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23. Juli 2013

7. GOFer- / MTBOer-Treffen im Raum Dresden

Vor dem 6. Treffen der Geländeorientierugsfahrer (GOF) kam der Gedanke auf, den Personenkreis zu verjüngen. Martin Naumann (Leipzig) machte sich darüber lustig. Ihm sei gesagt, es ist gelungen.

Nicht nur ältere Sportlerinnen und Sportler kamen zum 7. Treff nach Dresden, sondern auch eine nicht geringe Anzahl jüngerer GOFer fanden sich zur großen Freude aller am 25. Mai 2013 am Treffpunkt ein. Es waren deutlich über 40 Teilnehmer. Dresden war nach „demokratischer“ Abstimmung beim 6. Treff endlich dran mit der Organisation. Das war einfach des „Volkes Wille“.

Das Wetter war beim 7. Treff mehr als durchwachsen. Es regnete sehr oft. Heute wissen wir mehr: Es war der Beginn des großen Hochwassers 2013. An Walter Rammings (Leipzig) Lebensweisheit für Radwanderer sei deshalb erinnert. "Seid froh, dass es regnet. Da bekommt ihr wenigstens keine Staublunge". Der sagte auch, also Bauch, so hieß er mit Spitznamen, da er angeblich Bauchreden konnte, "Zieht alles an, dann müsst ihr es nicht tragen". Pilz kleidete sich nach dieser Maßgabe im Zwiebellook und tat gut daran, da es auf dem Schiff kalt war.

Einst fuhren wir mit dem Rad zu den Wettkämpfen, die Bekleidung für den Wettkampf im Rucksack oder in den Packtaschen.

Mit dem Rad wurde beim derzeitigen Treff nicht gefahren, sondern nach einer freundlichen Begrüßung durch den Organisator Peter Schmidt mit der S-Bahn bis nach Bad Schandau.

Dort wartete ein gechartertes Schiffchen der "Naturparklinie" auf uns. Wer da pfiffig und schon hungrig war, aß in der Bahnhofswirtschaft einen Happen. Mancher soll ja ein Vormittagsbrot und eine Banane einstecken gehabt haben. Der hatte allerdings die Nase vorn, denn auf dem Schiffchen gab es alles, nur nichts zu Essen, Trinkbares dagegen war reichlich an Bord. Trotzdem war die Bewegung eher flott. Gespräche flogen hin und her und Geschichten wurden wieder aufgewärmt und man fragte unter den älteren Sportfreunden nach Kind und Kindeskindern sowie ob man von dem und dem etwas gehört habe, da manche Sportvereine nicht mehr bestehen. Der gesunden Mischung zwischen jung und alt geschuldet, brachten sich auch die jüngeren Teilnehmer maßgeblich ein. Sie fühlten sich unter den Veteranen dieser Sportart offenbar sehr wohl. Viele von ihnen kannten sich noch aus aktiver Zeit, ob nun als Fahrer, wie z. B. Hans Schütze aus Werdau, oder als Organisator der Rennen.

Roland Körnig brachte die Meinungen vieler auf den Punkt: "... schön organisiert"..

Peter brachte uns die Stadt Pirna näher. "Gute Unterhaltung an Bord des Schiffchens.

Endlich lernte ich mal Sportfreunde kennen, die ich nur vom Hörensagen kannte."

Diese Meinung trifft doch genau den Sinn der Veranstaltungen.

In Bad Schandau legten wir mit dem Schiff ab und auch wieder an. Die Stimmung war bestens. Im Wärmeabteil wurde gesungen. Pilz konnte seinen Text komplett. Mit Gerhard Rohr im Duett blieb "Die sächsische Lorelei" aber wegen einer gewissen Vergessensquote bei Röhre im Hals stecken. Beim nächsten Treff wollen beide wieder auftreten. Na, dann.

Interessant ist, dass neben der begeisterten Meinung über die Fahrt an der Sächsischen Schweiz vorbei, ein Dresdner Sportfreund meinte, dass er die Sächsische Schweiz von unten noch nie gesehen habe. Das ist doch mehr als bemerkenswert, wirklich alles gut gelungen. Peter und Jens hatten alles perfekt organisiert. Großes Lob!

"Die Schifffahrt auf der Elbe war für mich, obwohl ich seit Geburt an in Dresden lebe, doch recht interessant. Vom Wasser aus sieht man die Sächsische Schweiz mit ganz anderen Augen, als ob man da wandert. Immer wieder sehen die beiden Ufer der Elbe anders und schöner aus", meinte der gleiche Dresdner Sportfreund. Irgendwie bemerkenswert - Oder?.

Die Stadtführung in Pirna mit den Erläuterungen von Peter Schmidt war prima.

Das Restaurant war schön gewählt. "Die Laufstrecke der Kellnerinnen war, da im Keller, länger als ein GOF-Rennen" meinte Jürgen Petters.

Auf dem Boot gab es eine kalte und eine warme Abteilung. Frage man sich, wo ich saß. Na, dort wo die Stimmung am besten war, im Warmen. Irgendwann regulierte Holger Hoffmann (BKL), aus Münster angereist, die Heizung etwas runter.

In Bad Schandau zurück, stopften sich viele mit Bockwurst und Kuchen voll. Selbst der mit der Banane am Vormittag aß nochmals. Zu Fuß ging es dann in die Innenstadt von Pirna. Wirtschaftlich einst im Hochmittelalter wegen seines Stapel- und Marktrechtes vor Dresden einzuordnen. Das änderte sich rasch. Beschaulich ist es dort heute. Mehr nicht. Während unseres kurzen Besuches „tobte"" gerade ein Stadtfest. Unser interessanter Stadtrundgang, geführt durch Peter Schmidt, war wegen des Regens recht kurz. Pilz gab noch einige Ergänzungen zur Geschichte der Stadt und zur dort früher gesprochenen Mundart und dann verschwanden wir alle in einem Uraltgewölbe im Zentrum der Stadt. Ein Bürgerhaus aus dem 15. Jahrhundert, welches vom Bürger Blechschmidt in Auftrag gegeben war. Das Gewölbe sehr romantisch. Am Scheitelpunkt des Gewölbes eine Art Schlussstein, der kein Schlussstein ist, mit Bohrung. Auch wir konnten des Rätsels Lösung, trotz Nachforschung, nicht finden.

Alle haben in diesem Gasthaus gut gegessen und getrunken. Es war urgemütlich.

Und dann kam Emma aus Lichtenstein in Sachsen. Mit großem Hallo wurde sie begrüßt. Sie startete schon als Kind beim GOF. Ihr Vater "Rud" Bergert war immer an ihrer Seite. Leider ist dieser allseits beliebte Sportfreund im letzten Jahr verstorben. Seinen Enkel Emma erwartet ihr zweites Kind - ein Junge wird erwartet, kann er nicht mehr auf die Strecke schicken. Die neue Generation wächst heran. Emma heißt übrigens mit bürgerlichem Namen Christine Bergert. Das sei einigen Veteranen ins Stammbuch geschrieben. Jeder kennt sie nur unter Emma. Ähnlich Täve, oder?

Bemerkenswert ist auch die Äußerung von Sven Klein über das Treffen, ehemals BSG Baukombinat Leipzig. Sven sagte: Pilz und Fledermaus getroffen zu haben, also alte Kumpel meines Vaters Siggi Klein, der vor zehn Jahren verstorben ist, war für mich sehr schön. Ein Treffen mit den alten Recken des GOF-Sports in gemütlichem Kreis, das ist schon toll. Schön auch, dass im Vergleich zum letzten Treffen die Zahl der etwas jüngeren Alten " gewachsen ist".

Beschaulich klang der Abend aus. Trubel gab es vorher beim Gruppenfoto, da das Gewölbe sehr eng ist. Alle fanden ihren Platz im Raum und auf dem Foto.

Offiziell mit Rede hat sich bei den Organisatoren, an deren Spitze Peter Schmidt stand, keiner bedankt. Richtig schön, fast ergreifend zu sehen war, dass viele Veteranen und deren Frauen sowie mancher "Jungspund" sich mit Handschlag bei Peter Schmidt und seinen Helfern für das überaus gelungene Treffen bedankten. Voll im Griff hatten die Organisatoren um Peter Schmidt das ganze Geschehen, "schön mal wieder viele zu treffen, denen die Sportart GOF eine Herzenssache war und ist, fern jeglichen Kommerz". Das ist die Meinung von Gerhard Rohr aus Leipzig. Recht hat er.

Ein Vorschlag für einen nächsten Treff der GOF-Sportler und MTBOer wäre, mal einen neutralen Ort zu wählen. Schloss Augustusburg in Sachsen ist ein Vorschlag. Jugendherberge und ein Hotel sind vor Ort. Wege seien kurz. Und am Abend müsse man nicht auf die Uhr sehen.

Unbedingt müssen wir diese Veranstaltung der Radorientierer mehr in den westlichen Bundesländern publik machen. Bei allen Wettkämpfen, im Internet und über alle möglichen Kanäle. Lassen wir uns doch etwas einfallen!

Nur gut, dass wir uns am 25. Mai getroffen haben. Eine Woche später wären wir durch das Elbehochwasser mit Sicherheit an unserem schönen Treff gehindert worden. 

Gewiss, sachlich kann dieser Bericht nicht sein, da sehr viele schöne Emotionen mit im Spiel waren. "Alte trafen Alte", jüngere Sportler trafen die Organisatoren ihrer Rennen. Und noch aktive Fahrer freuten sich, ehemalige "Größen" des GOF-Sports, deren Namen sie öfter gehört hatten heute "Legenden"" genannt, zu treffen.

Und der Schreiber des Berichtes war endlich mal in Pirna. Und das noch vor dem verheerenden Hochwasser.

Schade, dass keine Bitterfelder und Hallenser Sportfreunde anwesend waren. Die hatten am gleichen Tage eine RTF im Hallenser Raum auszurichten. Na, sicher beim nächsten Treff im Raum Werdau werden sie wieder dabei sein.

Völlig erstaunt und erfreut waren übrigens alle, dass sich zu später Abendstunde ohne Abstimmung ein neuer Ausrichter aus der jüngeren Generation gefunden hat. Jens Klopfer. Den Namen sollten wir uns merken. Von ihm werden wir in zwei Jahren eine Information zum 8. Treffen erhalten.