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06. Mai 2012

Prag - Langstrecke

Die Langstrecke beim Weltcup, Masters- und Jugend-Cup ist absolviert. Die deutschen Starter lagen bei den teilweise kraftraubenden Strecken im Mittelfeld. Peter Heinrich holte einen Silberrang in der H50.

Der Weltcup startete morgens um 9:30 Uhr bei schönstem Wetter und mehr als 20 Wärmegraden. Die Wege waren fast durchgängig einen Tick schneller befahrbar als in der Karte verzeichnet, was auf das in den vergangenen Wochen schöne Wetter zu schieben ist. Bei den Männern wurde auf zwei A3-Karten gefahren, wobei die Strecke gegabelt war um das Startintervall von 3 auf 2 Minuten reduzieren zu können. Die drei deutschen Herren lagen alle dicht beieinander und absolvierten den Kurs in gut zwei Stunden. Sie belegten die Ränge 51 (Benjamin Michael), 54 (Falk Wenzel) und 58 (Mark Huster) und fanden im Finnen Samuel Pökälä ihren Meister. Während die Orientierung recht sicher war und die Routenwahlen gut getroffen waren fehlte es vor allem an der notwendigen Kraft um im bergigen Terrain mit den besten zu bestehen.

Auch bei den Frauen konnte sich mit Marika Hara eine Finnin klar durchsetzen, sie hatte gut 2 min Vorsprung auf die zweite Ksenia Chernykh (Russland). Die beiden deutschen Starterinnen belegten die Ränge 17 (Anke Dannowski) und 40 (Lydia Jahn). Auch hier fehlten beiden die guten Beine um in die Top10 und weiter nach vorn in der Ergebnisliste zu rücken.

Der Trend einer immer größer werdenden Leistungsdichte setzt sich dieses Jahr bei den Männern wie auch bei den Frauen fort. Die Plätze 3 bis 8 trennen im Frauenklassement gerade mal 40 Sekunden, nach einer Fahrzeit von 80 Minuten. Zum Nachmittag zogen Wind und Regen auf und pünktlich mit dem Start der Nachwuchs- und Masters-Rennen wurde es nass.

Lukas Falke sammelte erste internationale Erfahrung in Jugend-Cup (M17). Bei einigen Postenverbindungen konnte er zeigen dass er fahrerisch ganz gut mithält, allerdings gilt es auf der heutigen Mittelstrecke einmal mehr auf die Karte zu blicken um so die ganz groben Orientierungsfehler zu vermeiden. Er fuhr auf der Langstrecke auf Rang 13.

Die Masterfahrer der Klasse H40 starteten ebenfalls in einem gut besetzten Starterfeld. Bester Deutscher war Harald Männel auf Rang 15. Olaf Kaden belegte Platz 21 hier verhinderte eine Routenwahl und ein Zeitverlust von etwa 6 Minuten einen Top10 Platz. Wir lernten daraus, dass auch in Tschechien die Wege meist das schnellste sind. Auch wenn Querlaufen mit Radtragen erlaubt ist. Die weiteren Platzierungen: 40. Uwe Röhner, 43. Mathias Jahn, 44. Peter Olschowski. 

Das beste Resultat konnten wir in der H50 durch Peter Heinrich's zweiten Platz verzeichnen. In einem soliden Rennen musste er erst nach der Rennhälfte nach einem 3-Minuten Fehler die Führung aus der Hand geben. Der Fanzose Jean Charles Lalevee konnte durch weitere Zwischenbestzeiten die Führung bis zum Ende noch ein wenig ausbauen und mit nicht ganz zwei Minuten Vorsprung gewinnen. Die weiteren deutschen Platzierungen lauten: 14. Uwe Schröter und 21. Roberto Porstmann.

Peter Reichel kam im Feld der Open-Lang auf den siebten Rang.

Heute wartet eine scheinbar relativ kurze Mittelstrecke auf alle Teilnehmer. Der Himmel ist wieder blau und die Wege sind hoffentlich wieder abgetrocknet. Zum Vormittag starten wieder die WeltCup-Fahrer und Nachmittags alle anderen.