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07. Juli 2020

3. und 4. Deutschland-Cup in Dresden und Pirna

Nachdem die Männer vom ESV Dresden um Peter Schmidt und Kartierer und Bahnleger Steffen Hauschild schon den MTBO-Auftakt am 6.6. in der Dresdner Heide erfolgreich organisiert hatten, waren sie vergangenes Wochenende schon wieder mit dem scharfen Start in Deutschland dran.

Für die Mittelstrecke, welche auch Nachwuchs-Sachsen-Cup war,  führte uns Steffen in sein Lieblings-Trainingsgelände, an den Elbhang unterhalb Rochwitz`s und des Fernsehturms. Ein fantastisches abwechslungsreiches Gelände mit sehr vielen Wegen, technisch sehr anspruchsvollen Trails, tiefen Tälern gemixt mit urbanem Gelände und offenen Teilstücken. Man merkte deutlich, dass der Bahnleger gern an Routenwahlproblemen knobelt und Spaß daran hatte, uns die technischen Delikatessen einzubauen. Wer an der Kante den Blick auch mal von der Karte oder dem Trail hochnahm, konnte den fantastischen Ausblick auf die Elbe und Dresden geniesen.

Einen für viele überraschenden Sieg in der Herrenklasse landete der 23jährige Tim Hämmerlein von Sachsen Werdau 90, welcher in der Trainingsgruppe von Husti groß geworden ist, in den letzten Jahren aber meist bei MTB-Rennen oder Enduro unterwegs war. Den Doppelsieg für Werdau perfekt machte Denny Albert mit knappen Rückstand, Dritter wurde Hendrik Heß vom USV DD. Bei den Damen siegte Anne Bader vom Post SV Dresden.                     

Sieger in den Kinder- und Jugendklassen wurden Elias Schmidt (D/H11), Thomas Lucassen (D/H14) und Gregor Lusky (D/H 17), alle ESV Dresden. In den Masterklassen gewannen in der AK 40 Anke Reichel (ESV DD) und Thomas Hartung (Werdau), in der AK 50  Wiebke Sihver (Post SV DD) und Harald Männel (Wehrsdorf) , in der AK 60 Steffen Breitwieser (Wiss.Quedlinburg) und in der AK 70 Gerhard Plötz (OLV Potsdam). Erfreulich und für die Zukunft hoffend war die gute Beteiligung in den Nachwuchsklassen, leider überschnitten sich die Wettkämpfe mit der OL-Sachsen-Meisterschaft in Görlitz, so dass sich mehrere Sportler entscheiden mussten.

Am Sonntag stand dann der traditionelle Elbtal-MTBO auf dem Programm. Geplant war dieser im Bahratal als 5-h-Team MTBO, die Corona-Probleme zwangen zu einer Änderung zum verkürztem Einzelstart. Die Teams konnten natürlich trotz Alleinfahrt dann zusammen gewertet werden. Der Wettkampf kann somit auch für den D-Cup gewertet werden.

Die Karte von Steffen Hauschild und Peter Schmidt war wieder klasse aufgenommen, das Gelände sozusagen viergeteilt. Im Start- und Zielbereich urbanes Gelände in Pirna Copitz und Pratzschwitz, dann der Waldteil des Gebietes Graupa, ein Teil Weinberge und dann der kräftezehrende Steilhang der „Hohen Brücken“ mit den 200m Höhenunterschied. Da ich die Karte „Graupa“ 1983 schon mal als OL-Karte aufgenommen hatte, erhoffte ich mir Vorteile, leider habe ich gar nichts wiedererkannt. Die Skore-Posten waren sehr geschickt verteilt, ich glaube, jeder Starter ist eine andere Variante gefahren. Die Wettkampfzeit von zwei Stunden (Nachwuchs 1 Stunde) war bei der Hitze vollkommen ausreichend.

Bei den Damen siegte Julia Schneider (USG Chemnitz), bei den Herren gab es einen Zweikampf zwischen Hendrik Heß und Robert Krüger (Planeta Radebeul), welche 35 der gesamt 37 Posten holten, Hendrik hatte am Ziel leicht die Nase vorn, Dritter wurde Justus Richter (USG Chemnitz). In den Nachwuchsklassen gewannen in der AK 11 Greta Winter (Robotron DD), in der AK 14 Luic Dequiedt (ESV DD), in der AK 17 Alexander Klopfer (Werdau). In den Masterklassen siegten in der AK 40 Anke Reichel (ESV DD) und Holger Mager (Post DD), Wiebke Sihver (AK 50, Post DD) erkämpfte sich die meisten Punkte aller Damen, Glückwunsch!, Harald Männel gewann in der AK 50 knapp vor dem Belgier Wim Vervoort, welcher mit seiner Begleiterin internationalen Flair beisteuerte. Der Schnellste der AK 60 war Holger Pfeiffer (ESV DD), Sieger der AK 70 wieder der Potsdamer Gerhard Plötz.

Alles in allem sehr anspruchsvolle und top organisierte MTBO`s, nochmals vielen Dank an alle Organisatoren und auch die Beteiligung lässt für die Entwicklung unserer Sportart hoffen.