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09. August 2020

Deutschlands „beste“ O-Sport-Karten und -Gelände #9

Mark Huster wurde letztens bereits als amtierender Deutscher Meister im MTB-O erwähnt. Das war sein 4. Meistertitel, den 1. errang er interessanterweise vor 20 Jahren. Solange gehört er auch fast dem Nationalteam an, mit dem er bei mehr als 100 Weltcupläufen am Start gewesen ist. Mit 34 Jahren im MTB-O – mit neun Jahren, 1986 fing er an – ist er quasi ein „alter Hase“ der Sportart – und nach wie vor vorn dabei. In seinem Heimatverein SV Sachsen 90 Werdau hält er seit nunmehr 14 Jahren auch die Zügel der Radsportabteilung in den Händen. Einen direkten Kartenfavoriten für sich mag er gar nicht benennen.

Welches kartierte Gelände ist für dich am technisch anspruchsvollsten?

Das lässt sich so pauschal nicht sagen. Je nach Wettkampftyp (Sprint, Mittel, Lang etc.) eignen sich unterschiedliche Gelände besser.
Sprintrennen fahre ich sehr gern in urbanem Gelände. Gerade in Innenstädten mit verwinkelten Straßen lässt sich so etwas prima machen.
Für Mitteldistanzstrecken eignen sich großstadtnahe Wälder, da man hier ein kleingliedriges Wegenetz vorfindet, was eine gute Orientierung erfordert. Gerade vor einem Monat hatten wir in Dresden Wachwitz und um den Fernsehturm ein prima Gelände dafür.
Für die Langstrecke kann ich nur den Rabenberg (Weltcup 2019) empfehlen. Das Gelände ist fordernd in allen Belangen.

In welchem deutschen, lange nicht kartierten bzw. unkartierten Gelände würdest du gerne einmal MTB fahren und warum?

MTB-O konzentriert sich leider auf wenige Regionen in Deutschland, wodurch auch meist die Wettkämpfe dort stattfinden. Am Ende ist es egal, in welcher Ecke die Veranstaltung stattfindet. Hauptsache die Karte stimmt und der Bahnleger hat das Gelände optimal genutzt.

Welchen geographischen Vorteil siehst du allgemein in OL-Deutschland?

Grundsätzlicher Vorteil von Deutschland ist die zentrale Lage in Europa mit den unterschiedlichsten Regionen. Es werden sich jedoch nur bedingt ausländische Sportler (aus Tschechien etc.) nach Deutschland zu nationalen Wettkämpfe einfinden, da meist Länder um uns herum ein deutlich größeres Wettkampfspektrum bieten, so dass sie deutsche Wettkämpfe gar nicht nötig haben.

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