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18. Juli 2014

MTBO-WC / O-Ringen: Mittelstrecke

Die zweite Runde des MTBO-Weltcups 2014 findet in Schweden direkt vor und in Zusammenarbeit mit dem O-Ringen statt. Auf dem heutigen Programm stand eine sehr anspruchsvolle Mitteldistanz die zu sehr großen Zeitunterschieden im Ergebnis führte.

Am gestrigen Donnerstag reisten Uta Spehr, Anke Dannowski, Ulf Uhlemann, Harry Männel, Sylvia Thomas ins schwedische Ahus an. Mark Huster folgte am heutigen Morgen pünktlich vor dem Start der Mittelstrecke auf der Karte Åspet, direkt südlich von Ahus. Während Anke, Ulf und Mark sich den Gegnern im Weltcup stellen fahren Sylvia, Uta, Harry und Frank Steiner die offenen Rennen beim Weltcup und dann die 3 Etappen des O-Ringen.

Wie bereits erwähnt zauberte der junge schwedische Bahnleger (Kartenzeichner und Kopf der Organisation) Anton Persson eine sehr anspruchsvolle Mitteldistanz in den engmaschig von Wegen durchzogenen Kiefernwald. Trockener Boden teils sandig mit kleinen Kuppen und langgezogenen Rücken bildeten den Spielplatz der rund 120 Elite-Starter. Es galt das Wegegebot (bis auf wenige markierte Areale) und auch Ecken abschneiden war strengstens verboten, wenngleich selbst der traditioneller MTBOer gerne hier oder da mal einfach in Richtung gefahren wäre.

Die deutschen Starter hatten mit dem hohen Orientierungsanspruch etwas zu kämpfen. Fuhren aber alle Posten richtig an, was gut 10% des Starterfeldes nicht schaffte. Viele Posten standen im Wald und die beiden Elite-Bahnen glichen einander kaum, was also noch mehr Posten bedeutete. Im Zickzack mit einigen kreuzenden Postenverbindungen und mit Kartenwechsel war die ganze Zeit selbst beim Bahnlesen höchste Aufmerksamkeit geboten. Durch die zahlreichen Wege, meist schnelle schmale, teils sandige Pfade, wurde es aber auch im Gelände nicht langweilig. Die Wege schlängelten sich in oft kleinen Bodenwellen über die Kuppen und Rücken des Gebietes, teilten sich und schlossen sich wieder zusammen. Mit deutschen Wäldern ist dieses Terrain kaum vergleichbar.

Anke startete mit reichlich Fehler die eher der Konzentration und einem für das defizile Gelände zu hohen Anfangstempo geschuldet waren. An Posten 5 von 24 bedeutete dies schon gut 5:30 min Rückstand zur Spitze. Mit dem weiteren Rennverlauf kam etwas mehr Sicherheit und so ging es kontinuierlich auf Platz 25 nach vorn.

Mark und Ulf hatten relativ konstante Läufe. Es wechselten sich gute Postenverbindungen mit fehlerbehafteten ab. Der hohe Orientierungsanspruch sorgte vor allem bei Mark dafür dass er nicht an seine physische Leistungsgrenze gehen konnte. Was für die nächsten Tage aber nicht von Nachteil sein muss. Die beiden fuhren auf die Plätze 62 und 69.

Sieger der beiden Elite-Klassen waren die Britin Emily Benham und der Russe Anton Foliforov. Auch in den offenen Klassen hatten die deutschen Starter mit dem Gelände und dem Orientierungsanspruch zu kämpfen und kamen in Mittelfeldpositionen ins Ziel.

Morgen geht es zum Sprint nach Kristianstad. Gefahren wird hier in einem Wald-und-Wiesengebiet entgegen der ursprünglichen Ankündigung. Der Platz in der Stadt wird gebraucht um das O-Ringen zu eröffnen. Leider mal wieder ein Fingerwink, dass der MTBO im Rahmen solch großer, wenn auch begeisternder Fuß-O-Veranstaltungen nur einen Platz am Rande hat und sich wie eine Rahmenveranstaltung anfühlt.

Wir blicken dennoch gespannt auf den morgigen Tag. Eigentlich sollte es für die deutschen Starter von Tag zu Tag besser gehen, wenn die Orientierungserfahrung aus den bestittenen Rennen in die nächsten mitgenommen wird.