Julia Fritz Julia Fritz

Beruf:
Studentin
Jahrgang:
2005
Heimtrainer:
Kristine Fritz
Trainingspartner:
Marlene Fritz, Kristine Fritz, Michael Bohsmann, LG Filder, OL-Team Filder
Sponsoren:
Erfolge:
JEC 2023 Platz 6
DM Sprint 2023 Platz 2
DM Mittel 2023 Platz 2
DM Staffel 2023 Platz 1
JLVK 2023 Platz 2
EYOC Staffel 2022 Platz 4
DM Sprint 2022 Platz 3
DM Staffel 2022 Platz 1
JLVK 2022 Einzel Platz 2
JLVK 2022 Staffel Platz2
Rückblick:

Meine Ziele für die Saison 2023 waren ein sehr gutes Abitur zu machen, einen Studienplatz am gewünschten Studienort zu bekommen, mich für EYOC oder JWOC zu qualifizieren, dort in der Staffel zu laufen, möglichst wenig Trainingsausfall wegen Krankheit zu haben und meine Laufleistung weiter zu verbessern.

 

Der Beginn des Wintertrainings in Kombination mit intensiver Klausurenphase war holprig und ich war bis Anfang Januar gleich zwei Mal wegen Erkältungen außer Gefecht. Ich stellte mehrere Dinge um, u.a. achtete ich besser auf genügend Schlaf und auf mein Ernährungsverhalten. Die restliche Saison blieb ich fast vollständig von Krankheiten und Verletzungen verschont und musst nur zwei Mal jeweils eine Woche pausieren. Ich bin sehr zufrieden, das für mich zunächst am wenigsten greifbare Ziel erreicht zu haben und meine Krankheitstage ab Januar im Vergleich zum Jahr davor auf ein Viertel reduziert zu haben.

Auch im Training konnte ich mich stark verbessern, die Zeiten wurden schneller. Doch bei den Bahnwettkämpfen konnte ich sie aufgrund von widrigen Bedingungen wie Sturm und Sololäufen nicht auf allen Distanzen zu meiner Zufriedenheit in Wettkampfergebnisse umsetzen. Beim Traillauf im Herbst ist das gut gelungen.

 

Die Deutschen Meisterschaften Sprint und Mittel lagen leider genau in den beiden Wochen meiner drei schriftlichen Abiturprüfungen, und die fehlende Konzentration machte sich deutlich bemerkbar.

Trotzdem bin ich sehr glücklich zwei Vize-Meistertitel gewonnen zu haben. Auch bei der DM Sprintstaffel konnte ich ein gutes Rennen laufen und als Dritte hinter Maren Guthier und Susen Lösch übergeben.

Eine Woche vor meinen mündlichen Abiturprüfungen ging es dann zu EYOC nach Bulgarien. Dort konnte ich im Sprint leider nicht das abrufen, das ich mir gewünscht hätte. Die Langdistanz lief läuferisch gut. Leider kosteten mich zwei verhauene Routenwahlen viel Zeit und eine bessere Platzierung. Ich lief wie erhofft in der Staffel und konnte während des Rennens ein paar Plätze gut machen.

Während die anderen bei der JWOC waren, habe ich bei meinen mündlichen Abiturprüfungen den Abiturschnitt weiter verbessert. Damit stand dem Wunschstudium im Herbst nichts mehr im Weg.

 

Im Sommer erfüllte ich mir den Traum von einem Sommer nur mit Orientierungslauf ohne weitere Verpflichtungen. Von der Swiss-O-Week reisten wir über Schottland durch die Niederlande nach Belgien. Ab Amsterdam waren meine Zwillingsschwester und ich mit dem Bus alleine unterwegs. Unsere Reise führte uns am Ende zum JEC nach Virton/Belgien. Dieser Wettkampf war, nachdem die EYOC nicht so zufriedenstellend lief, mein nächstes größeres Ziel.

 

Bei der Mittel am ersten Tag war mein Plan, gut in den Wald hineinzufinden und die Konzentration hoch zu halten. Dies gelang mir sehr gut, ich fühlte mich sicher und schnell und merkte schon während des Rennens, nachdem ich mehrere vor mir gestartete Läuferinnen eingeholt hatte, dass ich sehr gut lag. Am Ende wurde es der 6. Platz, bei dem ich etliche bekannte Namen hinter mir ließ und mit dem ich sehr zufrieden bin. Ich weiß jetzt wie es sich anfühlt, wenn alles nahezu perfekt läuft (100% perfekt ist es nie) und will darauf aufbauen.

Die Langdistanz am zweiten Tag begann ebenfalls gut, jedoch machte ich ein paar Fehler am Ende des Laufs und fiel auch noch in den Fluß. Damit war eine bessere Platzierung als der 10. Platz dahin. Läuferisch war auch dieser Lauf sehr gut.

Mit dem JEC habe ich kopfmäßig die Saison beendet. Bei den restlichen Wettkämpfen war absolut die Luft raus. Das Trainingslager im Oktober in Tschechien, im Nachbargelände der JWOC 2024, lief prima und war ein schöner Auftakt für die neue Saison.

 

 

Ausblick:

Pünktlich zum Kickoff des neuen Kaderjahres 2024 in Jena startete mein neuer Trainingsplan. Der Auftakt mit bestem Ergebnis beim Cross-Test war viel versprechend.

Natürlich liegt im Winter der Fokus auf der Verbesserung der läuferischen Grundlage. Ich trainiere zweimal die Woche mit den Leichtathleten und baue auf diese Weise noch mehr Kräftigung und Schnelligkeit in mein Training ein. Einige Crossläufe stehen auch auf dem Programm. Außerdem will ich über den Winter mehr an der O-Theorie arbeiten und dort einen höheren Zeitaufwand hineinstecken als letztes Jahr.

 

Mein größtes Ziel nächstes Jahr ist die JWOC, meine Vorbereitung darauf hat bereits begonnen. Dazu habe ich mich mit anderen Kadern zusammengeschlossen.

Ein kleines Träumchen wäre, bei einem Weltcup mitlaufen zu dürfen.

 

Zusammen mit meiner Heimtrainerin optimiere ich mein Training so, dass ich weiterhin möglichst krankheits-, verletzungsfrei und effektiv durchtrainieren kann.

Julia Fritz