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09. Oktober 2011

Berliner MTBO-Weekend

Am vergangenen Wochenende wurde die deutschen Meisterschaft und das Bundesranglistenfinale in Berlin bei bestem Wetter ausgetragen. Den Teilnehmern wurde in den verwinkelten und sandigen Berliner Wälder noch einmal alles abverlangt.

Nach den letzten bergigen Ranglistenläufen in Wehrsdorf, durfte man sich wider Erwarten auch in Berlin über (kleine) Berge freuen. Bei der deutschen Meisterschaft in Berlin Tegel ging es auf schmalen Pfaden rauf und runter. Wobei der Bahnleger Uwe Röhner die Orientierungspunkte immer ganz oben auf die Hügel hängte. Die steilen und sandigen Hügel stammen übrigens aus der letzten Eiszeit. Es handelt sich dabei um Dünen, die sich nach dem Abschmelzen der Gletscher durch starke Winde auftürmten. 

Aber was den rund 100 Startern bei der deutschen MTBO Meisterschaft am Meisten zu schaffen machte, waren unzählige, kleine, verwinkelte Pfade, die sich wie ein Labyrinth durch den gesamten Wald[nbsp] zogen. Fast jedem Starter unterlief da der ein oder andere Fehler. Manch einer wusste auch teilweise nicht mehr genau wo er war und musste zwangsweise zum letzten Punkt umkehren. So setzte man vermehrt auf Sicherheit, schaute lieber zweimal auf die Karte und konnte nur selten ein hohes Tempo über einen längeren Zeitraum fahren. 

Bei den Ergebnissen gab es dann ein paar Überraschungen, denn es gewannen nicht die Fahrer mit den schnellsten Beinen, sondern die mit der stärksten Orientierung. So gewann bei den Damen Elite Lydia Jahn (SV Sachsen 90 Werdau), bei den Männern Elite gewann der schnelle und mittlerweile sehr erfahrene Benjamin Michael. Bei den Herren 21 A und bei den Herren 40 gewannen zwei ehemalige Orientierungsläufer Thomas Hartung und Jens Junghans. Deutscher Meister bei den Herren 50 wurde Jens Leibiger. 

Am Sonntag danach stand der 10. und letzte Ranglistenlauf für 2011 in der Nähe von Wandlitz, nördlich von Berlin, auf dem Programm. In diesem Wald gab es dann ein paar weniger Wege und auch keine fiesen Hügel, allerdings viele unebene Wiesenpfade, auf denen man viel Kraft lies. 

Direkt nach dem Start gab es erst einmal kurze Verbindungen bei dichtem Wegenetz. Da die Startintervalle bei dieser Mitteldistanz nur 2 Minuten betrugen spürte man anfangs schon den Gegner förmlich im Nacken. Zwischen den kurzen, schwierigen Verbindungen konnte man bei längeren, einfacheren Verbindungen durch schnelle Beine Sekunden gut machen. 

Bei den Herren Elite siegte Kevin Stehling der ein sehr schnelles Rennen fuhr. Anke Dannowski gewann ihr 5. Ranglisten Rennen bei den Damen Elite. 

Einen sehr positiven Eindruck hinterließ die straffe, professionelle Organisation beider Wettkämpfe in Berlin. Am Sonntag starteten die 100 Teilnehmer innerhalb von 40 Minuten und schon 3,5 Stunden nach Nullstart war die Siegerehrung des 10. Ranglistenlaufes und der Gesamtwertung der Bundesrangliste 2011 (bei der es tolle Powerbarprodukte gab) beendet. 

An dieser Stelle möchte sich der Fachausschuss MTBO nochmals bei den beiden Veranstaltern für die gelungene Organisation eines würdigen Saisonfinales bedanken!

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