15. August 2025
Auftakt der MTBO-WM 2025 in Warschau absolviert, es ist Halbzeit
Sprint, Mitteldistanz und Massenstart sind bereits passiert. Nach dem morgigen Ruhetag warten die Langdistanz und die Staffel auf die recht große deutsche Auswahl.
Die WM findet dieses Jahr in Warschau statt, hier warten dichte Wegenetze in offenen sandigen Wäldern inklusive Armeegebieten auf das deutsche Team. Welches aus acht Sportlern und Sportlerinnen und einem Betreuer bestehen. Sebastian Anders übernimmt dieses Mal die Rolle des Betreuers, Linda Brandt, Laura Faltejskova und Charlotte Anders starten in der W20. Per Hähnel, in der M20, komplettiert die Nachwuchsstarter und -starterinnen. In der Eliteklasse der Männer gehen Hendrik Heß, Lukas Wilms, Mark Huster und Lennart Voss an den Start. Alle freuen sich auf sehr anspruchsvolle, aber auch schnelle Rennen in der Masowischen Tiefebene, in dessen Zentrum sich Warschau befindet. Viele Höhenmeter sind aufgrund dieser Endmoränenlandschaft eigentlich nicht zu finden.
Am Tag vor dem ersten Rennen fand das Modelevent statt, bei dem man sich mit dem Gelände, der Karte und den Maßstäben vertraut machen konnte, weshalb es auch alle Teilnehmenden nutzen. Das erste Rennen, die Sprintdistanz, wurde auf einem Militäruniversitätsgelände im Westen der Stadt durchgeführt. Das heißt, es wurde nicht nur leistungsmäßig scharf geschossen, sondern auch im Hintergrund auf den Schießständen. Ob die Schüsse im Hintergrund nicht vielleicht sogar Krystof Bogar, der mit mehr als einer Minute Vorsprung gewann, und Ruska Saarela, der Sieger und die Siegerin der Eliteklassen, dazu bewegt haben, stärker in die Pedale zu treten, man weiß es nicht.
Jedenfalls fuhren Linda auf einen starken Platz 28, Laura auf einen sehr starken Platz 26 und Charlotte, die in ihrem letzten Jahr W17 bereits ihre erste WM in der W20 fährt und Rang 30 erreicht. Per Hähnel fährt nach zu vielen größeren Fehlern auf Platz 23.
Auch die Elitefahrer schlugen sich wacker. Lennart Voss, der seine Wattzahlen in dem dichten Wegenetz nicht ganz auf die Pedale bringen konnte, erreicht Rang 61. Die beiden Erfahrensten im Feld mit 20 Jahren WM-Erfahrung, Mark Huster und Hendrik Heß, fahren beim Sprint auf 65 und 66. Lukas Wilms ging das Rennen ruhig an und fuhr als 70. ins Ziel.
Danach folgte die Mitteldistanz im Südosten Warschaus, was ein ebenfalls ein sehr schnelles Rennen war. Man munkelt, es hatte O-technisch mehr den Charakter einer Sprintdistanz durch die großen Teile der Karte mit dichtem Wegenetz.
Diesmal konnte man sich in der sehr weitläufigen Warm-Up-Area ein sehr gutes Gefühl für den Maßstab und die Wegqualitäten erarbeiten. Demzufolge lag es nun, wie immer, an guten Beinen und guter Orientierung. Dabei gelang es Linda Rang 26 zu sichern, Charlotte steigerte sich um einen Platz, auf 29 und Laura kam, durch zu viele Fehler als 40. ins Ziel. In der M20 fährt Per auf Platz 11, ein sehr zufriedenstellendes Ergebnis, aufgrund von mehreren Fehlern.
In der Elite fahren die beiden Routiniers, Mark und Hendrik auf 57 und 58, sehr starke Ergebnisse und schlugen somit auch die jüngeren Elitefahrer. Lennart konstant wieder auf Rang 61 und Lukas mit einem Sprung nach vorn auf Platz 67.
Das Herren Elite Podium wurde von Finnland dominiert, Andre Haga gewinnt, der 2. Platz geht zeitgleich zweimal an Finnland und Platz 4 teilt sich Finnland mit Estland. Die Damen-Elite gewinnt die erfahrene Martina Tichovska. Alles in allem ein sehr heißer, spannender Tag und Wettkampf.
Der dritte Wettkampftag stand im Zeichen des Massenstarts. Für gewöhnlich ist dieses Format geprägt durch eine schnelle Startphase, wo es heißt: „Hinterrad halten!“ Die Strecken waren als Schmetterlings-/Schleifenbahnen aufgebaut. Das bedeutet, dass man einen oder mehrere Posten mehrfach anfährt und dann jeweils eine andere Schleife zu absolvieren hat. Die richtige Reihenfolge der Schleifen und alle Posten anfahren, ist Pflicht.
Ganz ordentlich haben die Juniorenfahrer ihren Wettkampf absolviert. Per fährt bei einem schnellen Rennen als 25. über die Ziellinie. Die drei Juniorinnen bildeten zu Beginn ein Dreigespann. Am Splitposten ging es alleine weiter. Charlotte meisterte ihre Strecke etwas schneller als die beiden anderen und erreichte als 26. das Ziel. Auf Platz 31 und 32 folgen Linda und Laura.
In der Elite flogen knapp 90 Fahrer zum ersten und zugleich Splitposten. Danach folgten zwei getrennte Schmetterlinge, bevor es dann auf die letzten zehn Posten gemeinsam ging. Das Lennart treten kann, hat er mehrfach bewiesen. Jedoch sollte man dabei auch alle Posten anfahren, was ihm misslang. Einmal mehr hat sich die Erfahrung von Mark und Hendrik mit Platz 52 und Platz 54 ausgezahlt. Lukas fährt auf Platz 58 in Ziel.
Aber es freuen sich auch alle auf den wohl verdienten Ruhetag nach dem Massenstart vor der Langdistanz und der Staffel am Wochenende.
