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03. September 2011

6. BRL ein Sprint-MTBO in Werdau - Sekundenhatz

Der 6. BRL im Jahr 2011 wurde in Werdau ausgetragen. Ein Stadtsprint mit einem kleinen Wiesen-Waldteil und einem Wohngebiet drumherum bot das Organisationsteam um Mark Huster den Startern. In vielen Klassen ging es um Sekunden die über die Siege entschieden und in der Männer-Elite gab es eine kleine Überraschung.

Strahlend blauer Himmel, gut 25° C und ein Postengewirr auf der Karte waren die Rahmenbedingungen des 6. BRL. Gestartet wurde im Dualmodus. Es gab zwei große Schlaufen mit etwa 10-12 Posten zu durchfahren die in unterschiedlicher Reihenfolge absolviert wurden. Parallel starteten zwei Sportler der selben Altersklasse und somit hatte man im Ziel den direkten Vergleich zum mitgestarteten. Gleichzeitig waren viele auf der Strecke, aber im Wohngebiet war wenig Verkehr und die Anwohner schauten zu oder machten die Wege frei. Es war also ein gutes Rennen um unseren Sport ein wenig mehr in die Öffentlichkeit zu tragen.

Das Renngeschehen selbst bot einiges an Dramatik. Nur 1 min Zeitabstand zwischen den Startern der selben Bahn erhöhten den Druck, denn auch nur ein kleiner Fehler führte dazu dass man in der Sicht des danach gestarteten war. Es galt aber dennoch die Ruhe zu bewahren um die Postenstandorte richtig zu erkennen und die richtige Postenreihenfolge einzuhalten. Die Bordsteinkanten die es zu queren gab oder auch die Treppen boten reichlich Gelegenheit sich einen Plattfuß einzufahren, es war also auch hier die notwendige Fahrtechnik und Zurückhaltung im Fahren geboten. Das Rennen der Frauen verlief zwischen der erstgestarteten Anke Dannowski und der darauffolgenden Lydia Jahn recht eng. Beide hatten immer wieder Kontakt, Anke unterliefen erneut einige Fehler und Lydia hatte einen guten Tag und so fehlten ihr nur 16 s um einen Sieg einzufahren. Anne Gassner auf Rang 3 musste ihr Rennen mit wenig Luft im Schlauch zu ende fahren, eines der Bordstein-"Opfer".

Bei den Männern ging es noch spektakulärer zu. Kevin Stehling konnte trotz zunächst fehlerhafter Postenreihenfolge, die er durch nochmaliges Anfahren korrigierte, mit 20 s Vorsprung vor Benjamin Michael der ebenfalls einen Platten erlitt (allerdings nicht regelgerecht sein Rad tauschte) ins Ziel einfahren. Doch bei der Auswertung im Wettkampfzentrum stellte sich heraus dass gleich 4 der Elite-Fahrer einen Posten falsch stempelten. Sie liefen in eine Postenfalle. Somit hieß der lachende Sieger ein wenig überraschend Tino Hamann, der sogar das System der Einbahnstraßen verstand und richtig ausführte, dicht gefolgt von Torsten Kaufmann, 18 s dahinter.

Etwas ruhiger ging es in den Masterklassen zu. In der H40 konnte sich Olaf Kaden mit knapp 40 s gegen Jens Junghanß durchsetzen, der zwar fahrerisch der stärkere war, aber geringfügig mehr Fehler machte. M50-Sprintweltmeister Sergej Sonnenberg gewann mit einer Minute Vorsprung vor Dietmar Fremder aus Wehrsdorf. Bei den D40 gewann Uta Spehr überlegen vor Edda Jahn.

Im Nachwuchsbereich wurden gleichzeitig die Sächsischen Meisterschaften MTBO ausgetragen. Neue Sächsische Meister sind: Wolf Jäntsch (D/H11) und Jens Kaufmann (D/H14).

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