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15. März 2022

Gastgeber überzeugen zum WM-Auftakt

Zum Auftakt der Weltmeisterschaften im Ski-Orientierungslauf überzeugte Gastgeber Finnland mit einmal Gold und zweimal Silber im Sprint. Bei den parallel ausgetragenen Junioren-Weltmeisterschaften sorgte Marit Heinemann (SV Robotron Dresden) mit Rang 16 für ein aus deutscher Sicht erfreuliches Ergebnis.

Bei den Titelkämpfen in der nordfinnischen Küstenstadt Kemi hat die Estin Daisy Kudre-Schnyder wieder in die Erfolgsspur zurückgefunden. Dabei holte sie sich denkbar knapp zum Auftakt im Sprintrennen den Weltmeistertitel bei den Damen. Gerade einmal eine Sekunde trennte sie von der Finnin Salla Koskela und der Schwedin Anna Magdalena Olsson, die sich zeitgleich Silber teilten. Einzige deutsche Dame war Pia Buchholz (MTK Bad Harzburg), die auf Rang 35 kam.

Bei den Herren zeigten sich die Gastgeber gut vorbereitet auf die Heim-WM und setzten sich im Vorfeld nicht ganz erwartbar vor den favorisierten Norwegern und Schweden durch. Ville Petteri Saarela und Tuomas Kotro sorgten in einem ebenfalls engen Rennen für einen finnischen Doppelsieg vor dem Schweden Rasmus Wickbom. Deutsche Herren waren nicht am Start.

Bei den Junioren-Weltmeisterschaften ging bei den Damen in einer ebenso engen Entscheidung Gold an die Finnen Maria Hoskari vor der Schwedin Ella Turesson und der starken Schweizerin Alina Niggli. Erfreulich war der 16. Platz von Marit Heinemann, ihre Schwester Wenke (SV Robotron) kam auf Platz 30, Debütatin Carlotta Haupt (MTK) auf Rang 32.

Auch bei den Junioren sicherten sich die Gastgeber den Titel. Der Finne Niklas Ekström siegte vor dem Schweden Isak Lundholm und dem Schweizer Gian Andri Müller. Der einizige deutsche Starter Tom Buchholz (MTK) schaffte als 29. den Sprung unter die ersten 30.

Bei den parallel ausgetragenen Jugend-Europameisterschaften sorgten Anni Salmela, Sanni Hoskari und Johanna Naskali für einen finnischen Dreifacherfolg bei den Damen. Bei den Herren siegte der Schwede Tim Lundberg vor dem Esten Chris Marcus Krahv und dem Finnen Pyry Riissanen. Deutsche Teilnehmer waren nicht am Start.

Insgesamt präsentieren sich die Verhältnisse rund 100 Kilometer südlich des Polarkreises Mitte März noch sehr gut. Die Titelkämpfe stehen aber unter dem Eindruck des Ukraine-Konflikts. Noch vor gut drei Wochen galten die russischen Athleten, die nun nicht anwesend sind, als klare Medaillenkandidaten in allen Altersklassen.

Morgen gehen die Weltmeisterschaften weiter mit dem Verfolgungsrennen. Die Junioren und die Jugendlichen tragen die Mitteldistanz aus.

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