abschluss

Nach einem Ruhetag ging es im Sprint und im Massenstart um die Titel und Medaillen in den Wäldern der Kupferstadt Falun.

Der Sprint führte vor allem durch urbanes Gebiet mit einer kurzen Stadtparkähnlichen Waldpassage, und einigen Posten im Gebiet des Sportzentrums ehe es nochmals ins steile und dichte Wegenetz des Schanzenberges ging. Die Veranstalter lernten aus der Langstrecke wo die erlaubten und verbotenen Passagen teilweise schwer zu differenzieren waren und erlaubten Querfahren für den Bereich des Schanzenberges. O-technisch war der Sprint nicht zu anspruchsvoll und so kam es zu einem gewohnt engen Rennen. Bei den Frauen holte sich allerdings mit einer Minute Vorsprung die Finnin Henna Saarinen überlegen ihren ersten Einzel-Weltmeistertitel. Dahinter ging es um Sekundenentscheidungen. Anke Dannowski fuhr auf Rang 25 und Dorothea Steckhan verpasste leider einen Posten (beide O-Team Kiel – DT Swiss). Bei den Männern gewann der Tscheche Krystof Bogar knapp, während der frisch gebackene Deutsche Meister Lennart Voss auf Rang 51 einfuhr und Lukas Wilms 27 s dahinter auf Platz 53 (beide O-Team Kiel – DT Swiss). Mark Huster (SV Sachsen 90 Werdau) fuhr auf Rang 60 über die Ziellinie. Per Hähnel (OL-Team Wehrsdorf) eigentlich noch startberechtigt in der M17 fuhr einmal mehr mit nur 3:29 min Rückstand ins Mittelfeld der M20.

Im Massenstart gab es drei Karten abzufahren und die Strecken auf den ersten beiden Karten wurden mehrfach gegabelt und sorgten so für reichlich Postitionswechsel. Nach dem Wechsel auf Karte 3, verbunden mit einem Maßstabswechsel von 1:10 000 auf 1:5 000 ging es auf derselben Bahn für alle wieder über den orientierungstechnisch anspruchsvollen Schanzenberg. Auch hier war es für die Zuschauer spannend zu beobachten, wie die Starter mit dem Wechsel von Maßstab und Orientierung zurechtkamen. Es gab einige enge Kämpfe und Zielsprints die von den TV-Kameras mitverfolgt wurden. Im Rennen der M20 holte sich der Schwede Felix Silver einen weiteren WM-Titel und Per kam knapp 12 min dahinter auf Rang 26 wieder im Mittelfeld ein. Anke musste den Rennen der ersten Rennwoche Tribut zollen und fuhr mit 13 min Rückstand und einer guten Schlusspassage auf Rang 29. Dorothea hatte in ihrem ersten WM-Massenstartrennen richtig gute Phasen in denen sie mit dem vorderen Mittelfeld mitfahren konnte und fuhr als 43ste über die Ziellinie. Bei den Männern erwischte Lennart einen schlechten Start und musste dadurch das Rennen zunächst alleine bestreiten, konnte sich aber Stück für Stück durch sehr gute Rennphasen bis auf Rang 44 vorarbeiten. Mark und Lukas kamen gut 10 min dahinter auf den Plätzen 50 und 52 ins Ziel. Neue Weltmeister sind Camilla Soegard (DEN) und Samuel Pokala (FIN).

Alles in allem blicken wir auf eine gute WM-Woche zurück. Während Dorothea und Lennart als Quereinsteiger noch in ihrem ersten MTBO-Jahr als Lehrlinge zur WM mitfuhren konnten sie auf schon beachtliche Ergebnisse blicken. Auch Per schnupperte schon mal in die M20 hinein, in der er ab dem kommenden Jahr regulär fährt. Lukas sammelte weitere gute Rennerfahrungen auf international höchstem Niveau mit besonders gegen Ende erfolgreichen Rennen. Anke und Mark zeigten einmal mehr gute Leistungen auch bei nicht idealen Vorbereitungsphasen und gaben vor allem ihre Erfahrungen an das Team weiter. Bereits beim Banquet wurde die neue Saison geplant und die Wintertrainingsplanung besprochen. Die Motivation ist da und das Team in Größe gewachsen und weiter zusammengewachsen. Ergebnisse, Videos, Bilder und Karten finden sich im Live-Centre der IOF.

Doch noch ist die Saison nicht vorbei, so wartet das Weltcup Finale in Bulgarien, was zugleich auch Masters-WM ist. In Bulgarien wird jedoch, wenn überhaupt nur eine kleine Auswahl an den Start der Elite-Rennen gehen: https://mtbo2022.com/. Und auch die nationale Saison hat noch einige Schmankerl zu bieten.