10. Februar 2026
Altmeister Lamov vor WM in Bestform, Ulvensøn ungeschlagen
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Bei der zweiten Weltcuprunde im nordschwedischen Luleå zeigte sich der Wahlschwede Andrei Lamov drei Wochen vor den Weltmeisterschaften in beeindruckender Form. Überragt wurde sein Auftritt noch von Anna Ulvensøn. Die Norwegerin gewann alle Einzelrennen. Die deutschen Teilnehmerinnen und Teilnehmer lieferten achtbare Ergebnisse.
Eingebettet in die Weltcuprunde waren die Jugend-Europameisterschaften und die Junioren-Weltmeisterschaften. Bei letzteren war Julius Lucke (Post SV Dresden) einziger deutscher Teilnehmer. Er wurde 37. im Sprint und 36. über die Mitteldistanz. Die Titel gingen im Sprint und über die Langdistanz an den Finnen Joona Hirvilathi sowie an den Schweizer Lavro Müller über die Mitteldistanz. Bei den Juniorinnen überzeugte Lokalmatadorin Minna Turesson mit Gold im Sprint und über die Langdistanz. Über die Mitteldistanz ging der Titel an die Finnin Johanna Naskali. Im Staffelwettbewerb holten sich die schwedischen Juniorinnen und die finnischen Junioren jeweils Gold.
Bei den Jugend-Europameisterschaften war Stine Bruns (MTK Bad Harzburg) einzige deutsche Teilnehmerin. Sie hatte sich im Abschlusstraining einen Armbruch zugezogen, aber beendete dennoch die Mitteldistanz auf Rang 31 und die Langdistanz auf Platz 34. Gold holte sich sowohl im Sprint als auch über die Mittel- und die Langdistanz die überragende Estin Anett Liisa Parts. Genauso souverän trat der Finne Kasper Ekonoja auf, der sich alle drei Einzeltitel sicherte. In der Staffel siegten die Schwedinnen und die Finnen.
Und noch einen souveränen Auftritt gab es bei sonnigen, aber sehr frostigen Verhältnissen nahe des Polarkreises. Die Norwegerinnen Anna Ulvensøn ließ weder im Sprint noch über die Mittel- und die Langdistanz etwas anbrennen. Damit ist sie für die Weltmeisterschaften Anfang März im japanischen Rusutsu Titelkandidatin Nummer eins. Zumindest über die Langstrecke gilt das auch für "Altmeister" Andrei Lamov, der in Luleå dieses Rennen für sich entschied. Wenig verwunderlich, denn vor 17 Jahren holte er eben genau in Rusutsu seinen ersten Weltmeistertitel - und zwar über die Langdistanz. Bei den Titelkämpfen 2009 in Japan trat er noch für Russland an. In seinem neuen Heimatland Schweden musste er am Wochenende über die Mitteldistanz nur dem Finnen Niklas Ekström den Vortritt lassen. Den Sprint gewann mit Aapo Kippola ebenfalls ein Finne.
Einen "Altmeister" schickte auch Deutschland ins Rennen. 37 Jahre nachdem er das erste jemals ausgetragene Weltcuprennen im Ski-Orientierungslauf im österreichischen Sandl bestritt, ging Thilo Bruns (MTK) noch einmal auf Punktejagd - mit Erfolg. Mit den Plätzen 43, 45 und 44 in Sprint, Mittel- und Langdistanz sammelte er 21 Weltcuppunkte.
Die Staffelwettbewerbe gewann Schweden bei den Damen und bei den Herren. Während die Elite nach Ende der zweiten Weltcuprunde gestern Nachmittag nun ihrem Saisonhöhepunkt in Japan entgegensieht, haben die Jugendlichen und Junioren ihr Saison-Highlight hinter sich. Für Deutschland waren es die letzten Titelkämpfe unter Nachwuchsnationaltrainerin Tanja Buchholz (Bad Harzburg), die nun ihr Amt abgibt. "Sie ist ihrer ehrenamtlichen Tätigkeit äußerst engagiert nachgegangen", bedankte sich der AGO-Beauftragte für Ski-Orientierungslauf, Bernd Kohlschmidt, bei ihr.
