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KWF-Rettungspunkte    Peter Kudraß, SG Zittau Süd - 01.05.2020, 13:20

Hallo Gerald,
bislang hat niemand Zeit gefunden, Deine Überlegung aufzugreifen, weshalb ich das nun übernehmen möchte.
Ausgewiesene zentrale Rettungspunkte in Waldgegenden, ihre bundesweite Erfassung und Hinterlegung bei Rettungsleitstellen ist eine sehr hilfreiche Einrichtung. Personen, die in einer Notsituation fremde Hilfe benötigen, können dort per TELEFON für sich oder andere Hilfe anfordern und bei fehlenden Ortskenntnissen schnell ihre Position mitteilen. Aber da liegt eigentlich schon das Problem für den OLer beim Wettkampf. Er hat in der Regel kein Telefon bei sich.
Wie sieht es im Realfall aus? Es kommt immer wieder vor, dass sich Läufer an Beinen oder Kopf verletzen und aus eigener Kraft nicht weiter können. Im Idealfall wird das durch einen anderen Läufer bemerkt, welcher sofort oder nach Abschluss seiner Strecke im Ziel Hilfe anfordert. Dafür nutzt er seine OL-Karte und benennt konkret den Punkt, wo sich der Läufer befindet. Daraufhin führt jemand des Veranstalters die Rettungskräfte oder die Bergwacht an den Ort, an dem sich der Verletzte befindet. Die Chance, den Verletzten an einem Rettungspunkt aufzunehmen, tendieren gegen Null. Ich habe mir mal die Rettungspunkte im kartierten Gelände des OL-Teams Zittau angesehen (GR-11 bis GR-21). Diese befinden sich ausschließlich am Kartenrand, niemals mitten im Gelände.
Zu Deinen Fragen hinsichtlich der Kartierung. Jeder Kartenaufnehmer ist bestrebt, seine Karte nach dem internationalen Standard zu zeichnen und nutzt deshalb die aktuell geltenden Vorschriften der IOF. So ein Schild ist ein besonderes künstliches Objekt und dafür sind aktuell die Kartenzeichen 530 und 531 vorgesehen (schwarzer Kreis oder schwarzes Kreuz). In einer Kartenlegende müssen dann diese Objekte konkret benannt werden, können somit auch nicht doppelt für verschiedene Objekte vergeben werden. Über die Neuaufnahme von Kartensymbolen entscheidet die Kartenkommission der IOF.
Wie gesagt, ich persönlich denke, der Nutzen für uns OLer macht sich nicht bezahlt. Man kann aber hier an dieser Stelle alle Wettkämfer noch einmal dafür sensibilisieren, sich die Sekunde Zeit zu nehmen und zu fragen, ob alles o.k. ist, wenn man im Wald auf jemanden trifft, der sich nicht "normal" oder überhaupt nicht mehr bewegt. Als Ausrichter erleben man es immer wieder, dass Läufer ihren Lauf abbrechen und sofort ins Ziel zurückkehren, um Hilfe für einen verletzten Läufer zu rufen. Das ist Fairplay und verdient Hochachtung!

OL-Kartenzeichen "Rettungspunkt Forst"? - Gerald Eichler 19.03.2020, 07:53

KWF-Rettungspunkte Peter Kudraß, SG Zittau Süd 01.05.2020, 13:20

Rettungspunkte Forst in die OL-Karte? - Andreas Dresen 02.05.2020, 12:07