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08. Dezember 2011

Mit Golfschläger und Bogen durch die Nacht

Am 26. November organisierte Falk den Nacht-MTBO zum 11. Mal und hat sich wieder einiges Ausgedacht um den Teilnehmern das Rennen so interessant wie möglich zu machen.

Der kleine Ort Teicha nördlich von Halle war Ausgangspunkt und Wettkampfzentrum für den 11. Nacht-MTBO. Die Karte reichte im Norden bis Petersberg und im Süden südlich der Saale bis Dölau und Halle. Es fanden sich fast 30 Teams und davon immerhin 5 Mixed-Teams um zusammen in den Sonnenuntergang zu starten. Die erste Aufgabe bestand darin ein Überraschungsei zusammenzubauen und die Schoki zu vertilgen. Erst danach durfte gestartet werden. Wohl denen die schon eine fertige Figur hatten. Die meisten Teams hatten dadurch schon ein wenig Ruhe um die Strecke zu planen, denn die Wanderkarte mit eingetragenen Posten und deren Wertigkeiten gab es bereits mit dem Ü-Ei. 

Die Streckenplanung war nicht so trivial, denn es gab viel zu beachten. An zwei Posten konnte man zu dem Grundwert des Postens noch extra Punkte durch Treffsicherheit beim Golf und Bogenschießen gewinnen. Diese existierten allerdings nur in einem kleinen Zeitfenster von einer Stunde im Rennen, während Posten 17 in der Kartenmitte die Zielscheibe von 16:45 Uhr bis 17:45 Uhr stand, war der andere Posten im Südosten der Karte zwischen 18 und 19 Uhr mit Golfschlägern besetzt. Zusätzlich gab es noch einen Wanderposten, der von Posten 17 mit 5 km/h ins Ziel marschierte. Allerdings erst um 18 Uhr. Es war verflixt, wollte man den Bogenschießposten schaffen konnte man ja nicht noch auf den Wandererposten warten und dann musste man auch schon zum Golfposten eilen. In beiden Klassen, der Mixed und der Männerklasse verzichteten die Siegerteams auf diese Zusatzpunkte und sammelten lediglich den Wanderposten auf. Das waren immerhin sichere 30 extra Punkte, während man beim Golfen und Bogenschießen erst noch treffen musste. Und nicht jedes Team schaffte 40 Punkte beim Golf, wie die zweitplatzierten in der Männerwertung. Viele gingen nur mit 5-15 Punkten weiter. Um so richtig zu punkten musste man die Saale überqueren. Dazu konnte einmal die Fähre in Brachwitz genutzt werden oder die Brücke direkt in Halle, an der auch noch ein Posten hing, der von oben durch die lange Schnur am besten erreichbar war. Dieser hing gut 4 m über dem Erdboden.

Die Teams mit den meisten Punkten waren an allen vier Ecken der Karte. Die vollständigen Ergebnisse gibt es auf www.velo-ev.de . Hier ein kurzer Überblick: Mixed - 1. Team Lichtblick (Anke Dannowski/Mark Huster) 300 Punkte, 2. TV Fürstenwalde 1990 (Kathrin Gräber/Nic Rohmann) 230 Punkte, 3.USV TU Dresden (Conny Eckardt/Heiko Gossel) 220 Punkte. Männer - 1. Die alten Hasen (Tom Kreißig/Christoph Kießling) 310 Punkte, 2. Brennholzhandel (Mathias Koch/Stefan Koch) 308 Punkte, 3. Frank und Frei (Frank Schorisch/Frank Wirth) 280 Punkte. 

Das Wetter war dieses Jahr spätherbstlich und so waren es angenehme 200 Minuten die alle Teilnehmer nach dem Massenstart verradeln durften. Und alle Starter die man hinterher so hörte schwärmten vom Rennen und davon dass die Zeit viel zu schnell verging. Und dass es noch sooo lange bis zum nächsten Nacht-MTBO ist. Auf den man sich jetzt wohl schon wieder freuen kann.