23. Oktober 2026
Deutsches Podest beim Europacup-Finale in Polen
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Ralph Körner konnte bei den zum Europacup und zur Weltrangliste zählenden Trail-O-Wettbewerben im Rahmen des "Dragon Cup" im polnischen Tschenstochau überzeugen und sich in zwei Einzelwettbewerben und in der Gesamtwertung des Wochenendes auf dem Podest platzieren. Die zweite deutsche Teilnehmerin Vanessa Schöps konnte bei den Junioren ebenfalls überzeugen. Die Europacup-Gesamtwertung beendet Ralph Körner als bester Deutscher auf Rang sechs.
Mit einem TempO- und einem PreO-Wettbewerb unweit von Czestochowa (Tschenstochau) in Schlesien wurde der diesjährigen Europacup im Präszisionsorientieren (ECTO) abgeschlossen. Im Rahmen des Wettkampfwochenendes "Dragon Cup" wurde darüber hinaus noch ein dritter Weltranglistenwettbewerb im PreO-Sprint-Format, sowie im Vorfeld eine Trail-O-Staffel ausgetragen. An den drei Einzelwettbewerben gingen zwei Angehörige des Trail-O-Bundeskaders als einzige deutsche Teilnehmer an den Start.
Bereits der PreO-Sprint zum Auftakt präsentierte sich anspruchsvoll. Gerade einmal 29 Minuten Maximalzeit standen zur Verfügung, um 26 Posten in einem überwiegend halboffenen bis offen bewaldeten, feinkupierten Gelände korrekt und möglichst schnell zu lösen. Am Ende gelang es nur fünf Athleten aus allen Kategorien, fehlerfrei durch den Kurs zu kommen. Einer von ihnen war Ralph Körner (OLV Landshut), der mit einer Lösungszeit von etwas mehr als 25 Minuten in der offenen Kategorie Platz zwei hinter dem siegreichen polnischen Lokalmatadoren und bis dato Weltranglistenersten Krystian Petersburski erringen und insgesamt das drittbeste Ergebnis einfahren konnte. Vanessa Schöps (OLV Landshut) leistete sich vier Fehler und kam damit in der Juniorenkategorie mit Rang sieben ins erste Fünftel.
Unmittelbar im Anschluss stand der TempO-Wettbewerb auf dem Programm. Stolze neun Stationen und damit 45 Aufgaben galt es zu lösen, das Gelände war ähnlich anspruchsvoll wie beim PreO-Sprint, mit teils feingliedrigen, teils groben Geländeformen, die es zügig und zielsicher zu interpretieren galt. Ralph Körner hatte am Ende vier Fehler auf dem Konto. Dank sehr schneller Lösungszeiten reichte dies jedoch zum drittbesten Tagesergebnis und in der offenen Kategorie abermals für Rang zwei, diesmal hinter dem souveränen Sieger Anders Haugskott aus Norwegen, der mit diesem Sieg die Führung in der Weltrangliste übernahm. Vanessa Schöps kam mit acht Fehlern durch den Wettampf und schaffte es damit bei den Junioren auf Rang neun und damit erneut in die Top Ten.
Den Abschluss des Wochenendes bildete der PreO-Wettbewerb, bei dem nach zwei Zeitkontrollen zum Auftakt insgesamt 33 PreO-Posten innerhalb von knapp zwei Stunden zu lösen waren. Diffuses Höhenbild, eingeschränkte Sicht durch dichte Vegetation und teils sehr weit entfernte Posten charakterisierten den sehr anspruchsvollen Wettkampf, bei dem es neben Orientierungsgeschick auch das eine oder andere Quentchen Glück bei einzelnen Antwortentscheidungen benötigte. Dies war den beiden deutschen Teilnehmern an diesem Tag leider nicht so hold wie am Vortag. Ralph Körner leistete sich fünf Fehler und kam damit nicht über Rang 14 in der offenen Kategorie hinaus, bei Vanessa Schöps waren es zehn Fehler, was Platz 13 bei den Junioren bedeutete. Das beste Tagesergebnis erzielte Juniorenstarter Jonatán Furucz (Slowakei) mit nur einem Fehler, bester Athlet der offenen Kategorie war Anton Pukhovkin (Ukraine) mit zwei Fehlern.
In der Gesamtwertung reichte es bei Ralph Körner für das fünftbeste Ergebnis. Da die ersten beiden Plätze überraschend an Juniorensportler gingen, bedeutete dies in der offenen Kategorie den Bronzerang hinter dem Weltranglistenersten Anders Haugskott (Norwegen) und dem Weltranglistenzweiten Krystian Petersburski (Polen). Vanessa Schöps schloss die Gesamtwertung in der Juniorenklasse, wo Jonatán Furucz (Slowakei) und Albert Forst (Tschechien) an der Spitze die besten Ergebnisse des Wochenendes einfahren konnten, auf dem zehnten Platz ab.
In der Endwertung des Europacups nach zwölf Wettbewerben konnte sich Ralph Körner mit 196 Punkten auf dem sechsten Rang platzieren, mit nur sehr geringen Abständen nach vorne und hinten. Es siegte auch hier Anders Haugskott (Norwegen) mit 288 Punkten vor Krystian Petersburski (Polen) mit 240 Punkten, Rang drei ging an die Vorjahressiegerin Pinja Mäkinen (Finnland) mit 211 Punkten. Nächstbeste deutsche Teilnehmer im Europacup sind die in Polen nicht am Start gewesenen Juniorensportler Paul Michel (TGV Horn) mit 73 Punkten und Sabrina Schöps (OLV Landshut) mit 67 Punkten auf den Plätzen 47 und 51.
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