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12. März 2017

Russischer Doppelsieg zum Abschluss

Zum Ende der Weltmeisterschaften im Ski-Orientierungslauf im russischen Krasnojarsk hat es dann doch noch geklappt: Der Gastgeber konnte beim Staffelrennen am Sonntag einen Doppelsieg landen.

Andrey Grigoriev, Kirill Veselov und Andrey Lamov sicherten bei den Herren die erste Goldmedaille für Russland bei diesen Titelkämpfen. Bei erneut sonnigen Verhältnissen, aber eisigen Spuren behielten die Gastgeber in der sibirischen Metropole die Oberhand und verwiesen Schweden mit Martin Hammarberg, Ulrik Nordberg und Erik Rost auf den Silberrang. Die finnischen Herren waren bisher nicht medaillenverwöhnt und konnten nur bei der Sprintstaffel einen Teil zu Silber beisteuern. Nun aber behaupteten sich Tero Linnainmaa, Jyri Uusitalo und der in vergangenen Wintern starke Ville Petteri Saarela gegen Norwegen und holten Bronze.

Etwas anders stellte sich das Tableau bei den Damen dar, das ohnehin mit sechs gemeldeten Teams extrem übersichtlich war. Hinzu kam aber noch, dass mit Magdalena Olsson und Tove Alexandersson gleich zwei Schwedinnen erkrankt waren und die Blau-Gelben erstmals in der WM-Geschichte kein Team an den Staffelstart schicken konnten. Damit hatten die ohnehin favorisierten Russinnen freie Bahn. Alena Trapeznikova, Polina Frolova und Mariya Kechkina holten sich ungefährdet den Titel vor den Finninen mit Mirka Suutari, Marjut Turunen und Salla Koskela. Nutznießerinnen des Ausfalls der Schwedinnen waren sicherlich die tschechischen Damen. Petra Hancova, Kristyna Kolinova und Hana Hancikova zeigten sich im Ziel überglücklich, das seltene Vergüngen zu haben, für ihr Land Bronze zu gewinnen.

Ein deutsches Team war am heutigen Abschluss der Weltmeisterschaften nicht am Start. Nicht im russischen Team als Aktiver dabei war übrigens entgegen den Erwartungen Eduard Khrennikov, der damit auch nicht seine elfte WM lief. Der alleinige Teilnahme-Rekord bleibt damit in Deutschland. Wo die Weltmeisterschaften in zwei Jahren stattfinden, ist trotz längst abgelaufener Bewerbungsfrist noch nicht bekannt gegeben worden. Angesichts der Tatsache, dass die IOF plant, analog zum Sommer-OL ab 2019 jedes Jahr eine WM mit unterschiedlichen Disziplinen ausrichten zu lassen, wirkt die Vorausschau auf den dünnen Wettkampfkalender bedenklich. So oder so werden sich kommende Ausrichter an im Hinblick auf die Universiade 2019 sehr aufwendig und gut organisierten Weltmeisterschaften in Krasnojarsk kaum messen können.

Mehr:
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